Prüfstand

AUS DEN ABTEILUNGEN

 

von Melanie Bleyle

Im Rahmen einer Pressefahrt am 19. Juli 2016 stellten Kollegen der Abteilung 10 – Eich- und Beschusswesen Baden-Württemberg (EBBW) – die Eichung von Zapfsäulen an Tankstellen und die Kontrolle von Fertigpackungen mehreren Journalisten von Fernsehen, Zeitung und Radio vor.

10:00 Uhr: Jet-Tankstelle in Albstadt-Lautlingen


Aufmerksam hörten ca. 15 Journalisten den Ausführungen unseres Kollegen Falk Seidel (Referat 102) zu. Als Sachgebietsleiter für Volumenmessgeräte erläuterte und demonstrierte er, wie die Zapfsäulen an einer Tankstelle geprüft werden. Unterstützt wurde er dabei von Harald Stein (Referat 105.1). Als Fachmann des Eichamtes Albstadt weiß er genau, was zu tun ist – die Eichung von Tankstellen ist eine seiner Hauptaufgaben.

Zuerst werden die Komponenten der Anlage auf ihre Beschaffenheit geprüft. „Das ist wichtig, um Manipulationen zu entdecken“, erklärte Harald Stein. Danach führten die beiden eine messtechnische Prüfung durch. Es wurden unterschiedliche Mengen an Kraftstoff in die Prüfkolben abgefüllt. Harald Stein überprüfte, dass die getankte Menge nicht mehr als 0,5 % sowohl nach oben als auch nach unten abweicht. Im vorliegenden Fall war alles in Ordnung und das Eichkennzeichen kann aufgebracht werden.

 

Insgesamt wurden vergangenes Jahr ca. 18.800 Zapfsäulen von den Kollegen des EBBW untersucht. „Von den 18.800 geprüften, waren ca. 500 Zapfsäulen zu beanstanden“, so Falk Seidel. Beim Verkauf von Kraftstoffen an Tankstellen werden in Deutschland jährlich mehrere Milliarden Euro umgesetzt. Entsprechend wichtig ist, dass die Messgeräte richtig sind und regelmäßig geprüft werden, um die Verbraucher zu schützen.







12:00 Uhr: Eichamt Albstadt

Peter Schönleber, Leiter des Eichamts Albstadt, begrüßte die Teilnehmer der Pressefahrt. Zur Stärkung bot er allen eine Brezel und einen Kaffee an. Dabei wurden die noch offenen Fragen des Vormittags besprochen.

 

12:30 Uhr: Labor für Fertigpackungen 

Andreas Fritz (Referat 104), Sachgebietsleiter für Fertig-packungen, erklärte zunächst anhand einer Präsentation die Aufgaben bei der Überprüfung von Fertigpackungen. Da heutzutage eine Vielzahl von Produkten für den täglichen Bedarf bereits fertig verpackt in den Handel kommt, ist es wichtig, die darauf angegebene Menge zu überprüfen. „Das Eich- und Beschusswesen kontrolliert zum Beispiel den Inhalt von abgepackter Wurst, von Kosmetika, aber auch von Farben im Baumarkt“, so Fritz.

Nach den allgemeinen Erläuterungen führte Frank Mierse (Referat 105.1) vom Eichamt Albstadt die messtechnische Prüfung von Reinigungsmitteln durch. Er stellte die Produkte nacheinander auf die Waage, um das Gewicht zu bestimmen. Anschließend wurde die Dichte der Flüssigkeit ermittelt. Mit diesen beiden Werten errechnete Frank Mierse das Volumen und bewertete, ob jede einzelne Packung, die zugelassene Fehlergrenze einhält.

 

Im Jahre 2015 führte das EBBW insgesamt ca. 2.400 Proben bei Fertigpackungen gleicher Nennfüllmenge durch. Dabei ergab sich eine Beanstandungsquote von 12,8 Prozent. Im Jahr 2014 lag die Beanstandungsquote bei annähernd gleicher Prüfdichte noch bei 10,8 Prozent.



 



14:30 Uhr: Abschluss der Pressefahrt

Eine gelungene Pressefahrt wurde von Herrn Regierungspräsident Dr. Schmidt a. D. mit Dankesworten beendet. Sein Dank galt allen beteiligten Kolleginnen und Kollegen der Abt. 10 und der K-Stelle, deren Engagement dazu beigetragen hat, eine solche Veranstaltung durchzuführen.

Die in den darauffolgenden Tagen veröffentlichten Fernsehbeiträge, Zeitungs- und Radioberichte bestätigten diesen Eindruck. Es wurde sachlich richtig und positiv über die Arbeit des Eich- und Beschusswesen im Rahmen des Verbraucherschutzes berichtet.