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RP Tübingen, Schule und Bildung
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Nachlese zum Präventionstag der Landkreise Sigmaringen und Zollernalb am 25.03.2019: „Mental stark – Gesundheitsförderung in der Schule“


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Unter dem Thema „Mental stark – Gesundheitsförderung in der Schule“ stand der diesjährige Präventionstag des Regierungspräsidiums für die Landkreise Sigmaringen und Zollernalb. Der Tag an der Luise-Leininger Schule in Sigmaringen begann mit rhythmischen Klängen der Schüler-Trommelgruppe, dafür dankte das Publikum mit großem Applaus. Die Schulleiterin Andrea Reichel begrüßte die zahlreich angereisten Gäste. Über 80 Lehrkräfte, Schul-, Abteilungsleitungen und SchulsozialarbeiterInnen hatten sich in Sigmaringen eingefunden. 


Workshop20190325_112957.jpgDr. Alena Friedrich vom Regierungspräsidium Tübingen stellte das Präventionskonzept „stark.stärker.WIR“ und das Regionalteam der Präventionsbeauftragten des RPT vor. Auf das Thema der Veranstaltung wurden die Besucher mit dem Vortrag „Schüler mental stärken“ von Dr. Sabine Kubesch eingestimmt. Ihr Vortrag über die Zusammenhänge zwischen körperlicher und geistiger Beweglichkeit und das Training der exekutiven Funktionen bildete die Überleitung in den abwechslungsreich gestalteten Tag. In 7 Workshops konnten sich die TeilnehmerInnen zu verschiedenen Präventionsprogrammen informieren. Das Training der Selbstwahrnehmung und die Verbesserung der Aufmerksamkeit zur angemessenen Steuerung der Gefühle sowie die Förderung der Selbstregulation standen im Mittelpunkt sehr unterschiedlicher Ansätze. Von Achtsamkeitsübungen über Kampfkunst und Klettern an der Boulderwand aber auch über (meta-)kognitive Ansätze im und außerhalb des Unterrichts reichte das methodische Spektrum. 

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Nach dem Vormittags-Teil der Veranstaltung sorgte die Schulkantine für das leibliche Wohl der Gäste, so dass diese frisch gestärkt in die zweite Workshop-Runde starten konnten. Zahlreiche außerschulische Partner informierten zu ihren Angeboten und trugen ihren Teil zum Gelingen des Präventionstages bei, der am Nachmittag mit der Verabschiedung der zwar etwas erschöpften, aber gut gelaunten und inspirierten TeilnehmerInnen endete. Das Präventionsteam dankt der Schulleitung und den Lehrkräften der Luise-Leininger Schule sowie der AOK Sigmaringen für die großartige Unterstützung bei der Durchführung der Veranstaltung. Die Präventionsbeauftragten stehen Schulen selbstverständlich auch über den Tag hinaus unterstützend im Bereich Prävention und Schulentwicklung zur Verfügung.

Bericht von T. Friedrich, Präventionsbeauftragter im Regioteam ZAK / Sigmaringen 

Das Präventionsteam Albstadt mit Referentin Frau Kubesch

28.03.2019 – überregionaler Fachtag Selbstregulation in Wilhelmsdorf

Nachlese von Dr. Alena Friedrich


„Wie stärken wir unsere Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I durch Selbstregulationstraining im Unterricht?“ Dies war die Frage, mit der das Regierungspräsidium Tübingen am 28.03.2019 zu einem überregionalen Fachtag einlud. Rund 60 Teilnehmende, darunter viele Schulteams, folgten der Einladung nach Wilhelmsdorf, um sich näher mit dem Thema zu beschäftigen. Der Schulleiter, Herr Johannes Baumann, an dessen Schule die Tagung stattfand, sowie die Abteilungspräsidentin des Regierungspräsidiums Tübingen, Dr. Susanne Pacher, eröffneten mit kurzweiligen Grußworten die Tagung; durch den Tag führten Dr. Alena Friedrich, Referentin am Regierungspräsidium für schulische Prävention, sowie Astrid Warbinek, Fachberaterin Schulentwicklung. 

