Befehle des Menübands überspringen
Zum Hauptinhalt wechseln
Sie sind hier: RP Internet »Tübingen »Pressemitteilung
Startwebsite des Internetauftritts des Regierungspräsidiums Tübingen

Schnellstart

  • Abteilung 5
    07.03.2017
    Projekt „Modellstadt Reutlingen“

    ​DURCHATMEN. MITMACHEN. – Alle Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, sich bis zum 22. März 2017 an der Diskussion der Maßnahmen zur Reduzierung der Luftschadstoffbelastungen in Reutlingen im Onlineportal der Landesregierung unter „www.beteiligungsportal-bw.de/luftreinhaltung-rt“ zu beteiligen.

    Wegen erhöhter Stickstoffdioxid-Belastungen in Reutlingen haben Experten über 20 mögliche Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität untersucht. Nun müssen die Maßnahmen ausgewählt werden, mit denen die Grenzwerte zukünftig eingehalten werden sollen. Die Ergebnisse der Untersuchung sind auf dem Beteiligungsportal des Landes dargestellt, so dass alle Bürgerinnen und Bürger über die Kommentarfunktion Anregungen oder Fragen mitteilen können. Die Kommentare werden vom Regierungspräsidium Tübingen gesammelt, beantwortet und werden in die Erarbeitung des Luftreinhaltplans miteinfließen. Im April wird ein Dokument mit den Antworten veröffentlicht.
     
    Am 22. Februar 2017 fand unter dem Motto „Durchatmen in Reutlingen – mit vereinten Kräften für die Luftreinhaltung“ die erste Informationsveranstaltung des Projekts „Modellstadt Reutlingen“ statt. Hier informierten sich rund 100 Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Gesellschaft und Politik im Spitalhof Reutlingen in Vorträgen und an Themenständen über die möglichen Maßnahmen für eine bessere Luftqualität in Reutlingen.
     
    Bei einer Podiumsdiskussion erklärte Ulrike Hotz, Erste Bürgermeisterin der Stadt Reutlingen: „Gesundheit, Klimaschutz und bezahlbare Mobilität – das sind zentrale Punkte, die es bei der Luftreinhaltung zu vereinen gilt. Wir müssen den Bürgerinnen und Bürgern alltagstaugliche Angebote machen, damit sie das Auto häufiger stehen lassen und auf Fahrrad und ÖPNV umsteigen“. Christoph Erdmenger, Abteilungsleiter Nachhaltige Mobilität im Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg, stellte ergänzend fest: „Bei der Luftreinhaltung gibt es nicht den einen Knopf, auf den wir drücken können und die Schadstoffe verschwinden. Wir müssen einen gesunden Mix aus verschiedenen Maßnahmen finden, der schnell umsetzbar und langfristig tragfähig ist.“
     
    Dann waren die Bürgerinnen und Bürger in der Veranstaltung gefragt: An Themenständen, die über die Maßnahmen sowie über Verursacher und Auswirkungen der Luftbelastung auf die Gesundheit informierten, kamen die Besucherinnen und Besucher mit dem Projektteam ins Gespräch. Sie erhielten so die Gelegenheit, ihre Fragen und Anregungen direkt auf den Infowänden anzubringen. Auf diese Weise entstand ein Meinungsbild, das soweit möglich, ähnlich wie die Kommentare im Onlineportal, in die Arbeit des Projektteams einfließen wird. Eine zweite öffentliche Informationsveranstaltung ist am 31. Mai 2017 abends im Spitalhof geplant.
     
    Hintergrundinformation:
    Mit dem Projekt „Modellstadt Reutlingen“ kommt das Regierungspräsidium Tübingen dem Auftrag des Verwaltungsgerichts Sigmaringen aus dessen Urteil vom 22. Oktober 2014 nach. In enger Zusammenarbeit mit den Projektpartnern – dem Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg und der Stadt Reutlingen – wird erarbeitet, was getan werden muss, um die Immissionsgrenzwerte in ganz Reutlingen schnellstmöglich einzuhalten.
     
    Die Grenzwerte für Feinstaub PM10 werden in Reutlingen seit 2014 eingehalten. Auch bei der Stickstoffdioxidbelastung geht der Trend in die richtige Richtung: an der straßennahen Messstation in der Reutlinger Lederstraße wurden nach 70 μg/m³ in 2015 in 2016 mit 66 µg/m³ eine geringere Belastung (vorläufiger Messwert) gemessen. Allerdings liegt auch dieser Wert noch deutlich über dem gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwert von 40 μg/m³.
     
    Weitere Informationen zum Projekt „Modellstadt Reutlingen“ und zur Luftreinhaltung in Reutlingen sind auf der Internetseite des Regierungspräsidiums Tübingen unter https://rp.baden-wuerttemberg.de/rpt/Abt5/Ref541/Luftreinhalteplaene/Seiten/Luftreinhaltung-Reutlingen.aspx eingestellt.
     
    Hinweis für die Redaktionen:
    Für Fragen zu dieser Pressemitteilung steht Ihnen Herr Simon Kistner, Pressereferent, Tel.: 07071/757-3080, gerne zur Verfügung.
Symbolbild, Bacho Foto - Fotolia 

Pressestelle

Konrad-Adenauer-Straße 20
72072 Tübingen
Sekretariat: Gudrun Gauß
07071 757-3009
07071 757-3190
pressestelle@rpt.bwl.de

Pressesprecher Dirk Abel 

Dirk Abel
Pressesprecher
Telefon 07071 757-3005

Stellvertretender Pressesprecher Dr. Steffen Fink 

Dr. Steffen Fink
Stv. Pressesprecher
Telefon 07071 757-3076