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  • Abteilung 1
    09.03.2017
    Erfolgreiche Bergungsarbeiten im Bodensee des Kampfmittelbeseitigungsdienstes im Regierungspräsidium Stuttgart
    Internationale behördenübergreifende Kooperation ermöglicht Bergung eines vermutlich deutschen Lufttorpedos (F5W) aus dem zweiten Weltkrieg - Regierungspräsident Reimer lobt: „Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Bodenseeraum ist ein Musterbeispiel

    ​Am 8. März 2017 wurde durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst im Regierungspräsidium Stuttgart (KMBD) in Zusammenarbeit mit der Wasserschutzpolizei, dem baden-württembergischen Institut für Seeforschung (ISF), dem Schweizer Bundesamt für Rüstung armasuisse und der Schweizer Armee im Bodensee im Seegebiet vor Friedrichshafen-Manzell in ca. 10 m Wassertiefe erfolgreich ein deutscher Lufttorpedo (F5W) geborgen. Dieser Torpedotyp ist ca. 5,45 m lang, hat ein Gesamtgewicht von 700 bis 900 kg und verfügt in der Regel über eine Sprengladung von ca. 170 kg. Die Bergungsarbeiten hatten bereits am 21. Februar 2017 begonnen, wurden aber am 23. Februar 2017 witterungsbedingt bis 7. März 2017 unterbrochen.

    Regierungspräsident Wolfgang Reimer führt hierzu aus: „Nur dank der guten internationalen Kooperation zwischen dem KMBD, der Wasserschutzpolizei, dem ISF und unseren Partnern der Schweizer Armee und armasuisse ließ sich die Herausforderung der Bergung dieses Torpedos erfolgreich bewältigen. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Bodenseeraum ist ein Musterbeispiel für eine gelingende Gefahrenabwehr, die an Landesgrenzen nicht Halt macht. Mein Dank und meine Hochachtung gelten den eingesetzten Mitarbeitern vor Ort, die oft unter Einsatz ihres eigenen Lebens, Risiken und Gefahren für die Allgemeinheit abwehren und beseitigen.“

    Im Zuge der Erfassung der Beschaffenheit des Seeuntergrundes mittels Sidescan-Sonar durch das ISF wurde der Fundort als möglicher Bombenverdachtspunkt kategorisiert. Durch eine Überprüfung mittels eines Unterwasserroboters (Remotely Operated Vehicle  - ROV) erhärtete sich der Verdacht und konnte schließlich im Rahmen eines gemeinsamen Taucheinsatzes des KMBD und der Wasserschutzpolizei bestätigt werden. Aufgrund der Dimension der Bombe gestalteten sich die Bergungsarbeiten, welche bereits am Montag, 20. Februar begonnen hatten, sehr aufwändig.

    Im Bodensee kommt es auch über 70 Jahre nach Ende des zweiten Weltkrieges immer wieder zu Munitionsfunden. Zielorte der Abwürfe waren vielfach kriegswichtige Industrieanlagen beispielsweise  im Raum Friedrichshafen. Zuletzt wurde vor einigen Jahren im Bodensee vor der Insel Mainau eine BMC-Seemine geborgen.

    Anlage:
    Bilder (PDF, 1 MB) (Quelle: RP Stuttgart)

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