Scheibengipfeltunnel

Tag der offenen Tür beim Scheibengipfeltunnel am 30.07.2017



Manuel Kosak

Referat 47.1 - Straßenbau Nord


Besucheransturm im Scheibengipfeltunnel
© Südwest Presse / Reutlinger Nachrichten Thomas Kiehl

Drei Monate vor der offiziellen Verkehrsfreigabe des Scheibengipfeltunnels veranstaltete das Referat 47.1 - Straßenbau Nord des Regierungspräsidiums Tübingen einen Tag der offenen Tür unter Mitwirkung des Landratsamts Reutlingen, der Stadt Reutlingen und der Gemeinde Eningen unter Achalm.

Rund 20.000 Besucher nutzten die Gelegenheit den knapp zwei Kilometer langen Straßentunnel, den Flucht- und Rettungsstollen, sowie die Betriebszentrale Süd zu besichtigen. Viele Besucher zeigten sich beeindruckt von den Dimensionen des Tunnels sowie der aufwendigen betriebstechnischen Ausstattung. Insbesondere von dem hohen Sicherheitsstandard rundum den Tunnel und über die damit verbundenen Investitionen. Die ersten Wissbegierigen waren bereits um 9 Uhr vor Ort - lange vor dem offiziellen Beginn der Veranstaltung. Dies zeigt die hohe Bedeutung der Maßnahme für die Bevölkerung.

Durch unterschiedliche Informations- und Präsentationsstände war es den Besuchern möglich, tiefe Einblicke in die Details zum Bau der Ortsumfahrung zu erhalten. Plakate informierten über den Baufortschritt des Tunnels und über die betriebstechnische Ausstattung. Über Filme wurden Fahrten durch den Tunnel (von Norden und von Süden) sowie ein Brandereignis innerhalb der Röhre simuliert.

An einem Infostand des Regierungspräsidiums Tübingen wurden die Ausbildungsmöglichkeiten in der Straßenbauverwaltung aufgezeigt. Die Straßenmeisterei Eningen u. A. präsentierte neben einem Tunnelwaschwagen, diverse weitere Geräte und Fahrzeuge. Enormes Interesse zeigten die Besucher auch am Stand der Feuerwehr Reutlingen.

Über den Tag verteilt strömten Jung und Alt zu Fuß, mit Rollern oder Kickboards durch den Tunnel bzw. den Flucht- und Rettungsstollen. Jene die sich mit einer der acht Fahrrad-Rikschas durch den Tunnel fahren lassen wollten, konnten eine Fahrt am Stand des „Unternehmens am Südportal“ buchen. Dieses Angebot wurde rege genutzt. Die Einnahmen aus der Aktion kommen dem Kinderschutzbund Reutlingen zugute. Die Tunneltechnik war so gefragt, dass die interessierten Besucher Wartezeiten bis zu einer Stunde in Kauf nahmen.

Um 14:00 Uhr begrüßte Regierungspräsident Klaus Tappeser die Besucher und dankte dem Projektteam, den Planungsbüros und Bauunternehmen für ihre erbrachten Leistungen. Der Scheibengipfeltunnel sei nicht nur die Ortsumfahrung von Reutlingen, sondern ein ganz wichtiger Baustein im Bundesstraßennetz von Baden-Württemberg. >>Der Tunnel ist Ingenieurskunst im wahrsten Sinne des Wortes<<. Im Anschluss folgten Ansprachen von Herrn Norbert Barthle MdB, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur sowie von Herrn Gert Klaiber, Leiter der Abteilung Straßenverkehr und Straßeninfrastruktur im Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg. Ministerialdirigent Gert Klaiber verwies in seiner Ansprache auf die langandauernde Geschichte des 135 Millionen Euro teuren Projekts.

Weitere Grußworte erfolgten durch Frau Ulrike Hotz, Erste Bürgermeisterin der Stadt Reutlingen sowie durch den Eninger Bürgermeister Alexander Schweizer. Am Südportal sorgten die ortsansässigen Vereine, die Eissportfreunde Reutlingen, TSV Eningen, die Narrenzünfte „Betzinger Krautskräga“ und „Scheibengipfel“ mit Roten, Steaks, Pommes und Getränken für das leibliche Wohl der Besucher. Neben dem Kaffeebus freute sich insbesondere die junge Generation über den Eisstand und das Kinderschminken. Die musikalische Unterhaltung übernahm wie bereits beim Bürgerfest 2015 die Stadtkapelle Reutlingen.

Die Kollegen des Baureferats, Mitarbeiter der beauftragten Ingenieurbüros und der ausführenden Firma standen an den einzelnen Infopunkten den Besuchern für alle Fragen Rede und Antwort.

Das Baureferat 47.1 - Straßenbau Nord blickt erfreut auf einen sehr gelungenen Tag der offenen Tür bei guter Stimmung und strahlendem Sonnenschein zurück.

Alle erforderlichen Arbeiten und Restleistungen wie z.B. die Herstellung der Lärmschutzwände und Fahrbahnmarkierungen sind bis zur Verkehrsfreigabe am 27. Oktober 2017 fertiggestellt worden.

Informationen zur Baumaßnahme sowie die o. a. Filme über den Bauablauf, die virtuellen Fahrten durch den Tunnel und die Brandfallsimulation, finden Sie auf der Internetseite des RP Tübingen.