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  • Abteilung 5
    18.02.2015
    Biosphärengebiets-Partner engagieren sich für nachtaktive Tiere
    Produktion von Nistkästen läuft dank finanzieller Unterstützung der Allianz Umweltstiftung auf Hochtouren
     Frank Ehing, Johanna Kulessa, Petra Bernert und Michael Wiedmaier (v.l.n.r.) zeigen die Fledermaus- und Steinkauzkästen, die in der Schreinerei der JVA Rottenburg gefertigt werden

    Projekt „Tiere der Nacht“ schafft für Fledermäuse und nachtaktive Vögel über 500 neue Unterkünfte an Gebäuden und auf Grundstücken der Biosphärengebiets-Partner. Zahlreiche Gastronomie- und Hotelleriebetriebe, verarbeitende Unternehmen, Informationszentren und Natur- und Landschaftsführer der Partner-Initiative bieten „Asyl“ für die Tiere und verbessern das Nahrungsangebot. Das Naturschutzprojekt wird über die Partner-Initiative von der Allianz Umweltstiftung finanziert.

    Im Rahmen der Partner-Initiative hat die Geschäftsstelle des Biosphärengebiets Schwäbische Alb ein Naturschutzprojekt zugunsten von nachtaktiven Tieren im Biosphärengebiet angestoßen. Gebäude und Grundstück der an diesem Projekt teilnehmenden Biosphärengebiets-Partner wurden von Experten hinsichtlich Fledermaus- und Eulenfreundlichkeit begutachtet. Angestrebt werden eine Verbesserung der Nist- und Unterschlupfmöglichkeiten sowie des Nahrungsangebots. Standortangepasste Maßnahmen, wie beispielsweise das Anlegen einer Wiese mit vielen nachtblühenden Pflanzen oder das Anbringen eines Schleiereulen- oder Steinkauzkastens, sollen nach den Vor-Ort-Beratungen bei den Partnern in diesem Frühjahr umgesetzt werden.
    Die benötigte Anzahl der Nistkästen werden u.a. von den Werkstätten der Stiftung Lebenshilfe Zollernalb und der Justiz Vollzugsanstalt (JVA) Rottenburg sowie von den Sprungbrett-Werkstätten in Kißlegg hergestellt. Die Arbeiten dazu sind in vollem Gange, wovon sich Johanna Kulessa, verantwortlich in der Geschäftsstelle Biosphärengebiet Schwäbische Alb für die Partner-Initiative und Petra Bernert, Leiterin der Geschäftsstelle, vergangene Woche in Rottenburg vor Ort überzeugen konnten. Außerdem hat die Geschäftsstelle bereits eine auf die Region angepasste, besonders fledermausfreundliche Blühmischung zusammenstellen lassen, so dass die Tiere auch ausreichend Nahrungsquellen finden.
    „Einige Gebäude und Grundstücke der zertifizierten Partner bieten Tieren der Nacht bereits guten Unterschlupf. Bei den Vor-Ort-Beratungen konnten wir dennoch weiteres Potential erkennen. Mit der Umsetzung der individuellen Maßnahmen wird von den Biosphärengebiets-Partnern ein wichtiger Beitrag für den Bestandserhalt der Tiere in unserer Region geleistet“, erläutert Ingrid Kaipf, Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft Fledermausschutz Baden-Württembergs, die in diesem Rahmen als eine der insgesamt sechs Experten die Beratungen bei den zertifizierten Partnern durchgeführt hat.
    „Durch die Allianz Umweltstiftung kann dieses Projekt überhaupt realisiert werden“, fügt Petra Bernert, Leiterin der Geschäftsstelle des Biosphärengebiets hinzu. Denn die Allianz Umweltstiftung fördert das Biosphärengebiet Schwäbische Alb über zehn Jahre bei der Weiterentwicklung und Verstetigung der Partner-Initiative und bei Naturschutzprojekten wie diesem. 
    Auch im Programm des Biosphärenzentrums Schwäbische Alb finden Veranstaltungen zum Thema „Tiere der Nacht“ statt. Im Sommer 2014 haben über 35 begeisterte Nacht-Fans an einem sogenannten „Fledermauslauschen“ teilgenommen. Dabei wurden unter Leitung von Dr. Alfred Nagel und Elke Wunsch im Alten Lager in Münsingen die „flatternden Schatten der Nacht“ belauscht und bei ihren zackigen Jagdflügen beobachtet. Weitere Veranstaltungen rund um das Thema „Nacht“ gibt es im Winterprogramm des Biosphärenzentrums. Alle Veranstaltungen des Winterprogramms finden Sie unter www.biosphaerengebiet-alb.de
    Bildunterschrift
    Frank Ehing, Johanna Kulessa, Petra Bernert und Michael Wiedmaier (v.l.n.r.) zeigen die Fledermaus- und Steinkauzkästen, die in der Schreinerei der JVA Rottenburg gefertigt werden.

    Hinweis für die Redaktionen
    Für Fragen zu dieser Pressemitteilung stehen Ihnen Frau Katrin Rochner von der Geschäftsstelle Biosphärengebiet Schwäbische Alb, Tel.: 07381/932938-21, oder Carsten Dehner, Pressereferent, Regierungspräsidium Tübingen, Tel. 07071/757-3080, gerne zur Verfügung.
Symbolbild, Bacho Foto - Fotolia 

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