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  • Abteilung 4
    16.12.2014
    Ortsumfahrung Darmsheim an der Landesstrasse 1182 - Auftrag für die Tunnelbauarbeiten wurde erteilt
    „Mit der Vergabe des Auftrags für den Rohbau des Tunnels wurde das Herzstück der Ortsumgehung Darmsheim in Angriff genommen“, sagt Regierungspräsident Johannes Schmalzl

    Nach einer europaweiten Ausschreibung konnten nun die Rohbauarbeiten für den rund 460 Meter langen Tunnel Darmsheim beauftragt werden. Die Kosten der jetzt an die Wayss & Freytag Ingenieurbau AG vergebenen Arbeiten belaufen sich auf rund 13,5 Mio. Euro.

    „Mit der Vergabe des Auftrags für den Rohbau des Tunnels wurde das Herzstück der Ortsumgehung Darmsheim in Angriff genommen“, sagte Regierungspräsident Johannes Schmalzl und fügte hinzu: „Dies ist ein großer Schritt zur Realisierung des Tunnels. Dank des Engagements unserer Fachabteilung ist die Maßnahme voll im Zeitplan.

    Nach dem Abschluss der bisherigen Arbeiten im Tunnelvorfeld wird im Frühjahr 2015 der eigentliche Tunnelbau mit einem sogenannten Tunnelanschlag begonnen. Die dafür erforderlichen Vorarbeiten laufen nun auf Hochtouren.

    Der weitere Zeitplan sieht dann nach einer rund zweijährigen Bauzeit für den Tunnelrohbau anschließend den Einbau der Tunnelausstattung sowie die Straßenbauarbeiten vor. Mit der Gesamtfertigstellung kann voraussichtlich ab dem Jahr 2018 der Verkehr um Darmsheim herum geleitet werden.

    Die Gesamtkosten der Maßnahme betragen rund 33,5 Mio und werden vom Land getragen. 

    Hintergrund:

    Die Landesstraßen L1182/L1183 verbinden den Wirtschaftsraum Sindelfingen / Böblingen mit dem westlich angrenzenden Umland. Die vorliegende Planung einer Nordumfahrung von Darmsheim ist Bestandteil des Linienzuges der L1182. Sie beginnt im Westen nach der Anbindung des Sportgeländes „Eichelberg“ und endet östlich der Einmündung der K1004 in die L 1183.

    Der Tunnel Darmsheim besteht aus der 460 m langen Hauptröhre mit 2 Fahrstreifen und beidseitigen Notgehwegen. Ungefähr in Tunnelmitte zweigt ein begehbarer Rettungsstollen von der Hauptröhre ab. Der Rettungsstollen ist ca. 238 m lang und verläuft parallel zur Hauptröhre in Richtung Westportal.

    Der Tunnel wird, bis auf die Portalbereiche, in geschlossener Bauweise nach den Prinzipien der „Neuen Österreichischen Tunnelbauweise“ aufgefahren. In den Bereichen des Ost- und Westportals sind jeweils ca. 15 m lange Strecken in offener Bauweise vorgesehen. Die Länge der offenen Bauweisen in den Portalbereichen und die Ausbildung der Voreinschnitte ergibt sich aus den topographischen Verhältnissen und den geologischen Bedingungen.

    Im bergmännischen Abschnitt besteht der Tunnel aus einer zweischaligen Konstruktion, mit einer temporär tragfähigen Außenschale und einer Innenschale aus Stahlbeton. Der Tunnel kann weitgehend ohne statisch wirkende Betonsohle hergestellt werden. Die Innenschale wird beidseitig auf Fundamentbanketten aufgestellt. In den Tunneleingangsstrecken ist der Einbau eines statisch mitwirkenden Sohlgewölbes erforderlich. Die Länge der Strecke mit Sohlgewölbe beträgt im Westen ca. 27 m und im Osten ca. 33 m.

    Die offenen Bauweisen Ost und West sind einschließlich der Portale jeweils ca. 15 m lang. Sie erhalten, analog zu den anschließenden Tunneleingangsstrecken, ein statisch mitwirkendes Sohlgewölbe.

    Das Tunnelbauwerk wird als wasserundurchlässige Betonkonstruktion ausgebildet. Die Innenschale wird blockweise aus Stahlbeton mit einer Regelblocklänge von 10 m hergestellt.

    Der Rettungsstollen besteht aus einem in offener Bauweise hergestellten Portalbauwerk und einem in bergmännischer Bauweise aufzufahrenden Stollen. Der bergmännische Abschnitt des Rettungsstollens wird nach den Prinzipien der „Neuen Österreichischen Tunnelbauweise“ hergestellt.


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