Stand der Bearbeitung

2019:

Im Jahr 2019 wurde eine Projektgruppe mit Vertreterinnen und Vertretern der kommunalen Landesverbände, des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg, des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg, der unteren Wasserbehörden, der Flussgebietsbehörden bei den Regierungspräsidien, der Fischereibehörden, der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg, der WBW Fortbildungsgesellschaft für Gewässerentwicklung mbH und der Geschäftsstelle Gewässerökologie eingerichtet, die das Vorgehen der Landesstudie an den Gewässern II. Ordnung begleitet. Mit diesen Vertreterinnen und Vertretern wurde die Abgrenzung der über 700 Betrachtungsräume im Gewässer-Teilnetz der WRRL sowie der weitere Bearbeitungsprozess abgestimmt.

Die Abgrenzung der Betrachtungsräume und Klassifizierung der Gewässerabschnitte wurde im Anschluss mit Unterstützung der unteren Wasserbehörden sowie der Flussgebiets- und Fischereibehörden bei den Regierungspräsidien plausibilisiert. Dabei gingen insgesamt fast 800 einzelne Rückmeldungen bei der Geschäftsstelle Gewässerökologie ein, die im weiteren Projektverlauf entsprechend berücksichtigt wurden. Für jeden Betrachtungsraum wurde auf Basis einer Gewässernetzanalyse ermittelt, wie groß das strukturelle Defizit – gemessen in Kilometern Fließgewässerstrecke – ist. Diese Ergebnisse sind in die aktuellen Entwürfe der Bewirtschaftungspläne und Maßnahmenprogramme 2021 zur Umsetzung der WRRL eingeflossen. Im Zuge der Bearbeitung dieser Entwürfe wurde dann durch die Flussgebietsbehörden der finale strukturelle Maßnahmenumfang festgelegt.

2020:

Anhand fachlicher Kriterien wurde gemeinsam mit der Projektgruppe eine repräsentative Aus-wahl von Betrachtungsräumen getroffen (Pilot-Betrachtungsräume), in denen nun die Metho-den für die weitere Bearbeitung entwickelt und erprobt werden. Mit einer automatisierten Defizitanalyse wurde für diese Pilot-Betrachtungsräume in der ersten Jahreshälfte 2020 die räumliche Verteilung der strukturellen Defizite in den G.II.O. ermittelt. Die Ergebnisse wurden durch Vor-Ort Begehungen sowie anhand von Gewässerfotos plausibilisiert und angepasst.

2021

Schritt für Schritt werden derzeit für die Abschnitte mit strukturellem Defizit in den Pilot-Betrachtungsräumen geeignete Maßnahmentypen für eine Revitalisierung zugeordnet (wie z.B. Strukturverbesserung des Ufers). Dies erfolgt in einem computergestützten Prozess, der u.a. konkret zu behebende Gewässerdefizite vor Ort berücksichtigt. Auch diese Ergebnisse werden fachlich plausibilisiert.