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  • Abteilung 8
    29.04.2016
    „Der Limes blüht auf“ in Öhringen
    Regierungspräsident Johannes Schmalzl und Prof. Dr. Claus Wolf, Präsident des Landesamts für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, präsentierten heute die neue Publikation „Vicus Aurelianus. Das römische Öhringen“ auf der Landesgartenschau
     Titelbild der Publikation "Vicus Aurelianus. Das römische Öhringen"

    ​Heute wurde der anlässlich der Landesgartenschau in Öhringen neu erschienene Band „Vicus Aurelianus. Das römische Öhringen“ einem breiten Publikum vorgestellt. Regierungspräsident Johannes Schmalzl und Prof. Dr. Claus Wolf, Präsident des Landesamts für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, präsentierten die neueste Publikation des Landesamts für Denkmalpflege aus der Reihe Archäologische Informationen aus Baden-Württemberg auf der Landesgartenschau in Öhringen. Der Ort war gut gewählt, um der Öffentlichkeit das Welterbe Limes und speziell das reiche römische Erbe in und um Öhringen näher zu bringen. Die Präsentation fand auf der Landesgartenschau im Rahmen der Ausstellung „GartenTräume GrenzRäume“ in der Stallscheuer des Hofguts Cappel statt.

    „Nicht umsonst lautet das Motto der Landesgartenschau in Öhringen „Der Limes blüht auf“, so Regierungspräsident Schmalzl. „Der Limes und die römischen Spuren in Öhringen sind bedeutsames historisches Erbe für die Region und deshalb auch ein wichtiger Teil unserer Ausstellung GartenTräume GenzRäume. Die Publikation über das römische Öhringen komplettiert diese Geschichte als anschauliches Beispiel für dieses Erbe, welches dadurch einer großen Zahl an Menschen zugänglich gemacht wird“, so Schmalzl weiter.

    Prof. Wolf stellte heraus: „Öhringen mit seinen zwei limeszeitlichen Kastellen und den gut erhaltenen Zeugnissen der einstigen Grenzanlage nördlich und südlich des Stadtgebietes gehört zweifellos zu den bekanntesten Ansiedlungen der Römerzeit in Baden-Württemberg. Schon die Geschichte der Erforschung des Limes in Deutschland beginnt in Öhringen.“

    Öhringen um 200 n. Chr.: mehrere hundert Soldaten in zwei Kastellen überwachen den nahen Limes. Um die Militärlager leben ihre Familien, Händler und Handwerker. Die Siedlung – mit dem Namen vicus Aurelianus – ist ein wichtiger Posten des Römischen Reiches an der Grenze zu den Germanen. Schon im 18. Jh. erkannte die Altertumsforschung die Bedeutung des Platzes. Der Hohenloher Christian Ernst Hanßelmann, einer der Pioniere der Provinzialrömischen Archäologie, leitete hier erste systematische Ausgrabungen. Er deckte Mauerzüge auf und barg Münzen, Keramik, Inschriften und weitere Funde.

    Die Römer sind bis heute in Öhringen präsent. Das UNESCO-Welterbe Limes, das Weygang-Museum, die Limes Blicke: Auf vielfältige Weise werden wir an den vicus Aurelianus und die Menschen vor rund 1800 Jahren erinnert.

    Thilo Michler, Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt Öhringen, unterstrich: „Das Werk ist für Öhringen ein Meilenstein im Hinblick auf die Dokumentation der römischen Stadtgeschichte – ich freue mich, dass dieses fundierte Werk im Rahmen der Landesgartenschau herausgegeben werden konnte und danke den Herausgebern und Autoren ganz herzlich für Ihre Mühen.“

    Prof. Wolf hob hervor: „Das Motto der Landesgartenschau „Der Limes blüht auf“ und die zahlreichen Angebote zur Vermittlung der römischen Geschichte Öhringens sind für unsere tägliche Arbeit in der Denkmalpflege eine wichtige Unterstützung. Das Bewusstsein für den Wert der authentischen Geschichtszeugnisse im Boden fördert unsere Bemühungen um das Verständnis der Öffentlichkeit zum Schutz dieser Zeugnisse vor Ort.“

    Dr. Andreas Thiel, Landesamt für Denkmalpflege, gab dem Publikum einen Einblick in die Publikation. Diese wird vom Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart herausgegeben, vom Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg, als oberster Denkmalschutzbehörde, gefördert. Die Große Kreisstadt Öhringen unterstützte das Buch ebenfalls finanziell und lud die Gäste zu einem anschließenden Umtrunk ein.

    Flyer Präsentation (pdf, 883 KB)
    Flyer Ausstellung (pdf, 5 MB)

    HINTERGRUNDINFORMATIONEN

    Vicus Aurelianus. Das römische Öhringen
    Archäologische Informationen aus Baden-Württemberg 74
    Landesamt für Denkmalpflege
    im Regierungspräsidium Stuttgart 2016
    128 S., zahlr. Abb.; ISBN 978-3-942227-24-7; 8,50 €

    Öhringen um 200 n. Chr.: mehrere hundert Soldaten in zwei Kastellen überwachen den nahen Limes. Um die Militärlager leben ihre Familien, Händler und Handwerker. Die Siedlung – mit dem Namen vicus Aurelianus – ist ein wichtiger Posten des Römischen Reiches an der Grenze zu den Germanen.

    Schon im 18. Jh. erkannte die Altertumsforschung die Bedeutung des Platzes. Der Hohenloher Christian Ernst Hanßelmann, einer der Pioniere der Provinzialrömischen Archäologie, leitete hier erste systematische Ausgrabungen. Er deckte Mauerzüge auf und barg Münzen, Keramik, Inschriften und weitere Funde.

    Die Römer sind bis heute in Öhringen präsent. Das UNESCO-Welterbe Limes, das Weygang-Museum, die Limes Blicke: Auf vielfältige Weise werden wir an den vicus Aurelianus und die Menschen vor rund 1800 Jahren erinnert.

    Anlässlich der Landesgartenschau, die 2016 unter dem Motto „Der Limes blüht auf“ steht, soll der neu erschienene Band einem breiten Publikum das Welterbe Limes und speziell das reiche römische Erbe in und um Öhringen näher bringen. Realisiert wurde er vom Landesamt für Denkmalpflege mit großzügiger finanzieller Unterstützung der Stadt Öhringen.

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