GoetzP1040606.jpgIn seinem Impulsvortrag legte Herr Prof. Dr. Thomas Götz der Universität Konstanz und PH Thurgau die Bedeutsamkeit von selbstreguliertem Lernen für den Schulerfolg dar und zeigte Möglichkeiten auf, die Selbstregulation zu fördern. Er erläuterte dabei, wie wichtig das authentische Vorbild der Lehrkraft ist: d.h. wie sie (sich) realistische Ziele setzt, möglichst planvoll vorgeht, Motivationsstrategien einsetzt, durchhält und am Ende der (Lern-) Handlung reflektiert: Was hat schon gut geklappt? Und was kann ich nächstes Mal optimieren? Durch dieses Lernen am Modell ermöglicht die Lehrkraft ihren Schüler*innen eine erste Annäherung an die eigene Selbstregulation. 

Wie die Selbstregulation der Schüler*innen im Unterricht außerdem unterstützt werden kann, thematisierten die sechs Workshops am Nachmittag. Sie boten ein vielfältiges Spektrum, so dass die Entscheidung für zwei Workshops mitunter nicht leichtfiel. Die Workshops beschäftigen sich mit folgenden Themen:


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  •  Feedback in Kombination mit Selbstregulationsstrategien (Dr. Mareike Wollenschläger) 
  •  Lebenskompetenzprogramme Lions Quest und die Unterstützung durch die Präventionsbeauftragten (Christina Strack) 
  •  Kennenlernen des Trainingsprogrammes zum Sozial-Emotionalen Lernen, SEL 5+6 (Oliver Martin) 
  •  Gespräche rund um das Ziel, d.h. konkrete Gesprächstechniken zur Selbstregulationsförderung im Unterricht (Michalina Schultze) 
  •  Methoden zur Förderung von Selbstregulation (Nadine Heuer und Annetta Boeckh) 
  •  Selbstregulationsförderliche Klassenführung (Margarete Reinhardt und Astrid Warbinek)

Ausschnitt1P1040593.jpgBeim gemeinsamen Abschluss wurde die eigene Selbstregulation erneut spielerisch erlebt und die Gehirnwindungen nochmals in Schwung gebracht. Gegen 17 Uhr konnten die Teilnehmenden zufrieden auf neue Impulse, viele Übungen, Strategien sowie Unterstützungspartner*innen für die schulinterne Weiterarbeit zurückblicken. Wir danken allen Referentinnen und Referenten erneut für die konstruktive und angenehme Zusammenarbeit. Allen Teilnehmenden unser Dank für die geteilte Begeisterung und gutes Gelingen bei der Umsetzung. 

Falls Sie Interesse an einer Fortführung, schulinternen Begleitung oder einer schulinternen Fortbildung zu Angeboten des Fachtages haben, nehmen Sie gerne Kontakt mit den Referenten auf. Die Präventionsbeauftragten, die Fachberater Schulentwicklung und die Psychologen an den Schulpsychologischen Beratungsstellen stehen Schulen unterstützend zur Verfügung. Beispielsweise wird in Kooperation von Präventionsbeauftragten und Schulpsychologen im Herbst 2019 erneut das Fortbildungsangebot „LARS & LISA“ angeboten - Eine konkrete Umsetzung der Selbstregulation in der Mittelstufe, das Sie unter "Informationen und Links" finden.


Vielfalt statt Einfalt - Präventionstag 2019


„Diskriminierungserfahrungen sind für viele Jugendliche eine ständige Herausforderung“ behaupten die Autor*innen des „Praxisbuch(s) Diskriminierungskritische Schule“; Schüler*innen machten immer wieder die Erfahrung von „verallgemeinernden, herabwürdigenden und diskriminierenden Zuschreibungen“. - Grund genug, dass Schule sich dieses Themas annimmt! Und so lockte es am vergangenen Mittwoch, dem 13. Februar 2019, unter dem Motto „Vielfalt statt Einfalt – Diskriminierung im schulischen Kontext“ über 70 Lehrer*innen, Schulsozialarbeiter*innen und andere Akteure der Präventionsarbeit an die Laura-Schradin-Schule in Reutlingen zum Präventionstag 2019. 

