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  • Abteilung 5
    19.04.2016
    Einweihung der erweiterten Sammelkläranlage Boxberg-Unterschüpf (Main-Tauber-Kreis) mit Ministerialdirektor Helmfried Meinel und Regierungspräsident Johannes Schmalzl
    Rund 7,5 Mio. Euro in eine verbesserte Abwasserreinigung und für den Gewässerschutz investiert

    ​Zur Einweihung der vor kurzem erweiterten Kläranlage Boxberg-Unterschüpf konnte Herr Bürgermeister Kremer heute den Amtschef im Umweltministerium, Ministerialdirektor Helmfried Meinel, Regierungspräsident Johannes Schmalzl sowie zahlreiche weitere Gäste auf der Anlage begrüßen.

    Rund 7,5 Millionen Euro kostete das Projekt und war damit für die Stadt Boxberg die mit Abstand größte Investitionsmaßnahme in den vergangenen Jahren.

    „Mit großen technischen und insbesondere finanziellen Anstrengungen ist es der Stadt Boxberg gelungen, ihre Kläranlage fit für die Zukunft zu machen“, erklärte Ministerialdirektor Helmfried Meinel. „Die Investition verbessert die Qualität der Umpfer deutlich, daher hat das Land sie auch gerne 3,5 Millionen Euro bezuschusst.“ Insgesamt stelle die Landesregierung den Städten und Gemeinden dieses Jahr für Verbesserungen im Abwasserbereich Fördermittel in Höhe von 45,5 Millionen Euro bereit, betonte Meinel.

    „In Zeiten knapper Kassen gestaltet sich die Daseinsvorsorge insbesondere für die Kommunen im ländlichen Raum zunehmend schwieriger“, sagte Regierungspräsident Schmalzl. Schmalzl wies darauf hin, dass eine moderne Abwasserbeseitigung einen wesentlichen Teil der Daseinsvorsorge darstelle und dass die Kommunen alle Möglichkeiten nutzen müssten, unabhängig von Gemeindegrenzen die Kosten hierfür zu senken. „Gerade im ländlichen Raum mit seinen langen Abwasserkanälen und einer vergleichsweise geringen Einwohnerdichte sind die Randbedingungen für die Abwasserbeseitigung besonders schwierig“, betonte Schmalzl. Diese strukturellen Nachteile gleiche die Landesregierung daher mit Fördermitteln aus.

    Durch den Ausbau der Kläranlage wurde deren Leistungsfähigkeit von 15.000 auf 18.300 Einwohnerwerte erhöht (der Einwohnerwert –EW- ist der in der Wasserwirtschaft gebräuchliche Vergleichswert für die in Abwässern enthaltenen Schmutzfrachten). Die der Kläranlage maximal zugeführte Abwassermenge erhöht sich damit von 140 auf 185 Liter pro Sekunde.

    „Der Bedarf nach einem Ausbau der Kläranlage ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen“, erläuterte Bürgermeister Christian Kremer bei der Einweihung. „Die Stadt hat Schritt um Schritt einzelne Stadt – und Ortsteile an die zentrale Kläranlage angeschlossen und örtliche kleine Anlagen stillgelegt. Somit kam die Kläranlage bei der Reinigung des zugeführten Abwassers immer mehr an ihre Grenzen.“ Außerdem entsprachen die Bauwerke und die Anlagentechnik auch nicht mehr dem heutigen Stand. Neben der Optimierung der Verfahrenstechnik wurden deshalb auch neue Bauwerke notwendig. Allein das Belebungsbecken wurde um 3650 Kubikmeter vergrößert.

    Die erweiterte, moderne Kläranlage wird ökonomischer und besser arbeiten als die vielen kleinen Einheiten vorher. Eine solch zukunftsfähige Abwasserbeseitigung dient sowohl dem Schutz unserer wichtigen Lebensgrundlage Wasser als auch der Gesundheit der betroffenen Bürgerinnen und Bürger“, erklärte Johannes Schmalzl abschließend.

    „Der Einsatz von Fördermitteln für den Ausbau von Abwasseranlagen in Baden-Württemberg ist eine Erfolgsgeschichte“, waren sich Meinel und Schmalzl einig. Damit stehe das Land bei der Abwasserentsorgung im Bundes- und Europavergleich an der Spitze. Durch die Zuschüsse gelinge es, die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen und trotzdem die Gebühren für Trink- und Abwasser für die Bürgerinnen und Bürger bezahlbar überschaubar zu halten.

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