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  • Abteilung 5
    16.09.2019
    Exkursion im Vogelschutzgebiet Südwestalb und Oberes Donautal
    Informationsveranstaltung zu Natura 2000-Gebiet am 19.09.2019

    ​Das Regierungspräsidium Tübingen informiert am 19.09.2019 über den Natura 2000-Managementplan für das Vogelschutzgebiet „Südwestalb und Oberes Donautal“. Das Gebiet erstreckt sich über die Landkreise Rottweil, Sigmaringen, Tübingen, Tuttlingen und Zollernalbkreis.

    Am Donnerstag, 19. September 2019 sind interessierte Bürgerinnen und Bürger, insbesondere Landnutzer, Eigentümer und die von der Planung berührten Behörden, Kommunen und Verbände zur Informationsveranstaltung für das europäische Schutzgebiet eingeladen. Die Veranstaltung beginnt um 15:30 Uhr am Wanderparkplatz am nordöstlichen Rand des Naturschutzgebietes „Alter Berg“ bei Böttingen im Landkreis Tuttlingen.

    Die für das Gebiet zuständigen Ansprechpersonen im Regierungspräsidium Tübingen informieren im Rahmen der Veranstaltung über Natura 2000, insbesondere in Bezug auf das Vogelschutzgebiet und das Verfahren der Managementplanerstellung. Experten der beauftragten Gutachterbüros erläutern die Bedeutung des Gebiets für das Schutzgebietsnetz und stellen für den Naturraum typische, geschützte Vogelarten und deren Lebensräume vor.

    Die Bearbeitung des Managementplans erfolgt seit Frühjahr 2019 im Auftrag des Regierungspräsidiums Tübingen. In der ersten Bearbeitungsphase werden die Vorkommen der schützenswerten Vogelarten im Gelände erfasst und ihr Zustand bewertet. Die Erhebungen erfolgen von Februar 2019 bis voraussichtlich Oktober 2020. Die Kartier- und Bewertungsergebnisse sind Grundlage für die Formulierung von Zielen und Maßnahmen für die Artenvorkommen im Managementplan.

    Für den Managementplan wird voraussichtlich im Winter 2021 ein Beirat gebildet, um den Entwurf der Ziel- und Maßnahmenplanung abzustimmen. Der Beirat wird sich aus Vertreterinnen und Vertretern von Kommunen, anerkannten Naturschutzverbänden, Verbänden privater Waldeigentümer, landwirtschaftlichen Berufsvertretungen, Sportverbänden, den unteren Naturschutz-, Forst- und Landwirtschaftsbehörden, der Wasserwirtschafts-verwaltung und ggf. weiteren, durch die Planung berührten Behörden und Verbänden zusammensetzen.

    Im Anschluss werden die überarbeiteten Planentwürfe öffentlich ausgelegt und alle interessierten Bürgerinnen und Bürger haben die Möglichkeit, eine Stellungnahme abzugeben. Im Jahr 2022 sollen die Pläne fertiggestellt werden.

    Hintergrundinformationen:
    Natura 2000 ist ein europaweites Netz aus Fauna-Flora-Habitat (FFH)- und Vogelschutzgebieten mit dem Ziel, Lebensräume und Artenvorkommen von europäischer Bedeutung zu erhalten und damit die biologische Vielfalt und das Naturerbe zu bewahren. Rechtliche Grundlagen sind die Vogelschutzrichtlinie von 1979 und die FFH-Richtlinie von 1992 (Fauna = Tiere, Flora = Pflanzen, Habitat = Lebensraum). In den genannten Richtlinien werden Lebensräume bzw. Arten aufgeführt, für deren Erhaltung Schutzgebiete auszuweisen sind. In Baden-Württemberg gibt es beispielsweise für 36 Brutvogelarten und 39 Zugvogelarten spezielle Vogelschutzgebiete, um die Lebensräume dieser Tiere zu schützen. Alle gemeldeten FFH- und Vogelschutzgebiete bilden zusammen das europäische Schutzgebietsnetz Natura 2000.

    Für jedes Natura 2000-Gebiet wird in Baden-Württemberg ein Managementplan erstellt. Auf der Grundlage einer aktuellen Erhebung und Bewertung der Lebensraum- und Artenvorkommen im Gebiet formuliert der Managementplan Maßnahmen, die geeignet sind, diese Lebensräume und Arten langfristig zu erhalten und zu fördern. Damit werden die Aufgaben erfüllt, die sich aus den europäischen Naturschutzrichtlinien für jeden Mitgliedsstaat ergeben.

    Weitere Informationen zum Thema sind im Internet unter:

    https://rp.baden-wuerttemberg.de/Themen/Natur/Seiten/Natura2000-Karte.aspx,

    https://www.lubw.baden-wuerttemberg.de/natur-und-landschaft/europaeische-naturschutzrichtlinien und

    https://rp.baden-wuerttemberg.de/rpt/Abt5/Ref56/Natura2000/Seiten/default.aspx 

    einsehbar.

    Hinweis für die Redaktionen:
    Für Fragen zu dieser Pressemitteilung steht Ihnen Frau Katrin Rochner, Pressesprecherin, Telefon: 07071 757-3131, gerne zur Verfügung.

Symbolbild, Bacho Foto - Fotolia 

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