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  • 24.06.2015
    RadNETZ Baden-Württemberg
    Ministerium für Verkehr und Infrastruktur informierte Landkreise, Städte und Gemeinden im Regierungspräsidium Tübingen über den Stand der Planungen

    ​Das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur hat am 24. Juni 2015 die Landkreise, Städte und Gemeinden im Regierungsbezirk Tübingen zu einer Informationsveranstaltung zum RadNETZ Baden-Württemberg in das Regierungspräsidium Tübingen eingeladen. Rund 40 Personen waren der Einladung gefolgt, um sich über die nächsten Schritte bei der Realisierung des RadNETZes zu informieren und ihre Fragen mit den Projektverantwortlichen im Ministerium und den RadNETZ-Planungsbüros DR. BRENNER INGENIEURGESELLSCHAFT MBH und VIA eG zu besprechen.

    „Ob Planung und Bau von Radwegen an Bundes- und Landesstraßen oder Förderung kommunaler Radverkehrsinfrastruktur, das Regierungspräsidium Tübingen ist Beteiligter und wichtiger Partner bei der Umsetzung des RadNETZes Baden-Württemberg. Wir freuen uns, dass Sie bei der heutigen Veranstaltung unsere Gäste sind“, so begrüßte Abteilungspräsident Josef Bild die Teilnehmer der „NETZwerkveranstaltung”.
    “Vor einem Jahr hat die Landesregierung Baden-Württemberg das Projekt RadNETZ gestartet. Unser Ziel ist, die Mittel- und Oberzentren des Landes auf 8.000 Kilometern alltagstauglichen Wegen miteinander zu verbinden. Um den Radverkehr zu fördern und attraktiver zu gestalten, schließen wir Lücken im Radnetz und erhalten so ein flächendeckendes, durchgängiges Routennetz alltagstauglicher Fahrradverbindungen. Nach einem intensiven Dialogprozess liegt jetzt ein mit den Städten, Gemeinden und Landkreisen abgestimmtes RadNETZ für Baden-Württemberg vor. Der erste Meilenstein ist erreicht. Nun wollen wir gemeinsam die Umsetzung angehen.“ so Judith Schelkle, Mitarbeiterin im zuständigen Referat des Ministeriums für Verkehr und Infrastruktur (MVI) Baden-Württemberg.
     
    Von Schutzstreifen, Beschilderungsmaßnahmen bis zu neuen Infrastrukturmaßnahmen: den Verantwortlichen vor Ort stellen sich bei der Umsetzung des RadNETZes in der Fläche viele praktische Fragen. Im Regierungspräsidium Tübingen gab es daher neben Fachbeiträgen auch die Möglichkeit, sich in einer „Tour de NETZ“ über einzelne Themen wie Qualitätsstandards, Wegweisung oder Förderungsmöglichkeiten zu informieren und Musterlösungen kennenzulernen. Bei der abschließenden Podiumsdiskussion beantworteten die Vertreter des Landes und der RadNETZ-Planungsbüros die Fragen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
     
    Der Großteil des RadNETZes liegt in kommunaler Baulast. „Dem Land geht es darum, nach der intensiven Abstimmung der Routenführung mit den Städten, Gemeinden und Landkreisen die Kommunen nun auch bei der Umsetzung vor Ort zu unterstützen.“ betonte Schelkle. Mit der Förderung kommunaler Radverkehrsinfrastruktur nach dem Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG), der Verstärkung der Mittel für Radwege an Landesstraßeneiner umfassenden Bestandserfassung, der kreisübergreifenden Abstimmung der Routen, netzweiten Qualitätsstandards und konkreten Planungshilfen für die kommunalen Baulastträger trägt das Land dazu bei, die Realisierung des RadNETZ voranzutreiben.

    Hinweis für die Redaktionen:
    Für Fragen zu dieser Pressemitteilung steht Ihnen Herr Dr. Steffen Fink, Pressereferent, Tel.: 07071/757-3076, gerne zur Verfügung.
     
    Hintergrund:
    Mit dem RadNETZ setzt das Land gemeinsam mit den Städten, Gemeinden und Landkreisen einen neuen Qualitätsstandard in der Radverkehrspolitik. Ziel ist ein flächendeckendes, durchgängiges Netz alltagstauglicher Fahrradrouten, das die Mittel- und Oberzentren des Landes miteinander verbindet. Das RadNETZ Baden-Württemberg soll sich durch sichere und komfortable Streckenführung, einheitliche und durchgängige Beschilderung auszeichnen. Auch die touristischen Landesradfernwege sind Bestandteile des RadNETZes. Vervollständigt wird das Angebot durch die Radverkehrsnetze auf Ebene der Landkreise sowie der Städte und Gemeinden.
    Es wurden verschiedene Routen-Alternativen geprüft, sämtliche Strecken erfasst und ausgewertet und die örtlichen Planungen berücksichtigt. Dann wurde eine umfassende Bestandsaufnahme durchgeführt. Zur Ermittlung des Zustands wurden Strecken im Umfang von rund 8.000 Kilometern befahren und aus Radfahrerperspektive ausgewertet. Erfahrene Ingenieurbüros identifizierten entscheidende Qualitätsmängel oder Lücken im Netz und erstellten Empfehlungen für eine zügige und kosteneffiziente Verbesserung.
    Die Routen des RadNETZes sollen zunächst möglichst schnell so hergerichtet werden, dass diese durchgängig sicher befahren werden können. Nur Routen, die den Mindestkriterien entsprechen werden beschildert. Darüber hinaus soll das RadNETZ Schritt für Schritt weiter verbessert werden. Um die einfache Orientierung und durchgängige Qualität sicherzustellen, wird das Land Baden-Württemberg sowohl die Finanzierung der Erstausstattung sowie künftig die konsequente Pflege und Wartung der Beschilderung für das gesamte RadNETZ übernehmen. Ziel ist es, das gesamte RadNETZ Baden-Württemberg attraktiv und sicher nach dem aktuellen Stand der Technik auszubauen.
    Weitere Informationen im Internet unter www.mvi.baden-wuerttemberg.de, www.radkultur-bw.de und www.fahrradland-bw.de/radverkehr-in-bw/infrastruktur/das-radnetz-baden-wuerttemberg/.
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