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  • Abteilung 01
    28.04.2016
    Eröffnung der Ausstellung „Frauen im Krieg und auf der Flucht“ im Regierungspräsidium Tübingen
     Die Künstler/innen von links nach rechts: Ahmed Amer, Rasha Deeb und Khadija Ghanem

    ​Regierungspräsident Jörg Schmidt eröffnete heute (28. April 2016) im Foyer des Tübinger Regierungspräsidiums die Ausstellung „Frauen im Krieg und auf der Flucht“. Mit beeindruckenden Bildern und ausdrucksstarken Skulpturen thematisieren die Künstlerinnen Khadija Ghanem, Rasha Deeb sowie der Künstler Ahmed Amer die Gedanken und Gefühle von Menschen, deren Welt im Krieg versinkt.

    Khadija Ghanem, Rasha Deeb und Ahmed Amer stammen aus Syrien und sie mussten miterleben, wie ihre Heimat von Terror und Krieg heimgesucht wurde. Davon erzählen sie mit ihrer Kunst, um, so die Erläuterung in ihrem Ausstellungskatalog, „in den Besucherinnen und Besuchern eine Ahnung davon wecken zu können, was Menschen bewegt, was sie denken, fühlen und erleben, während ihr Heimatland im Krieg versinkt und nichts bleibt als die Flucht.“
     
    Regierungspräsident Jörg Schmidt nahm in seinem Grußwort so auch Bezug auf das oftmals einschneidende Erlebnis der Flucht. Denn auch nach dem Verlassen der Heimat, unterwegs, gelten insbesondere Frauen als besonders gefährdet. „Die Erfahrungen auf der Odyssee einer Fliehenden haben für sie oftmals keinen geringeren Schrecken als die des Krieges selbst“, so Jörg Schmidt. Und er betont: „Wir in Deutschland  tragen daher eine Verantwortung gerade auch für Frauen, die ohne männliche Begleitung bei uns ankommen und Schutz suchen. Das Regierungspräsidium Tübingen bemüht sich, Frauen in seinen Erstaufnahmeeinrichtungen, dort, wo für die meisten ihre Flucht erstmals endet, besonderen Schutz zukommen zu lassen.“
     
    Auch in den Werken der Künstlerinnen und des Künstlers nimmt das Thema Gewalt und sexuelle Gewalt an Frauen auf der Flucht einen großen Platz ein. Für den Betrachter sind es schonungslose Bilder, die Betroffenheit auslösen.
    Seit ihrer Öffnung im Herbst 2014 wurden in der LEA in Meßstetten rund 24.000 Schutzsuchende registriert. Etwa die Hälfte davon stammt aus Syrien. Darunter waren auch die drei Künstler, die über Zufälle kreativ zusammen fanden und mit Unterstützung der in der Einrichtung tätigen Sozialarbeiterin Heike Schuller ihre erste Ausstellung schufen.
     
    „Manchmal sind es solche Zufälle im Leben, aus denen Großartiges entsteht“, resümiert Regierungspräsident Schmidt.

    Hinweis: Die Ausstellung „Frauen im Krieg und auf der Flucht“ ist bis zum 12. Mai 2016 im Foyer des Regierungspräsidiums Tübingen (1. Stock), Konrad-Adenauer-Straße 20, 72072 Tübingen, während der Geschäftszeiten (Montag bis Donnerstag von 9:00 Uhr bis 15:30 Uhr, Freitag bis 13:00 Uhr) zu sehen.
     
    Foto:
    Die Künstler/innen von links nach rechts: Ahmed Amer, Rasha Deeb und Khadija Ghanem
Symbolbild, Bacho Foto - Fotolia 

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