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  • Abteilung 5
    08.05.2015
    Neuer Schutz für das größte genutzte Grundwasservorkommen im Land
    Regierungspräsidium Tübingen schließt Verfahren zur Neufestsetzung des Wasserschutzgebiets Donauried-Hürbe ab
     Übersichtskarte des Wasserschutzgebiets Donauried-Hürbe in Farbe



    Es war ein langer Weg: Nach acht Jahren Vorbereitungszeit konnte das Regierungspräsidium Tübingen das Verfahren für eine neue Wasserschutzgebietsverordnung für die Wasserfassungen im Donauried und Hürbetal abschließen. Dort entnimmt der Zweckverband Landeswasserversorgung jährlich ca. 40 Millionen Kubikmeter Grundwasser bester Qualität und versorgt damit rund drei Millionen Einwohner im Nordosten Baden-Württembergs. 2012 feierte diese älteste Fernwasserversorgung Deutschlands ihr 100- jähriges Jubiläum.

    Ein solcher Wasserschatz muss vor jeglicher Verunreinigung geschützt werden. Deshalb wurde bereits im Jahr 1967 ein Wasserschutzgebiet festgesetzt. Es erstreckt sich über weite Bereiche der Ulmer und Heidenheimer Alb und das Donauried zwischen Langenau und Sontheim. In den vergangenen 48 Jahren haben sich allerdings die Anforderungen an den Grundwasserschutz fortentwickelt und zugleich auch die hydrogeologischen Kenntnisse über den Untergrund verbessert. Das Regierungspräsidium Freiburg, Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau, hat deshalb die Wasserschutzzonen neu abgegrenzt und dabei modernste Hilfsmittel wie ein speziell für das Donauried entwickeltes Grundwassermodell herangezogen. Auch die Schutzbestimmungen mussten auf den heute üblichen Standard gebracht werden, um alle denkbaren Gefährdungen abzudecken.
     
    Insbesondere Änderungen an den Grenzen der engeren Schutzzone (Zone II) im Donauried führen auch zu neuen Belastungen für Bürger und Gemeinden. Deshalb hat das Regierungspräsidium Tübingen als verfahrensführende Behörde bereits frühzeitig das Gespräch vor Ort gesucht. „Mit dieser heute in aller Munde geführten frühzeitigen Bürgerbeteiligung konnten wir bereits im Vorfeld besondere Belastungen erkennen und zum großen Teil auf ein erträgliches Maß abmildern. Der Aufwand war nicht unerheblich, aber das Ergebnis ist für uns aller Mühe wert“, so Regierungspräsident Hermann Strampfer.
     
    Die Schutzgebietsverordnung wurde nun im Gesetzblatt für Baden-Württemberg verkündet. Die zugehörigen Karten werden bei den unteren Verwaltungsbehörden zur Einsicht ausgelegt. Damit ist das wichtige Wasservorkommen „fit für die Zukunft“ und der Verbraucher kann sich weiterhin darauf verlassen, dass ein reines und natürliches Trinkwasser aus dem Wasserhahn fließt. Es ist das Lebensmittel Nummer eins und durch nichts zu ersetzen.
     
    Die Schutzgebietsverordnung und die zugehörigen Karten können im Internet www.rp-tuebingen.de unter Bekanntmachungen/Wasserschutzgebietsverfahren eingesehen werden.

    Hintergrundinformation:
    Der Wasserbedarf der öffentlichen Wasserversorgung in Baden-Württemberg wird zu rund 75 % aus Grund- und Quellwasser und zu rund 25 % aus Oberflächenwasser gedeckt. Um das Grund-, Quell- und Oberflächenwasser gegen Verunreinigungen zu schützen, werden im Einzugsbereich der Wasserfassungen Wasserschutzgebiete festgesetzt. Auf Grund der geologischen, hydrologischen und topographischen Verhältnisse werden die Schutzgebiete in drei Zonen eingeteilt: Fassungsbereich (I), Engere Schutzzone (II) und Weitere Schutzzone (III). In den einzelnen Zonen sind jeweils bestimmte Nutzungen und Einrichtungen untersagt.
     
    In Baden-Württemberg sind derzeit ca. 2.300 Wasserschutzgebiete mit einer Gesamtfläche von rund 9.500 km2 festgesetzt. Dies entspricht einem Viertel der Landesfläche.
     
    Mit einer Fläche von 502 Quadratkilometern ist das Wasserschutzgebiet Donauried-Hürbe das größte in Baden- Württemberg.

    Bildunterschrift:
    Übersichtskarten des Wasserschutzgebiets Donauried-Hürbe

    Hinweis für die Redaktionen:
    Für Fragen zu dieser Pressemitteilung steht Ihnen Herr Carsten Dehner, Pressereferent, Tel.: 07071/757-3080, gerne zur Verfügung.
Symbolbild, Bacho Foto - Fotolia 

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