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Präventionstag 2019, © Regierungspräsidium Tübingen

Dieser wird alle zwei Jahre von den Präventionsbeauftragten des Regierungspräsidiums Tübingen unter der Leitung von Dr. Alena Friedrich veranstaltet. Im einstündigen Hauptvortrag sensibilisierte Andreas Foitzik von adis e.V., einer der Autoren des oben erwähnten Buches, für verschiedene Facetten von Diskriminierung in der Schule und beleuchtete Handlungsmöglichkeiten, die er in einem anschließenden Workshop vertiefte. 

Am Morgen schon hatte der Impulsvortrag „Scham und Beschämung“ von Katharina Zeller von Tima e.V. die Teilnehmer*innen ins Thema eingestimmt. Im Laufe des Tages standen neun Workshops zur Auswahl: Frau Zeller setzte sich mit dem Schlankheitsdiktat unserer Gesellschaft auseinander, Mitarbeitende des Team meX der Landeszentrale für politische Bildung machten die Teilnehmer*innen mit einem Argumentations- und Handlungstraining „kompetent gegen rechte Sprüche“. Cord Dette von der Regionalen Anlaufstelle Demokratiezentrum BW widmete sich der Frage der Grenzen des Erlaubten in der Kunst am Beispiel des Rechtsrock, wobei auch die Diskussion über den Antisemitismus im deutschen Gangster-Rap in den Blick genommen wurde. Informationen über den Umgang mit „Transsexualität im Schulalltag“ bot das Netzwerk LSBTTIQ Baden-Württemberg, während Claudia Möller, die Leiterin der Servicestelle Friedensbildung der Landeszentrale für politische Bildung Perspektiven und Methoden der Friedens- und Demokratiebildung im Umgang mit Konflikten aufzeigte. 

Daneben wurden in den Workshops der Präventionsbeauftragten kooperative Spielformen erprobt (Gisela Handke), die Verrohung von Sprache auf dem Schulhof und im Netz beleuchtet (Christian Klützke) und Trainingsprogramme zum Erwerb von Lebenskompetenzen für Schüler*innen vorgestellt (Brigitte Strölin-Bresch und Claudia Weiß). Die den Tag abschließende Rückmeldung der Teilnehmer*innen in Form einer nonverbalen Geste machte den für viele sehr großen Gewinn des Tages sichtbar. (Teamkoordination: Cornelia Subileau). 
Text: Claudia Weiß 

Auf dem Weg zu einer gewaltfreien Schule - Präventionsnachmittag am 02. Juli 2018 in Markdorf

 

Verschiedene Wege hin zu einer gewaltfreien Schule wurden am Präventionsnachmittag am Bildungszentrum Markdorf am 02. Juli 2018 vorgestellt. Das Regierungspräsidium Tübingen mit seinem fünfköpfigen Team der Präventionsbeauftragten der Landkreise Ravensburg und Bodenseekreis sP1040284.JPGtellte diesen Nachmittag auf die Beine, der mit über 95 Teilnehmenden auf großes Interesse stieß. Frau Elflein, Rektorin am Bildungszentrum, begrüßte die Teilnehmenden im Theaterstudio. Die anwesenden Lehrkräfte, SchulsozialarbeiterInnen, SchulpsychologInnen, Präventionsbeamte der Polizei sowie zahlreiche regionale Netzwerkpartner der Prävention hörten dem Impulsvortrag zur „Bedeutsamkeit und Förderung der Selbstregulation im Kontext Schule“ zu. Frau Dr. Friedrich legte dar, dass die Fähigkeit zur Selbstregulation bei Schülern mindestens genauso wichtig ist, wie Intelligenz für langfristigen akademischen Erfolg, aber auch für Gesundheitsverhalten oder der Vermeidung von Gewalt – dem Thema des heutigen Tages. Den Abschluss des Vortrages bildeten Möglichkeiten für Eltern und Lehrkräfte, die Selbstregulation bei SchülerInnen zu fördern.

