Frauenversammlung 2016 - Seite 3

oben: Heike Maurer, Referat 12

unten: PD Dr. K. Katharina Rall,
Universitätsklinikum Tübingen,

maurer.JPG

Heike Maurer, Referat 12, präsentierte als nächste Rednerin die aktuellen Zahlen des Chancengleichheitsplans, welche sie in Kooperation mit Jasmin Helber, Referat 12, und unter Beteiligung der BfC in den vergangenen Monaten erstellte. Hier wurde auch der Novellierung des ChancenG Rechnung getragen, denn es wurden wie gesetzlich gefordert mehr Daten erhoben und ausgewertet, als dies früher der Fall war.

Einen Blick auf die erhobenen Daten lässt erkennen, dass der Frauenanteil in vielen Bereichen in den vergangenen fünf Jahren merklich nach oben gegangen ist. So ist der Gesamt-Frauenanteil am Regierungspräsidium von 37,4 % auf 42,3 % gestiegen. Bei den Beamtinnen ging der Wert von 26,8 % auf 36,2 % nach oben, im Tarifbereich herrscht mit 48,2 % eine nahezu paritätische Besetzung. Ein Blick auf die Laufbahngruppen zeigt, dass auch im mittleren Dienst eine paritätische Besetzung erreicht wurde, im gehobenen und im höheren Dienst liegt der Frauenanteil nach deutlicher Steigerung nun bei 38,4 % bzw. 36,4 %.

Trotz der Verbesserungen, die teilweise auch den Lohn- und Besoldungssektor betreffen, lassen sich nach wie vor zwei Handlungsfelder identifizieren. Zum einen sind Frauen nach wie vor in den oberen Lohn- und Besoldungsgruppen deutlich unterrepräsentiert, zum anderen zeigt sich eine deutliche Unterrepräsentanz von Frauen auf Führungsebene. Hier gilt es, in den kommenden Jahren gezielt an diesen Themen zu arbeiten, um eine weitere Verbesserung des Frauenanteils zu erreichen.

Neben den „nackten Zahlen“ beinhaltet der Chancengleichheitsplan auch eine große Liste an Maßnahmen, welches das Regierungspräsidium bereits praktiziert, um die berufliche Chancengleichheit sowie die Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf zu ermöglichen und zu verbessern.

dr.JPG
Den krönenden Abschluss der Frauenversammlung bildete der Vortrag „HPV positiv – was nun?“ von PD Dr. K. Katharina Rall, Oberärztin der Universitäts-Frauenklink Department für Frauengesundheit Tübingen und Leiterin der Kinder- und Jugendgynäkologie. Dr. Rall erklärte dabei, was humane Papillomviren (HPV) sind, wie weit verbreitet HPV-Infektionen sind und inwiefern sie Einfluss bei der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs haben können. Ebenso wurden die möglichen Folgen von HPV – Gebärmutterhalskrebs und dessen Vorstufen vorgestellt. Weiterhin stellte die Tübinger Ärztin spezifische Krebs-Vorsorgeuntersuchungen vor und appellierte eingehend an die Frauen, regelmäßig zu frauenärztlichen Vorsorgeuntersuchungen zu gehen, da diese einen entscheidenden Schritt bei der Krebsfrüherkennung spielen. Zudem informierte Dr. Rall über die derzeit zur Impfung gegen HPV zugelassenen Impfstoffe, die aufgrund fehlender Behandlungsmöglichkeiten momentan die einzige Option darstellen, sich vor einer HPV-Infektion zu schützen.

Abschließende Anmerkungen:

Alle Vorträge der Frauenversammlung sind im Intranet unter „Beauftragte für Chancengleichheit“ -> „Frauenversammlung“ für Sie hinterlegt, damit Sie bei Interesse nochmals nachlesen können. Die von Dr. Rall ausgelegten Flyer sind an der Pforte für Sie hinterlegt. Der Chancengleichheitsplan wird zeitnah im Intranet und Internet veröffentlicht.;

Seite 1
Seite 2