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  • Abteilung 8
    23.07.2014
    Bürgermeistertagung waldbesitzender Gemeinden und Städte an der Hochschule für Forstwirtschaft in Rottenburg am 23. Juli 2014
    Kartellverfahren und Radfahren im Wald zentrale Themen

    Einmal jährlich treffen sich die Vertreter waldbesitzender Gemeinden und Städte, um sich über aktuelle forstliche Themen zu informieren und auszutauschen. Mit 140 Teilnehmerinnen und Teilnehmer war ein hohes Interesse an den aktuellen forstlichen Themen spürbar.
    Im laufenden Verfahren des Bundeskartellamtes zum gemeinschaftlichen Holzverkauf, werden die gebündelte Vermarktung des Nadelstammholzes durch den Landesbetrieb ForstBW und die Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Betreuung des Kommunal- und Privatwaldes aus wettbewerbsrechtlichen Überlegungen in Frage gestellt. Auch nach den intensiven Gesprächen in den letzten Wochen ist das Bundeskartellamt nicht von seiner Position abgerückt und beharrt auf einer klaren, strukturellen Trennung bei der Bewirtschaftung des Staatswaldes sowie des Körperschafts- und des Privatwaldes. Durch die Vorgaben des Bundeskartellamtes bleibt sinnvollerweise nur das Modell übrig, bei dem die Betreuung des Staatswaldes durchgängig in eine eigene Organisation überführt wird. Damit könnten unter dem Dach der Stadt- und Landkreise für über 75 Prozent der Waldfläche die Aufgaben auch weiterhin gebündelt werden. Bei der Holzvermarktung aus diesen Waldbesitzarten wären selbst Kooperationen zwischen Landkreisen möglich. Das weitere mögliche Modell mit der flächendeckenden Einrichtung körperschaftlicher Forstämter scheide aus, da diese Organisationsform zu einer starken Zersplitterung der Forststruktur im Land führen würde. Aktuell ist damit ein Untersagungsbeschluss durch das Bundeskartellamt abgewendet, der die Waldbesitzenden in Baden-Württemberg vor vollendete Tatsachen gestellt hätte. Das Land muss nun bis Ende September die Eckpunkte für die künftige Forstorganisation in Baden-Württemberg festlegen. Auf dieser Basis soll eine entsprechende Verpflichtungszusage mit dem Kartellamt ausgehandelt und die weitere Umsetzung in einer umfassenden Projektstruktur erarbeitet werden. Ziel des Landes ist es, mit dem Bundeskartellamt einen Umsetzungszeitraum bis 1.1.2017 zu vereinbaren.
    Das Radfahren hat sich in den letzten Jahren neben dem Wandern zu einer wichtigen Form der Walderholung in Baden-Württemberg entwickelt. Mit der technischen Weiterentwicklung der Mountainbikes wurde der Wald für sportlich ambitionierte Radfahrer immer attraktiver und beliebter.
    Die Aufgabe der Landesregierung ist es, dass im Landeswaldgesetz geregelte freie Betretensrecht des Waldes zu gewährleisten und durch geeignete Regelungen Zielkonflikte zu vermeiden.  Die steigende Nachfrage der Mountainbikerinnen und Mountainbiker nach attraktiven und anspruchsvollen Strecken abseits der befestigten Waldwege, steht gleichzeitig das Konfliktpotenzial der Fußgänger  auf schmalen Pfaden entgegen. Ziel ist es, im Sinne einer positiven Besucherlenkung, geeignete Wege und Pfade die schmäler als zwei Meter sind für das Radfahren zu öffnen. Die Freigabe von schmalen Pfaden nach Abstimmung mit den Waldbesitzenden sowie breiter Beteiligung aller Interessensgruppen einschließlich der Naturschutzverwaltung wird im Rahmen der Regelungen des § 37 Abs. 3 LWaldG als geeignete Lösungsstrategie gesehen. Dabei werden  die Belange der Waldbesitzenden, des Naturschutzes und der anderen Erholungssuchenden umfassend berücksichtigt. Hierfür liegt mit dem neuen Mountainbike-Handbuch eine aktuelle und gute Arbeitsgrundlage vor.

    Weitere Informationen finden Sie unter www.forstbw.de
Symbolbild, Bacho Foto - Fotolia 

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