Newsletter zum Neu- und Ausbau der B 33 zwischen Allensbach und Konstanz
Sollte sich der Newsletter nicht öffnen, dann können Sie ihn hier im Internetbrowser öffnen.
Mit diesem Newsletter informieren wir Sie regelmäßig über Planungs- und Baufortschritte auf der Großbaustelle.

Deckel drauf ab Ende März

Blick auf die Tunnelbaustelle
Derzeit werden die beiden Außenwände und die Innenwand der ersten drei Blöcke des Tunnel Röhrenberg erstellt. Da jeder Block eine Länge von ca. zehn Metern aufweist, sind also bereits 30 Meter Tunnelwand fertiggestellt. In den kommenden Wochen wird der so genannte Deckenschalwagen aufgebaut, sodass gegen Ende März mit der Herstellung der ersten Tunneldecke zu rechnen ist: „Sobald sich die Arbeiten mit dem Schalwagen eingespielt haben, rechnen wir im Schnitt mit einer Bauzeit von ein bis zwei Wochen pro Zehn-Meter-Regelblock“, erläutert Projektleiterin Selina Sprunk vom Regierungspräsidium.
Da der Tunnel aber nicht nur aus Regelblöcken bestehe, könne es teils auch zu längeren Taktzeiten kommen. Beispielsweise muss der Tunnel in der Mitte für eine Pannenbucht sowie dem Übergang zum Betriebsgebäude aufgeweitet werden. Darüber hinaus müssen Notruf-, Elektro-, Löschwasser- und Lüfternischen installliert werden, die bei Straßentunneln vorgesehen sind. Aber auch der Bauablauf muss durch die beengten Verhältnisse sowie die Aufrechterhaltung der Fuß- und Radwegführung und der Versorgungsleitungen oft angepasst werden.

Tunnelbetriebsgebäude im Zeitplan

Die Raumaufteilung lässt sich bereits erkennen, der Zugang über das Treppenhaus befindet sich rechts unten
Der Bau des Betriebsgebäudes des Tunnel Röhrenberg liegt weiterhin im Zeitplan. Derzeit werden die Arbeiten von einem Nachunternehmer der Arbeitsgemeinschaft, der Firma Zimmermann aus Steißlingen, ausgeführt. Aktuell werden im Betriebsgebäude die Innenwände gemauert. In den kommenden Wochen wird die Deckenschalung aufgebaut. Die Betonage ist gegen Ende März eingeplant. Anschließend werden die Arbeiten am Treppenhaus weitergeführt, dem späteren oberirdischen Zugang. Zeitgleich wird das unterirdische Gebäude mit Erde hinterfüllt und die Leitungen verlegt.
Mit der Umlegung des Verkehrs über das dann überschüttete Gebäude wird im Herbst 2025 gerechnet.

Hegne: Messeinrichtungen wurden eingebracht

Die Fläche der Vorkonsolidierung bei Hegne
In Hegne ist mittlerweile der Boden für die Vorkonsolidierung vorbereitet. Die Projektverantwortlichen haben knapp 8.000 sogenannte Dräns eingebracht. Über diese Textilschläuche, welche teils bis zu 40 Meter in den Boden reichen, soll das überschüssige Wasser abgeleitet werden, das per Kapillarkraft durch die aufzubringenden Erdmassen aus dem Boden gepresst wird.
Das Aufbringen der Erdmassen, die so genannte Schüttung, soll im März beginnen. Die Projektverantwortlichen verwenden dafür unter anderem den Aushub des Tunnel Röhrenberg, welcher bis zum Aufbringen zwischengelagert wird. Mit fast 120.000 Kubikmetern Erde soll der Boden zu Setzungen animiert werden. Erwartet werden Bodenbewegungen zwischen 30 und 130 Zentimetern – je nach Beschaffenheit des Untergrunds. Die Setzungen werden mit Messungen erfasst und überwacht: Dabei werden mit Wasser gefüllte Schläuche im Boden vergraben. Treten Setzungen auf, verformt sich der Schlauch und die Differenz kann per Sonde gemessen werden.

Optimismus, in Beton gegossen

Zielvorgabe für den Rohbau des Röhrenbergtunnels
Jetzt wird es klar: Das Regierungspräsidium schaut optimistisch in die Zukunft. Die Projektverantwortlichen sind sich bereits heute sicher, dass der Rohbau des Tunnel Röhrenberg wie vorgesehen 2028 beendet wird und haben Ihre Zuversicht in Stein gemeißelt (bzw. in Beton gegossen). Seit einigen Tagen ist am westlichen Tunnelportal die Zahl „2028“ sichtbar. Doch wie kann das sein, wenn gerade einmal 30 Meter Tunnel errichtet wurden?
Hintergrund ist, wie stets, eine Vorgabe: Jedes Bauwerk in Deutschland wird mit einer Jahreszahl versehen, welche sich nach dem Fertigstellungsdatum richtet. Diese wird in Form einer Matritze einbetoniert, später ausgeschalt und muss zwingend in Stationierungsrichtung am Tunneleingang angebracht werden – in diesem Falle also in Richtung Konstanz, da das Westportal von den Tunnelbauern als „Eingang“ definiert wurde und das Ostportal als „Ausgang“ gilt.
Wichtig hierbei: Die Jahreszahl bezieht sich auf die Fertigstellung des Rohbaus, welche auf Sommer 2028 terminiert wurde. Nach dem anschließenden Einbau der Betriebstechnik soll Ende 2029 die Verkehrsfreigabe erfolgen.

Drohnenfotos des Monats

Ein Blick auf die Behelfsbrücke
Erneut lohnt sich ein Blick auf unsere Projektwebsite - neben vielen Informationen zum Bauablauf finden Sie dort auch jeden Monat neue Drohnenfotos der Baustelle.

Impressum
Regierungspräsidium Freiburg
Abteilung 4 - Mobilität, Verkehr, Straßen
Freiheitstraße 8
78224 Singen
07731/8809-6800
b33_konstanz_allensbach@rpf.bwl.de
https://rp.baden-wuerttemberg.de/rpf/abt4/strassenbau/b33-allensbach/