Direkt im Anschluss probierten die Teilnehmenden ganz praktisch Strategien und Übungen zu verschiedenen Themen der Gewaltprävention aus: „Spielerische Methoden für gewaltfreies soziales Lernen“, Konfliktlösung unter Schülern mittels „Streitschlichtung / Mediation“, „Prävention von Mobbing und Cybermobbing“, „Gewalt und Zivilcourage: Opfer-, Zeugen- und Helferverhalten“ sowie „Sexualisierte Gewalt – Erkennen und Handeln im Kontext Schule“. Das Thema des Vortrages wurde im Workshop „Selbstreguliertes Lernen bei SchülerInnen“ vertieft. Auch, wenn das Thema ernst ist, war erfreulicherweise durchweg eine Leichtigkeit und gute Stimmung unter den Teilnehmenden zu spüren. 

 


Informationen und Links

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Bericht zum Präventionstag am 13. Juni in Laupheim -

„Klimawandel – Schule als lebenswerter Ort!“

 

In seinem Impulsvortrag arbeitete Prof. Gawatz die Bedeutsamkeit der Förderung von Schul- und Klassenklima sowie guter Beziehungen heraus. Neben der Förderung von Leistung sind es gerade die präventiven und interpersonalen Aspekte im Klassenzimmer, in denen Potential steckt.

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Nach einem Markt der Möglichkeiten, bei dem zahlreiche Netzwerkpartner der Region ihre Präventionsangebote für Schulen vorstellten, standen für die über 60 Teilnehmenden mehrere Workshops zur Auswahl. Diese vermittelten in jeweils 90 Minuten Impulse zu „Stressmanagementangebote für Schüler“, „Stimmhygiene für Lehrkräfte“, „Mobbing begreifen und handeln“, „Science Kids“ – neue Module für den Unterricht kennen lernen“ und weitere. Das Thema vom Impulsvortrag wurde vom Workshop „Beziehungsarbeit? Meine Möglichkeiten als Lehrkraft“ erneut aufgegriffen, der zudem am meisten Teilnehmende anzog. Nach einer Mittagspause, in der zahlreiche Schülerinnen und Schüler hochmotiviert und sympathisch Leckereien anboten, ging es mit der zweiten Workshopschiene weiter. Aufgrund der wieder sehr guten Rückmeldungen zum Präventionstag wird das Regierungspräsidium mit sei nem sechsköpfigen Team der Präventionsbeauftragten Biberach/Alb-Donau-Kreis/Ulm einen solchen regionalen Präventionstag sicher wiederholen. In der Zwischenzeit können die Präventionsbeauftragten zur Vertiefung der Präventionsinhalte an der eigenen Schule kostenfrei angefragt werden.

Informationen und Links


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Regionale Präventionstage im Juni und Juli 2018

 

Die nächsten regionalen Präventionstage stehen an: 

• 13. Juni in Laupheim, Thema „Klimawandel – Schule als lebenswerter Ort!“, Anmeldung in LFB-Online bis 07.06.2018

• 02. Juli in Markdorf, Thema „Auf dem Weg zu einer gewaltfreien Schule“, Anmeldung in LFB-Online bis 16.06.2018

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Bericht zum Präventionstag der Landkreise Tübingen und Reutlingen am 15.02.2017

„Hörst du noch oder verstehst du schon?“

 

– so der ausdrucksvolle Titel des Präventionstages der Landkreise Tübingen/Reutlingen, der am 15. Februar am Paul-Klee-Gymnasium Rottenburg stattfand. Thema war die Kommunikation, das sich Ausdrücken und Verstehen – oder eben auch das Nicht-Verstehen. Und einen besonderen Stellenwert bekam hierbei die interkulturelle Kommunikation, was offensichtlich den Nerv der aktuellen Situation traf: Mit über 60 Teilnehmenden war der Tag sehr gut besucht. 

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Das Präventionsteam

Gleich der Gastvortrag von Annagreta König Dansokho, Therapeutin für Psychotraumatologie und Trainerin für interkulturelle Sensibilisierung, beschäftigte sich mit dem Thema der kultursensiblen Kommunikation v.a. im schulischen Kontext. Sie zeigte an zahlreichen Beispielen, wie leicht Missverständnisse bedingt durch kulturelle Unterschiede entstehen können. Wer ahnt zum Beispiel schon, dass ein gehobener Daumen – in vielen Ländern das Zeichen für Lob oder Zustimmung – in anderen Kulturen eine obszöne Geste darstellt, die kaum zu einer gelungenen Kommunikation beitragen dürfte?

