Rückhalteräume (RK I)
Die Umsetzung des IRP erfolgt größtenteils in Form von gesteuerten Rückhalteräumen. Im Bereich der freien Rheinstrecke nördlich von Iffezheim am Standort Elisabethenwört soll ein ungesteuerter Rückhalteraum, eine Dammrückverlegung, umgesetzt werden. Die südlichen Abschnitte des Rückhalteraums Weil-Breisach, die auf großer Fläche tiefergelegt (ausgekiest) werden, wirken ebenfalls ähnlich einer Dammrückverlegung.
Die Verbesserung des Hochwasserschutzes am Oberrhein in der freifließenden Rheinstrecke zwischen Iffezheim und Worms ist aufgrund der gestiegenen Hochwassergefahr durch den Staustufenbau dringend geboten.
Das IRP befindet sich mitten in der Umsetzung, eine Fertigstellung wird schnellstmöglich angestrebt. Eine Bereitstellung des vollständigen Retentionsvolumens wird in Anbetracht komplexer Genehmigungsverfahren und erforderlicher Bauzeiten nicht vor dem Jahre 2038 möglich sein. Für das IRP werden alle drei Jahre Ablauf- und Finanzierungspläne erstellt, fortgeschrieben und gegenüber dem Landtag von Baden-Württemberg berichtet (Bericht an den Landtag 2024). Die Investitionskosten für alle 13 Rückhalteräume des IRP belaufen sich nach aktuellem Stand danach auf rund 2,38 Milliarden Euro. Die Finanzierung erfolgt durch Landes- und Bundesmittel. Dem gegenüber steht mit rund 41 Milliarden Euro ein deutlich höherer, drohender Schaden allein für die Rheinanlieger Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen (Stand 2021).
Hochwasserrückhaltung am Oberrhein
Eindrücke aus verschiedenen Rückhalteräumen