Weihnachtsbrief 2016 von Herrn RP Tappeser




 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

ein Jahr, das nicht nur für das Regierungspräsidium Tübingen, sondern auch für mich ein ganz besonderes Jahr war, geht zu Ende. Mit meiner Ernennung zum Regierungspräsidenten am 11. Oktober ist eine lange Zeit der Ungewissheit in der Führung des Hauses zu Ende gegangen. Ich habe mich über den freundlichen Empfang gefreut, der mir von allen Seiten zu Teil wurde und für den ich mich an dieser Stelle nochmals ganz herzlich bedanke.

Ein Regierungspräsidium lässt sich nur in großem Vertrauen auf die Loyalität, die Kompetenz und Zuverlässigkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter führen. Aus meinen bisherigen Ämtern wusste ich bereits, dass im Regierungspräsidium Tübingen gute Arbeit geleistet wird. Und in den ersten Monaten, in denen ich nun im Haus bin, hat sich diese Meinung weiter verfestigt. Herzlichen Dank für Ihr großes Engagement, das Sie in Ihre Projekte und Aufgaben einfließen lassen.

Unsere Arbeit ist durch die enorme Vielfalt unserer Aufgaben, die in vielen Bereichen eng ineinander greifen, gekennzeichnet. Über viele Abteilungen hinweg setzen wir uns für die Stärkung des Ländlichen Raums ein. Einen wichtigen Anteil haben dabei die Verbesserung der Straßeninfrastruktur, die Agrar- und Strukturförderung oder die Schaffung der notwendigen Rahmenbedingung für gute Bildung. Die Verbesserung des Verbraucherschutzes ist in vielen Bereichen Ziel unserer Arbeit. Durch die Ausübung von Rechts- und Fachaufsicht garantieren wir rechtsstaatliches Handeln und schaffen Vertrauen in die Verlässlichkeit der öffentlichen Verwaltung. Einige neue Schwerpunkte sind mit der Bildung der neuen Landesregierung im Mai dieses Jahres hinzugekommen, an deren Umsetzung in den nächsten Jahren wir als Regierungspräsidium gemessen werden.

Schon seit einigen Jahren sind die Rahmenbedingungen unserer Arbeit nicht immer einfach. Jahre des Personalabbaus liegen hinter uns. Und gleichzeitig haben unsere Aufgaben immer weiter zugenommen. Ich freue mich deshalb, dass die Landesregierung inzwischen der Einsicht gefolgt ist, dass es für gute Arbeit motiviertes und gut qualifiziertes und eingearbeitetes Personal in ausreichender Stärke braucht, und das 1480er-Programm auch im nächsten Jahr ausgesetzt hat. Damit ist ein wichtiger Schritt getan, dass wir auch in Zukunft unseren gesetzlichen Auftrag in hoher Qualität erfüllen können. Das Regierungspräsidium Tübingen leistet mit dem Aktionsplan „Zukunftsorientierte Personalpolitik“ dazu seinen eigenen Beitrag. Ich bin sicher, dass sich mit dessen Umsetzung im kommenden Jahr die Rahmenbedingungen Ihrer Arbeit für Sie persönlich und zum Nutzen aller weiter verbessern werden.

Auch wenn wir unsere Arbeitsbedingungen beeinflussen können, ist die Arbeit der Regierungspräsidien doch stark von gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen geprägt. Zwei sehr wichtige Themen aus diesem Jahr machen das sehr deutlich. Bis in die erste Jahreshälfte hinein war die Bewältigung der Erstaufnahme von Flüchtlingen das beherrschende Thema des Hauses. Es hat den allermeisten von Ihnen einen außerordentlich hohen Einsatz abverlangt, weil praktisch jeder Bereich direkt oder indirekt von dieser gewaltigen Aufgabe berührt war. Auf der Grundlage des Standortkonzepts der Landesregierung geht es nun darum, die Erstaufnahme aus dem Krisenmodus in einen nachhaltig geregelten Betrieb zu überführen. Große Auswirkungen auf das Regierungspräsidium hat auch die Reform der Bund-Länder-Kompetenzen beim Straßenbau. Mit dem Übergang der Autobahnen in die bundeseigene Verwaltung werden wir zwar schmerzlich Kompetenzen abgeben müssen - der von den Ländern beim Bund erreichte Kompromiss, dass alle Bundesstraßen in der Auftragsverwaltung der Länder bleiben, erlaubt es uns aber weiterhin, die Entwicklung des regionale Straßennetzes wesentlich mitgestalten und dadurch zur Stärkung unseres Raumes beitragen zu können.

Für den gefundenen Kompromiss bin ich auch mit Blick unserer vielen Kolleginnen und Kollegen aus der Straßenbauverwaltung sehr dankbar, die tagtäglich mit ihrer Kompetenz und ihrem Engagement ihren Anteil dafür leisten, dass das Lebens der Menschen in unserem Bezirk gelingen kann. Der Kompromiss zeigt eine gute Perspektive auf, dass wir auch in Zukunft als Kolleginnen und Kollegen in der bewährten Struktur Tür an Tür arbeiten können. Für Weihnachten und das ausgehende Jahr 2016 ist das eine versöhnliche Botschaft.

 

Es ist mir ein großes Anliegen, Ihnen allen, die Sie im Jahr 2016 dazu beigetragen haben, dass das Regierungspräsidium Tübingen so gut da steht, zu danken. Danke für Ihre Arbeit und Ihr Engagement, mit dem Sie sich für das Regierungspräsidium und das Land Baden-Württemberg einbringen. Mein Dank gilt auch dem Personalrat, der Frauenvertretung, der Schwerbehindertenvertretung und allen, die sich bei den vielfältigen Aktivitäten in unserem Haus zum Wohl ihrer Kolleginnen und Kollegen eingesetzt haben.

Ihnen und Ihren Familien wünsche ich eine gesegnete Weihnacht, und dass Sie auch während der Feiertage ein wenig Zeit und Erholung für sich finden, damit das neue Jahr gesund und gut für Sie starte. Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit mit Ihnen.

Herzliche Grüße