Musik ist eine Sprache, die alle verstehen, und so hatten die Singing Sisters des Paul-Klee-Gymnasiums unter der Leitung von Julia Kiesewalter den Tag musikalisch eröffnet, bevor Dr. Alena Friedrich, Referentin für Prävention am Regierungspräsidium Tübingen, das Präventionskonzept „stark.stärker.WIR“ und die Arbeit des Präventionsteams der beiden Landkreise vorstellte. 

In insgesamt 7 Workshops konnten sich die Teilnehmer/innen dann vormittags und nachmittags mit dem Thema Kommunikation auseinandersetzen und dabei – neben der Vertiefung des Themas der interkulturellen Kommunikation – z.B. erfahren, welche Rolle die Körpersprache in schwierigen Gesprächssituationen spielt, wie man in heterogenen Klassen konstruktiv kommuniziert, warum eine humorvolle Haltung eine zentrale Kompetenz in komplexen Kommunikationssituationen ist und wie wichtig ausgereifte Lob- und Feedback-Techniken sind. 

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 Impressionen aus den Workshops und Gesprächen

Apropos Lob: Ganz viel davon bekamen die Eltern und Schüler/innen der Klassen 7 und 9, die die Veranstaltung kulinarisch betreuten und - ganz im Sinne der Prävention, Gesundheitsförderung und Nachhaltigkeit - mit regionalen und biologischen Produkten ein abwechslungsreiches Buffet gezaubert hatten. Dieses fand großen Anklang und sorgte dafür, dass in all der Kommunikation zumindest einer stumm blieb: der Magen. 

Ulrich Munz, Paul-Klee-Gymnasium Rottenburg Präventionsbeauftragter des Regierungspräsidiums Tübingen


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Nachlese zum Präventionsnachmittag am 06. Februar 2017 am Gymnasium Meßstetten 


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Das Präventionsteam mit Gastrednerin Eva Blum
 

"Man kann nicht Nicht kommunizieren – gelingende Kommunikation in der Schule“, unter diesem Motto stand die Veranstaltung in der höchstgelegenen Gemeinde des Zollernalbkreises (907m ü. NHN). Im Fokus stand die Tatsache, dass Menschen immer kommunizieren – dass also auch die Vermeidung von Kommunikation eine Botschaft in sich trägt.

Nach der Begrüßung durch den Schulleiter Herrn Norbert Kantimm, eröffnete Dr. Alena Friedrich, Referentin für Prävention am Regierungspräsidium Tübingen, die Veranstaltung mit der Vorstellung des Präventionskonzeptes „stark.stärker.WIR“ und des Präventionsteams der beiden Landkreise Zollernalb und Sigmaringen.

Eva Blum (educonsult Mühlacker) erläuterte in Ihrem Vortrag anhand von Kommunikationsmodellen die Bedeutung gelingender Kommunikation an Schulen und betonte deren Relevanz als Grundbaustein der Prävention.

Einflüsse auf die Kommunikation und die Möglichkeiten, diese zu verbessern wurden in den Workshops thematisiert. Zur Auswahl hatten die Teilnehmer folgende Themen: Die Internetnutzung und die daraus resultierenden veränderten Kommunikationsstrukturen, der Umgang mit der eigenen Stimme, die zentrale Kompetenz einer humorvollen Grundhaltung, die Mediation als wirksames Mittel der Streitschlichtung und den Klassenrat zur Einübung einer demokratischen Grundhaltung. Der Workshop zum Klassenrat bekam eine besondere Note durch die Teilnahme von Eva Blum, die sich beratend und als Autorin seit vielen Jahren mit dieser Methode beschäftigt und daher wertvolle Erfahrungen weitergeben konnte.

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Impression Informationsstände

Die Informationsstände externer Partner boten den Besuchern die Gelegenheit, sich über weitere Präventionsthemen zu informieren und die Ansprechpartner kennen zu lernen. Die SchülerInnen der 7. Klasse boten in den Pausen erfrischende Getränke und leckere Kuchen an, zudem konnte man sich am FairTrade-Stand versorgen. 

