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  • Abteilung 5
    19.01.2015
    Regierungspräsidium Tübingen beginnt mit dem Umbau des Donaupegels in Beuron
    Der Landesbetrieb Gewässer des Regierungspräsidiums Tübingen hat in der vergangenen Woche (KW 3) mit dem Umbau des Donaupegels in Beuron begonnen
     Bauarbeiten am Pegel Beuron

    In den kommenden vier bis sechs Wochen wird die Baufirma Fensterle aus Ertingen das Ufer und den Sohlenbereich der Donau an der bereits bestehenden Messstelle neu gestalten. Mit dem Umbau soll die Datenqualität für die Hochwasservorhersage an der Donau weiter verbessert werden. Um dauerhaft die hohe Qualität der Abfluss- und Wasserstandsdaten zu gewährleisten, ist es erforderlich, die Abflussverhältnisse im Messbereich dauerhaft zu stabilisieren und wieder in ihren ursprünglichen Zustand zu versetzen.

    Über Jahre hinweg wurden die Sohle und die Uferböschungen durch viele abgelaufene Hochwasser in Mitleidenschaft gezogen. Die Sohle hat sich im Messbereich um mehr als einen Meter eingetieft. Als Folge sind die Böschungen nachgerutscht und haben zu großen Uferabbrüchen geführt. Durch diese Veränderungen des Messquerschnittes haben sich nun neue Strömungsverhältnisse ergeben. Zuverlässige und aussagekräftige Abflussmessungen in einer hohen Datenqualität waren deshalb nicht mehr möglich. Dies wird nun durch die Bauarbeiten behoben.

    Bild: Bauarbeiten am Pegel Beuron

    Auf einer Länge von ca. 150 m wird der Sohle durch Abtragungen und Auffüllungen wieder ein einheitliches Gefälle gegeben. Gleichzeitig werden die Uferböschungen neu aufgebaut und gegen Erosion gesichert. Dadurch werden dann gleichförmige Strömungsverhältnisse erreicht mit dem Ergebnis, anschließend wieder verlässliche Abflussdaten zu bekommen.

    In die Bauarbeiten wird auch die oberhalb der Messstelle gelegene Raue Rampe einbezogen. Hierdurch soll die ökologische Durchgängigkeit für Fische und Kleinlebewesen nochmals verbessert werden.

    Der Pegelbetrieb wird durch die Baumaßnahme nur gering beeinträchtigt. Die Hochwasservorhersage ist somit auch während der Bauzeit sichergestellt.

    Der Donaupegel Beuron besteht an seiner jetzigen Stelle bereits seit 42 Jahren. Er ist im Regierungsbezirk Tübingen eine von vier Messstellen an der Donau und ist für die Hochwasservorhersage der unterhalb liegenden Städte und Gemeinden sehr wichtig. Bei einem Wasserstand ab 230 cm werden automatisch die Polizei und das Regierungspräsidium über die Hochwassergefahr informiert. Auch für die Hochwasserschutzplanung und die Festlegung von Einleitungsmengen sind die Pegeldaten der Wasserstände und Wassermengen bei Niedrig-, Mittel- und Hochwasser wichtig. Unterschiedlichste Institutionen wie Behörden, Planungsbüros und private Interessenten nutzen die Daten.

    Für die Sohl- und Uferstabilisierung werden mehr als 3.000 Tonnen Kalksteine verbaut. Der Kostenaufwand für die gesamte Maßnahme liegt bei ca. 150.000 €. Die Kosten trägt das Land Baden-Württemberg.

    Bis zum Beginn der Vegetationsperiode im März sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass die Arbeiten an der Donau nicht durch zu hohe Wasserstände eingeschränkt werden.

    Hinweis für die Redaktionen
    Für Fragen steht Ihnen Herr Carsten Dehner, Pressereferent, Tel.: 07071 757-3080, gerne zur Verfügung

Symbolbild, Bacho Foto - Fotolia 

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