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  • Abteilung 5
    31.03.2016
    Geplante naturnahe Umgestaltung des Neckars beim Freibad in Tübingen
    Einladung zur zweiten öffentlichen Informationsveranstaltung am 09. April 2016 um 10:00 Uhr vor Ort

    ​Das Regierungspräsidium Tübingen beabsichtigt, dem Neckar im Bereich des Freibads Tübingen ein neues „Gesicht“ zu geben. Seit der ersten öffentlichen Informationsveranstaltung am 12. Dezember 2015 sind die Planungen, wie der Fluss auf einer Strecke von rund 500 Metern als Lebens- und Erholungsraum attraktiver wird, vorangeschritten.


    Das Regierungspräsidium wird in einer öffentlichen Informationsveranstaltung

     
    am Samstag, 09. April 2016, um 10:00 Uhr,
    Treffpunkt: Neckartal-Radweg auf Höhe Kastanienrondell in Richtung Tübinger Freibad (s. Karte)

     

     

    die aktuellen Planungserkenntnisse vorstellen und Fragen beantworten.

    Karte

    Hinweis: Bei schlechtem Wetter findet die Veranstaltung nicht vor Ort statt, sondern im Regierungspräsidium (Konrad-Adenauer-Straße 20, 72072 Tübingen); hierüber informiert am Vortag das Beteiligungsportal des Regierungspräsidiums Tübingen (https://rp.baden-wuerttemberg.de/Themen/WasserBoden/WRRL/Gewaesserentwicklung/Seiten/Umgestaltung_Neckar_Tue.aspx).

     
    Der Neckar ist derzeit auf weiten Strecken massiv und kanalartig ausgebaut. Dies führt dazu, dass er sich für aquatische Lebewesen nicht als Lebensraum eignet. Dementsprechend schlecht fällt auch die Gewässerstrukturkartierung aus; der Neckar liegt in besagtem Abschnitt in Klasse 6 von 7 („sehr stark verändert“; zweitschlechteste Einstufungsmöglichkeit).
     
    Die geplante Maßnahme dient dazu, den Neckar gewässerökologisch aufzuwerten. Zugleich sollen die Bewohnerinnen und Bewohner der Universitätsstadt Tübingen den Neckar künftig noch mehr als Kleinod der Naherholung erfahren und erleben können.
     
    Zum Vorhaben:
    Das Vorhaben wird zu keiner Verschlechterung der Hochwassersituation für An- und Unterlieger führen. Um dies sicherzustellen, wurde bereits im frühen Planungsstadium mittels eines aufwändigen Strömungsmodells das Strömungsverhalten bei unterschiedlichen Wasserständen sowie Uferausformungen bestimmt.
     
    Veränderungen sind hauptsächlich am rechten Ufer des Neckars vorgesehen. Dort soll zum einen die Uferberme so abgeflacht werden, dass die Wasserwechselzone vergrößert und der Neckar für Menschen einfacher zugänglich wird. Zum anderen ist vorgesehen, den harten Uferverbau zu entfernen und dadurch in Maßen eine Eigenentwicklung der Ufergestaltung zu ermöglichen. Durch das Aufbrechen der eintönigen Verhältnisse werden dynamische Prozesse begünstigt wie etwa Ablagerungen, Abbrüche und das Ausbilden von unterschiedlich tiefen Bereichen. Dadurch wird auch Lebensraum für die unterschiedlichsten Wasserbewohner geschaffen.
     
    Die vorhandenen Erholungsnutzungen (beispielsweise durch Kanuten, Angler und Spaziergänger) sollen weiterhin bestehen und künftig ein noch attraktiveres Umfeld vorfinden.
     
    Es ist dem Regierungspräsidium Tübingen ein Anliegen, die Bevölkerung fortlaufend über das Vorhaben zu informieren und Anregungen zur Planung aufzunehmen. Dies gilt ebenso für die Universitätsstadt Tübingen, die als Projektpartner eng in den Planungsprozess eingebunden ist.
     
    Hintergrundinformation:
    Der Neckar ist ein Gewässer erster Ordnung. Für den Ausbau und die Unterhaltung solcher Gewässer ist im Regierungsbezirk Tübingen das Regierungspräsidium Tübingen zuständig.
     
    Die geplante Umgestaltung des Neckars ist im Zusammenhang mit der EG-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) zu sehen. Diese Richtlinie verpflichtet die EU-Mitgliedstaaten, ihre Gewässer bis spätestens 2027 in einen guten ökologischen Zustand zu bringen.
     
    Hinweis für die Redaktionen
    Für Fragen zu dieser Pressemitteilung steht Ihnen Herr Simon Kistner, Pressereferent, Tel.: 07071/757-3080, gerne zur Verfügung. 
Symbolbild, Bacho Foto - Fotolia 

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