Die gemischte Zusammensetzung des Publikums aus Lehrkräften aller Schularten, SchulsozialarbeiterInnen und MitarbeiterInnen der Schulpsychologischen Beratung trug ganz wesentlich zum lebhaften Austausch und einer gelungenen Kommunikation bei.

 T. Friedrich, Philipp-Matthäus-Hahn-Schule Balingen, Präventionsbeauftragter des Regierungspräsidiums Tübingen

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Präventionstage im Schuljahr 2016/17

 

Aufgrund der großen Resonanz in den letzten Schuljahren veranstaltet das RP Tübingen auch in diesem Schuljahr wieder zwei Präventionstage für Schulen: am 06. Februar und am 15. Februar 2017. Diese beschäftigen sich mit „Gelingender Kommunikation in der Schule“ und bieten thematische Workshops sowie ein Forum für Erfahrungsaustausch.

Eingeladen sind Lehrkräfte und Schulleitungen, Schulsozialarbeiter, Beratungslehrkräfte, Fachberater Schulentwicklung, Schulpsychologen, Schulräte, Präventionsbeamte der Polizei, Kommunale Suchtbeauftragte, Medienpädagogische Berater und weitere Interessierte. Die Veranstaltung ist für Sie kostenfrei. Voraussetzung ist die Anmeldung über LFB-Online bis 20.01.2017 bzw. 07.02.2017. Das Programm und weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Einladungsflyer. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme! 

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Preisverleihung des Fördervereins für Kriminal- und Verkehrsprävention im Landkreis Reutlingen

 

Die diesjährigen Förderpreise für Verkehrs- und Gewaltprävention im Landkreis Reutlingen gingen in diesem Jahr vor allem an Schulen , Jugendprojekte- und Flüchtlingsprojekte. Aufgeteilt sind die Preise in die Kriminalprävention für Projekte und Menschen, die sich zum Beispiel gegen Rassismus, Gewalt oder Mediengefahren wenden, und die Verkehrsprävention, die sich positiv auf die Verkehrssicherheit auswirkt. 

So wurde zum Beispiel die Schillerschule in Münsingen mit einem Sonderpreis für ihre Chat-Mentoren ausgezeichnet – geschulte Schülerinnen und Schüler unterstützen die Mitschüler beim Umgang mit Internet und Co.

Im Bereich Verkehrsprävention ging der erste Platz an drei Schulen für die Berufung von Bus-Paten bzw. Schulbusbegleitern – die Sankt-Wolfgang-Schule Reutlingen und die Wilhelm-Hauff-Realschule gemeinsam mit dem Friedrich-Schiller-Gymnasium in Pfullingen. Platz zwei belegte die Stabsstelle Bürgerengagement der Stadt Reutlingen für eine Fahrradwerkstatt für Flüchtlinge, Platz 3 belegte die Kreisverkehrswacht Reutlingen-Münsingen e.V. für einen Radparcours und ebenfalls eine Fahrradwerkstatt für Flüchtlinge.

Im Bereich der Kriminalprävention erhielt das Friedrich-List-Gymnasium in Reutlingen für sein erfolgreiches Gesamtkonzept zur Gewalt- und Suchtprävention den ersten Platz, Platz zwei ging an das Graf-Eberhard Gymnasium in Bad Urach für die Veranstaltung eines Sternlaufs, der zugleich ein Spendenlauf war. Die Theodor-Heuss-Schule erhielt den dritten Platz im Bereich Kriminalprävention für ihr Engagement in Bezug auf Flüchtlinge.

Hier finden Sie einen Auszug aus einem Interview mit der Abteilungsleiterin des Wirtschaftsgymnasiums der Theodor-Heuss-Schule in Reutlingen, Frau Gertrud Gerstlauer, die im vergangenen Schuljahr gemeinsam mit Frau Kramer (ehem. Abteilungsleiterin Wirtschaftsschule) die Aktivitäten für „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ koordinierte: 

RPT: Frau Gerstlauer, warum hat sich Ihre Schule für den Präventionspreis beworben?

Gerstlauer: Wir selber haben nicht daran gedacht, wir wurden von außen angesprochen, wir sollten uns doch bewerben, wir seien preiswürdig.

