Die Naturschützer tagten!





Jahrestagung Naturschutz im Regierungsbezirk Tübingen am 5. und 6. Juli 2017

von Josefine Gras, Referat 56

 

Die jährlich von Referat 56 – Naturschutz und Landschaftspflege organisierte zweitägige Fachtagung für ehrenamtliche Naturschutzbeauftragten (NB) und Mitarbeiter der unteren Naturschutzbehörden fand in diesem Jahr am 5. und 6. Juli in Rottenburg statt.  Bei dieser Tagung haben die Naturschutzbeauftragten traditionell Gelegenheit, sich mit speziellen Problemen oder Fragen direkt an den Regierungspräsidenten zu wenden. Regierungspräsident Klaus Tappeser, der – nach Landrat Joachim Walter und Erstem Bürgermeister Thomas Weigel – die 74 Teilnehmenden erstmals in seinem Amt als Regierungspräsident zu der Tagung begrüßte, bedankte sich ausdrücklich bei den Naturschützern für ihre Arbeit und würdigte sie als „treibende Kraft im Naturschutz vor Ort.“

Die Jahrestagung dient auch dem Austausch über aktuelle Themen und Entwicklungen aus der Naturschutzverwaltung – für die Referate 55 und 56 des Regierungspräsidiums jeweils vorgestellt von den Referatsleitern, Dr. Kratsch (55) und Dr. Burkhard Schall (56). Sie sprachen personelle Veränderungen und neue NSG-Verfahren an sowie weitere wichtige Vorhaben beider Referate.

Aus dem Umweltminsterium berichtete Ministerialdirigent Karl-Heinz Lieber, als neuer Abteilungsleiter für Naturschutz im UM selbst eine der wichtigen „neuen Personalien“ im staatlichen Naturschutz des Landes. Er trat am 1. Mai 2017  die Nachfolge des verstorbenen Wolfgang Baur an und war zuvor Referatsleiter für Forstpolitik und Öffentlichkeitsarbeit im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz.



Dass es auch fachlich weiterhin viele Berührungspunkte zwischen den Bereichen Naturschutz  und Wald- und Forsten“ gibt zeigten die Fachvorträge, die passenderweise dieses Jahr unter dem Thema „Naturschutz im Wald“ standen. Mitarbeiter der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt aus Freiburg berichteten u.a. aus ihrer Arbeit über die „Förderung von Lichtwaldarten“ und die „Waldweide als modernes Naturschutzkonzept“.

Der erste Teil der Tagung endet traditionell mit der Diskussionsrunde, eingeleitet von den Sprechern der Naturschutzbeauftragten, Jürgen Schmidt [Landessprecher der Naturschutzbeauftragten],und Christoph Heneka [Sprecher der NB im Regierungsbezirk]. 

Die Exkursionen am Abend des ersten Tages und am zweiten Tag zum zweiten Teil der Tagung führten die Teilnehmenden zu einem breiten Spektrum unterschiedlicher Aufgaben des Naturschutzes – von der Uferaufwertung an der Hinteren Neckarhalde bis zum erfolgreichen Wiederansiedlungsprojekt für Kiebitze und Grauammer im Neckartal.

Bei den Exkursionen wie auch in den bewusst reichlich bemessenen Pausen blieb Raum für persönlichen Austausch und Gespräche, wovon die Teilnehmenden gern Gebrauch machten. So dürfte sich ein Ziel der Veranstaltung, die Bereiche Naturschutz und Forst über den fachlichen Austausch hinaus auch auf persönlicher Ebene (noch weiter) zu verknüpfen, erfüllt haben.