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  • Abteilung 5
    28.12.2015
    Winterausflug ins „Kalte Feld“
    Das größte Naturschutzgebiet im Ostalbkreis lädt mit seiner beeindruckenden Alblandschaft jederzeit zum Wandern ein
     Naturschutzgebiet "Kaltes Feld" im Ostalbkreis

    ​Die Feiertage zum Jahreswechsel stehen bevor. Was unternehmen? Warum nicht die heimatliche  winterliche Natur entdecken? Ausgiebig wandern, in frischer Luft und herrlicher Landschaft? Das Naturschutzgebiet „Kaltes Feld“ auf der Ostalb, zwischen Schwäbisch Gmünd (Ostalbkreis) und Lauterstein (Kreis Göppingen) bietet sich mit gepflegten Wanderwegen und behaglichen Hütten zum Wandern und Einkehren an. Nebenbei sollten Besucher sich anhand von Schautafeln über die Besonderheiten des Naturschutzgebiets informieren. Die haben es auch im Winter, mit und ohne Schnee in sich:

    Vor gut 20 Jahren hat das Regierungspräsidium Stuttgart das Kalte Feld samt Hornberg, Galgenberg und Eierberg zum Naturschutzgebiet erklärt. Regierungspräsident Johannes Schmalzl unterstreicht: „Das Kalte Feld zählt mit seinen ausgedehnten Wacholderheiden, Hecken und Wiesen zu den schönsten Landschaften des Regierungsbezirks.“ Trotz des zeitweise großen Besucheraufkommens seien die Lebensstätten seltener Pflanzen und Tieren erhalten geblieben. Besucher würden dort anhand von Informationstafeln sehr gut informiert und gelenkt. Für die Pflege der Naturschutzgebiete sorge der Landschaftserhaltungsverband Ostalbkreis im Auftrag des Regierungspräsidiums und der Pflegetrupp des Regierungspräsidiums.

    Das Gebiet ist ein biologisch besonders wertvoller Teil der Kulturlandschaft Schwäbische Alb mit Wacholderheiden, Kalk-Magerwiesen und naturnahen Wäldern. Im Verbund mit Hecken, Feldgehölzen und Äckern ist ein Mosaik von Pflanzengesellschaften und Lebensräumen und ein sehr abwechslungsreiches Landschaftsbild entstanden. Die Vielfalt an Pflanzen ist enorm. So wurden 570 verschiedene Pflanzenarten festgestellt, darunter 126 besonders schutzbedürftige Arten der Roten Liste Baden-Württembergs, wie Borstige Glockenblume, Grüne Hohlzunge und Spatzenzunge.

    Auch unter den Tieren sind Seltenheiten wie die Schmetterlingsart Kreuzenzian-Ameisenbläuling. Um dessen Lebensraum und die Nahrungspflanze der Raupe, den Kreuzenzian, zu erhalten, haben Auszubildende des Unternehmens Schuler AG aus Göppingen im Rahmen des „111-Arten-Korbs“ die Patenschaft für den Schmetterling übernommen. In dem bildhaften Korb liegen 111 ausgewählte Tier- und Pflanzenarten, für die Baden-Württemberg eine besondere Verantwortung trägt, darunter der Kreuzenzian-Ameisenbläuling.

    Auch wenn jetzt im Winter kaum Pflanzen blühen und viele Tiere Winterruhe halten, beeindruckt die offene, gepflegte Landschaft. Schon seit den 1970er Jahren hat der Landschaftspflegetrupp der Bezirksstelle für Naturschutz und Landschaftspflege Stuttgart, heute Pflegetrupp des Regierungspräsidiums Stuttgart, die Heiden auf dem Kalten Feld von aufkommenden Gehölzen befreit. Landwirte haben im Auftrag der Naturschutzverwaltung den Eierberg entbuscht. Die ansässigen Vereine, wie Skiclub Degenfeld, Bergwacht und Schwäbischer Albverein, kümmern sich im Umfeld ihrer Hütten um die Landschaftspflege. Die Wacholderheiden werden zum größten Teil mit den Schafen eines Wanderschäfers beweidet. Zum Schutz der Schafe bei schlechtem Wetter und in der Nacht steht im Gebiet ein Schafstall zur Verfügung.

    Hinweise für Besucher:

    Die Anfahrt mit dem öffentlichen Bus oder dem PKW erfolgt von Schwäbisch Gmünd über Weiler oder von Geislingen über Donzdorf, Lauterstein und Degenfeld zum Hornberg. Dort können sich Besucher anhand von Schautafeln über das Schutzgebiet informieren. Weitere Einstiegsmöglichkeiten ins Naturschutzgebiet sind Tannweiler (Parkplatz unterhalb der Reiterleskapelle), Lauterstein-Nenningen (Parkplatz beim Hochwasser-Rückhaltebecken im Christental) oder Schwäbisch Gmünd-Degenfeld. Ein dichtes Netz von Wanderwegen erlaubt Spaziergänge und Wanderungen in jeder Ausdehnung. Rast- und Einkehrmöglichkeiten gibt es genügend.

    Karte und Zeichenerklärung (pdf, 15 MB)


    Naturschutzgebiet "Kaltes Feld" im Ostalbkreis - Luftaufnahme
      Naturschutzgebiet "Kaltes Feld": Luftaufnahme

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