RPT: Wofür ist die THS denn nun mit dem 3. Platz ausgezeichnet worden?

Gerstlauer: Wir haben Theorie und Praxis einer Sensibilisierung unserer Schülerinnen und Schüler miteinander vereinen können. Unsere Schule ist schon seit 2014 im Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ aktiv. Die Schule ist auf vielen Ebenen daran beteiligt – es gab und gibt zu den Themen Integration, Zivilcourage und Antirassismus unterschiedliche Aktionen und AGs wie beispielsweise die Ausstellungen „Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen“ der Friedrich-Ebert-Stiftung und „VorBilder – Sport und Politik vereint gegen Rechtsextrimismus„ des Bundesinnenministeriums. Dazu gab es auch noch Lesungen, Film- und Theaterprojekte, einen Spielenachmittag und Fortbildungen zum Thema Rechtsextremismus für unsere Lehrkräfte.

Hinzu kam aber, dass in unserer Schulsporthalle von Herbst 2015 bis Mai 2016 etwa 130 vorwiegend junge Flüchtlinge untergebracht worden sind – hier konnte unsere Schulgemeinschaft zeigen, dass wir die Theorie auch in die Praxis umsetzen können. Schulklassen haben zum Beispiel Patenschaften für die Flüchtlinge übernommen, es gab ein Beratungscafé und gemeinsame Veranstaltungen. Schülerinnen und Schüler haben für die Flüchtlinge gedolmetscht und zusammen mit Kolleginnen ehrenamtlichen Deutschunterricht erteilt – dies sogar während der Schulferien. Eingebunden war die ganze Schulgemeinde.

RPT: Was wird die THS mit dem Preisgeld anfangen?

r: Wir waren überrascht, dass wir einen Preis bekommen haben – deshalb haben wir das Preisgeld von 300 Euro noch nicht verplant. Es soll natürlich für „Schule ohne Rassismus“ verwendet werden – dazu gehören auch die inzwischen 7 Vorbereitungsklassen an unserer Schule, in denen junge Flüchtlinge Deutsch lernen.
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Präventionstage im Regierungsbezirk

Der tragische Amoklauf von Winnenden und Wendlingen 2009 war der Anlass, die Präventionsarbeit in Baden-Württemberg völlig neu zu überdenken. Von allen Fraktionen des Landtags getragen, sind die drei Bereiche Suchtprävention, Gewaltprävention und Gesundheits-förderung in ein umfassendes Präventionskonzept eingebunden worden. Seither ist im Rahmen von "stark.stärker.WIR" an vielen Schulen im Land die Präventionsarbeit auf ihre Struktur und Wirksamkeit untersucht und systematisierter aufgestellt worden. 

Das Ziel, Prävention bei den einzelnen Schülern sowie auf Klassen- und Schulebene zu verankern, verfolgen im Auftrag der Regierungspräsidien die Präventionsbeauftragten in den Landkreisen. Diese Präventionsbeauftragte sind Lehrkräfte mit einer Zusatzausbildung in Sucht- und Gewaltprävention sowie Gesundheitsförderung. Sie bieten Schulen Unterstützung bei der schuleigenen Präventionsarbeit in Form von Beratung, Fortbildungen und Elternabenden. 

Ein weiteres Angebot sind die inzwischen wiederholt stattfindenden großen Präventionstage, bei denen Lehrkräfte, Schulleitungen, SchulsozialarbeiterInnen, Beratungslehrkräfte und externe Partner wie die Polizei, Schulpsychologen, Jugendämter, etc. eingeladen sind. Neben Vorträgen runden Workshops das Angebot ab. In diesen Workshops werden Einblicke in erprobte Präventionsprogramme gegeben und ein Erfahrungsaustausch ermöglicht. Das vielfältige Angebot umfasst z.B. die Themen Prävention von Essstörungen, Mediensucht, Mobbingprävention, Classroom Management, Resilienz, gewaltfreie Kommunikation, Achtsamkeit oder Selbstregulation. Das Programm sowie weitere Informationen und Presseberichte zu den Präventionstagen im Schuljahr 2015/2016 können Sie hier einsehen: 

Informationen und Links


 

Eindrücke von den Präventionstagen


 

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Ihre Ansprechpartnerin

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