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  • Abteilung 4
    18.12.2019
    B 311, Querspange zur B30 bei Erbach
    Nächste Phase für den Bau der Querspange startet

    ​Mit der Veröffentlichung der Ausschreibung zweier Brücken über die Donau und den Donaukanal südlich von Donaurieden im EU-Amtsblatt am 12. Dezember 2019 hat das Regierungspräsidium Tübingen die nächste Phase für den Bau der Querspange zur B 30 gestartet. Bis zum 5. März 2020 haben die Baufirmen nun Zeit, ihre Angebote abzugeben.

    Über die Donau wird eine Spannbetonbrücke mit 116 Metern Länge und 11,60 Metern Breite entstehen. Die Brücke über den Donaukanal ist 114 Meter lang, ebenfalls 11,60 Meter breit und hat auch einen Spannbetonüberbau. Verbunden werden die Bauwerke durch einen rund 80 Meter langen Damm ca. 6 Meter über dem derzeitigen Gelände. Für die Herstellung der neuen Bauwerke werden im Sommer 2020 zunächst zwei Baustraßen von der B 311 zum Donauufer und von der Kreisstraße K7373 zum Ufer des Donaukanals gebaut. Somit kann weitestgehend auf die Benutzung des Feldwegenetzes verzichtet werden. Anschließend wird eine Hilfsbrücke in Stahlbauweise über den Donaukanal errichtet, um das Baufeld zwischen den beiden Bauwerken zu erschließen. Dies ist notwendig, weil die schweren Baugeräte die Baustelle über die vorhandenen Wege und Brücken nicht erreichen können. Erst danach kann mit den Gründungsarbeiten begonnen werden. Gegründet werden die Bauwerke auf bis zu 20 Meter langen Bohrpfählen. Die Fertigstellung der Brücken ist für Herbst 2022 geplant. Die Kosten für die beiden Brückenbaumaßnahmen, die Hilfsbrücke, die Zuwegung sowie die Baustelleneinrichtung in Höhe von rund 12,5 Millionen Euro trägt der Bund.

    Für zehn weitere Brücken und den Straßenbau laufen die Planungen parallel weiter. Derzeit werden noch ergänzende Baugrunduntersuchungen vorbereitet, bevor im nächsten Jahr weitere Brücken ausgeschrieben werden können. In den folgenden Jahren werden dann immer mehrere Brücken gleichzeitig gebaut. Im Jahr 2022 soll schließlich mit den Straßenbauarbeiten begonnen werden. Der Abschluss der Straßen- und Brückenbauarbeiten ist Ende 2023 vorgesehen.

    Seit Mai 2019 ist bereits die erste von insgesamt 13 Brücken der Querspange im Bau. Für dieses Bauwerk, welches die Bahnlinie Ulm – Friedrichshafen nahe Dellmensingen quert, wird in einem nächsten Arbeitsschritt der Überbau in Angriff genommen. Im kommenden Frühjahr folgen dann die Restarbeiten zur Fertigstellung der Brücke. Außerdem wurden vorgezogene Naturschutz-Maßnahmen umgesetzt, um spätere Eingriffe vorab auszugleichen und die Lebensraumfunktion für verschiedene betroffene Arten aufrecht zu erhalten. Als größte Maßnahme wurde 2017 bei Dellmensingen ein regelbarer Polder gebaut und 2018 in Betrieb genommen. Hier entstand ein rund 5,8 Hektar großes künstliches Becken mit einer Tiefe von bis zu 1,50 Metern. Die Kosten für den umfangreichen Erdbau und die erforderliche Technik beliefen sich auf rund 2,3 Millionen Euro. Ein im Planfeststellungsbeschluss verankertes Wassermanagement sorgt über die Jahreszeiten hinweg für wechselnde Wasserstände, damit der Polder Limikolen, Wat- und Wasservögeln als Ausgleichs- und Ersatzlebensraum dienen kann. Dabei wird regelmäßig durch Fachleute überprüft, ob die Maßnahme ihre Funktion erfüllt. Im Rahmen dieses Monitorings hat sich gezeigt, dass der Polder von den Zielvogelarten vielfältig angenommen wird. Nach dem Polder wurden im Herbst 2018 und im Frühjahr 2019 noch weitere vorgezogene Naturschutzmaßnahmen an Rot und Westernach sowie im Umfeld der zukünftigen Trasse der Querspange realisiert.

    Hinweis für die Redaktionen:
    Für Fragen zu dieser Pressemitteilung steht Ihnen Herr Dirk Abel, Pressesprecher, Tel.: 07071 757-3005, gerne zur Verfügung.

Symbolbild, Bacho Foto - Fotolia 

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