Hintergrund_Schulentwicklung

Ziele der regionalen Schulentwicklung an beruflichen Schulen

Ziel der regionalen Schulentwicklung ist die Weiterentwicklung und Anpassung der Bildungslandschaft und der Schulstrukturen an die veränderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. Wesentliche Einflussgrößen sind der demographische Wandel und das veränderte Schulwahlverhalten.

Die regionale Schulentwicklung soll sicherstellen, dass auch bei zurückgehenden Schülerzahlen alle Schülerinnen und Schüler in zumutbarer Erreichbarkeit den gewünschten Bildungsgang besuchen können bei einem gleichzeitig effektiven und effizienten Ressourceneinsatz.

Die Landesregierung hat in den Paragraphen 30a bis 30e Schulgesetz Regelungen zu den Zielen, den Verfahren und den Zuständigkeiten der regionalen Schulentwicklung festgelegt.

Wegen der großen Differenziertheit der Bildungsgänge an den beruflichen Schulen wurden im Nachgang in einer Rechtsverordnung ergänzende Regelungen zur regionalen Schulentwicklung an beruflichen Schulen getroffen. Im Kern enthält die Verordnung einerseits die Bedingungen für die Neueinrichtung von Bildungsgängen und andererseits für die Aufhebung von Bildungsgängen, deren Schülerzahlen kleiner als die Vorgaben sind. Außerdem werden Präzisierungen hinsichtlich der Verantwortlichkeiten und der zu beteiligenden Partner vorgenommen.

Die Sensibilität der Angelegenheit und die Komplexität der Entscheidungs- und Beteiligungsprozesse werden insbesondere deutlich, wenn die Frage im Raum steht, ob bestimmte Bildungsgänge weiterhin aufrechterhalten werden können bzw. an welchen Standorten ein konkretes Angebot aufgegeben werden muss.