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  • Abteilung 1
    12.01.2015
    Verabschiedung von Schwaigerns Bürgermeister Johannes Hauser und Einsetzung von Sabine Rotermund als Bürgermeisterin
    Regierungspräsident Johannes Schmalzl: „16 Jahre lang hat Johannes Hauser kompetent die Geschicke der Kommune gesteuert. Mit seiner Nachfolgerin sitzen nun 19 qualifizierte Frauen auf einem Chefsessel im Rathaus“

    Regierungspräsident Johannes Schmalzl sprach heute zur Verabschiedung von Bürgermeister Johannes Hauser und zur Amtseinsetzung von Sabine Rotermund als neuer Bürgermeisterin in Schwaigern (Landkreis Heilbronn). „Mit Johannes Hauser verabschieden wir einen erfahrenen und kompetenten Bürgermeister, der sich in den 16 Jahren seiner Amtszeit mit Verve für die Belange seiner Kommune eingesetzt hat. Er hat große Erfolge bei der Verkehrsinfrastruktur, der Stadterneuerung und der Schaffung zukunftsfester Schulstrukturen erreicht. Und auch über die Stadt hinaus hat er vorbildlich Verantwortung übernommen, zum Beispiel beim Hochwasserschutz“, so Schmalzl.

    „Zugleich dürfen wir mit Sabine Rotermund eine hoch qualifizierte Verwaltungsexpertin als Nachfolgerin willkommen heißen, was mich persönlich sehr freut. Im Regierungsbezirk Stuttgart sitzen nun 19 Frauen auf einem Chefsessel im Rathaus, darunter drei Oberbürgermeisterinnen. Landesweit gibt es 54 Oberbürgermeisterinnen und Bürgermeisterinnen.“ Der Regierungspräsident nutzte die Gelegenheit und warb darum, dass sich künftig noch mehr qualifizierte Frauen am Beispiel von Bürgermeisterin Rotermund orientierten und auf kommunale Spitzenämter bewerben. „Wenn sie antreten, haben sie auch gute Chancen, die Wahl für sich zu entscheiden. Das hat die Wahl in Schwaigern wieder einmal gezeigt.“ Städte und Gemeinden könnten profitieren, wenn es noch mehr Bürgermeisterinnen und Oberbürgermeisterinnen gebe. Untersuchungen zeigten, dass die sachorientierte Kommunalpolitik wie geschaffen sei für qualifizierte Frauen. Und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sei heute auch bei Führungspositionen im Rathaus gut machbar, so Schmalzl.

    Der Regierungspräsident würdigte insbesondere das Engagement des scheidenden Bürgermeisters Johannes Hauser beim Hochwasserschutz. Als Vorsitzender des Zweckverbands Hochwasserschutz Leintal, dem neben Schwaigern auch Heilbronn, Eppingen, Massenbachhausen und Leingarten angehörten, habe sich Bürgermeister Hauser große Verdienste um die Verbesserung des Hochwasserschutzes im Leintal erworben. Die Aufgabe des Zweckverbands sei die Herstellung eines 100-jährlichen Hochwasserschutzes für die Ortslagen im Einzugsgebiet des Leinbaches. „Bilanz seiner Amtszeit: Zehn Hochwasserrückhaltebecken sind fertig, das elfte seit November im Bau und die restlichen drei sollen bis 2018 fertig sein. Rund 23 Millionen Euro wurden investiert, 16 Millionen Euro Fördermittel des Landes sind geflossen, dank des nachhaltigen Einsatzes und der Beharrlichkeit von Bürgermeister Hauser“, lobte der Regierungspräsident.

    Berührungspunkte mit dem Regierungspräsidium Stuttgart habe es in nahezu allen gesellschaftlichen Bereichen gegeben, zum Beispiel auch bei der fachlichen Denkmalpflege. So erfolgte während seiner Amtszeit die denkmalverträgliche Sanierung und Umnutzung der Stadtkelter zur Mediathek. Auch bei der Sanierung und Erweiterung des 1907 erbauten Rathauses brachte sich Bürgermeister Hauser ein und wünschte sich, dass das Alte Rathaus in seiner Funktion, seiner historischen Substanz und seinem charakteristischen Erscheinungsbild erhalten bleibt und die Stadt Schwaigern dadurch ihre Lebendigkeit und ihre stadtbaugeschichtlich wie stadtgestalterisch bedeutsame Mitte bewahrt. Die Unterstützung des Landes werde in Schwaigern gerade am Beispiel des kulturellen Erbes deutlich, meinte Schmalzl. „Während Ihrer Amtszeit konnte die Stadt deshalb neben Sanierungsmitteln von rund acht Millionen Euro auch mit über einer halben Million Euro an Fördermitteln aus der Denkmalpflege bezuschusst werden“, so Schmalzl.

    Neben des jüngst im Dezember 2014 für den Verkehr freigegebenen und vom Land mit rund 3,3 Millionen Euro geförderten Ausbaus des kommunalen Straßenprojekts Weilerweg war der Bau des Radwegs zwischen Schwaigern-Massenbach und Massenbachhausen ein wichtiges Verkehrsprojekt während der Amtszeit Hausers. „Straßenbaumaßnahmen dienen nicht zuletzt der städtebaulichen Entwicklung“, meinte Regierungspräsident Schmalzl und hob auf die Entlastung der Stadt vom Schwerverkehr ab, die der Weilerweg mit sich bringen soll. „Wir werden die Stadt auch künftig gerne und mit Interesse bei ihrer weiteren städtebaulichen Entwicklung begleiten und im Rahmen der Möglichkeiten unterstützen“, so Schmalzl.

    Schmalzl würdigte auch die Investitionen der Stadt in Kindergärten und Schulen sowie den Einsatz von Bürgermeister Hauser zur Schaffung zukunftsfester Schulstrukturen. Nach einem intensiven Diskussionsprozess arbeiteten seit Schuljahresbeginn die bisherige Leintal-Werkrealschule als weiterentwickelte Gemeinschaftsschule und die Leintal-Realschule in einem integrierten Schulverbund mit 614 Schülerinnen und Schülern gut zusammen. „Diese kommunalpolitisch schwierige ‚Hochzeit‘ der beiden Schulen mit gleichzeitiger Entwicklung einer Gemeinschaftsschule war ein kräftezehrender Marathon.“ Mit dem Dank für diesen Einsatz verband der Regierungspräsident seine Zusage für die Unterstützung der Stadt bei der Weiterentwicklung der Schulen, zum Beispiel beim konsequenten Auf- und Ausbau des Ganztagskonzepts.

    Regierungspräsident Schmalzl wünschte der künftigen Bürgermeisterin Rotermund „viel Erfolg und vor allem Freude bei Ihrer neuen Aufgabe“. Dem scheidenden, familienverbundenen Bürgermeister Hauser wünschte Schmalzl zum Abschluss noch „alles erdenklich Gute für den weiteren Lebensweg, insbesondere viel Zeit mit der Familie bei stets bester Gesundheit“.

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