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  • Abteilung 5
    20.08.2019
    Donau wird naturnaher gestaltet
    Naturferne Uferbefestigung wird unterhalb der Ortslage Hundersingen entfernt
     Beseitigung der Uferbefestigung; © RP Tübingen - Michael Traum

    ​Die Donau unterhalb der Ortslage Hundersingen in der Gemeinde Herbertingen wird seit dieser Woche auf einer Länge von rund 1.000 Meter von der bisherigen naturfernen Uferbefestigung befreit. Die Arbeiten an der naturnahen Umgestaltung des Donauufers dauern rund zwei Wochen. Der Landesbetrieb Gewässer am Regierungspräsidium Tübingen realisiert das Revitalisierungsprojekt.

    Im vorigen Jahrhundert wurden die Bäche und Flüsse begradigt, ausgebaut und das Ufer befestigt. Um den ökologischen Zustand der Donau zu verbessern und die natürliche Erosion zu unterstützen, werden die naturfernen, teilweise beschädigten oder nicht mehr wirksamen Befestigungen des Donauufers unterhalb von Hundersingen auf beiden Uferseiten entfernt.

    Vom Landesbetrieb Gewässer werden innerhalb der nächsten zwei Wochen flussabwärts von Flusskilometer 2661+750 auf einer Länge von rund 1.000 Meter die vorhandenen Uferbefestigungen beseitigt. Die teilweise aus Drahtschotterkörben bestehenden Befestigungen werden entfernt und die Steine aus den Körben zur Verbesserung der Gewässerstruktur in die Donau als Buhnen, Störsteine oder Inseln eingebaut.

    Mit Hilfe dieser Buhnen, Störsteinen und Inseln können sich in der Donau unterschiedliche Strömungsbereiche mit stark wechselnden Fließgeschwindigkeiten und unterschiedlichen Substrate bilden.

    Zum Schutz der Fischfauna wird im ersten Schritt in Zusammenarbeit mit dem Kreisfischereiverein der Arbeitsbereich abgefischt. Ein sogenannter Schreitbagger unterstützt bei der Entfernung der Uferbefestigung. Dabei werden die Drahtschotterwalzen aufgeschnitten, der Draht wird entnommen und die Steine verbleiben im Gewässer. In Bereichen in denen Steinschüttungen vorhanden sind, werden die Steine aus der Böschung entfernt und ebenfalls ins Gewässer eingebracht. Damit ist eine natürliche Seitenerosion und eigendynamische Entwicklung möglich.

    Aus Sicherheitsgründen und Gründen des Gehölzschutzes finden die Arbeiten hauptsächlich vom Gewässer aus statt. Die Maßnahme ist mit Vertreterinnen und Vertretern des Naturschutzes, der Fischerei, der Gemeinde und des Landratsamtes abgestimmt.

    Hintergrundinformationen:
    Für die Maßnahme war eine FFH-Vorprüfung und Abstimmung mit verschiedenen Beteiligten erforderlich. Nach einer nur einjährigen Planungsphase hat am 20. Mai 2019 der Ortschaftsrat von Hundersingen der Maßnahme zugestimmt. Mit der Gemeinde Herbertingen konnten über einen Flurstückstausch die Gewässerrandstreifen oder Ufergrundstücke nun komplett in das Eigentum des Landes überführt werden. Zum Schutze der Sohle werden die Arbeiten mit einem sogenannten Schreitbagger ausgeführt. Durch breite Reifen und seiner außergewöhnlichen Beweglichkeit werden die Gewässersohle und der Uferbewuchs geschont.

    Bild: Der Bagger hat auf den ersten zehn Metern die Uferbefestigung an der Donau entfernt; © Regierungspräsidium Tübingen - Michael Traum

    Hinweis für die Redaktionen:
    Für Fragen zu dieser Pressemitteilung steht Ihnen Frau Katrin Rochner, Pressesprecherin, Telefon: 07071 757-3131, gerne zur Verfügung.

Symbolbild, Bacho Foto - Fotolia 

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