Befehle des Menübands überspringen
Zum Hauptinhalt wechseln
Sie sind hier: RP Internet »Stuttgart »Pressemitteilung
Startwebsite des Internetauftritts des Regierungspräsidiums Stuttgart
  • Abteilung 3
    13.02.2015
    Aktuelle Entwicklungen im Weinbau
    Regierungspräsident Johannes Schmalzl anlässlich einer Dienstbesprechung im Weinbaulandkreis Heilbronn: „Der Weinbau spielt im Regierungsbezirk Stuttgart und insbesondere im Kreis Heilbronn seit jeher eine bedeutende Rolle. Das Regierungspräsidium Stuttga

    „Im Bereich des Weinanbau- und Förderrechtes stehen zum Teil grundlegende Änderungen an. Das Regierungspräsidium Stuttgart wird auch weiterhin aktiv die Entwicklungen im Weinbau begleiten", sagte Regierungspräsident Johannes Schmalzl am Donnerstag, 12. Februar, im Rahmen einer Dienstbesprechung im Weinbaulandkreis Heilbronn. Das Sachgebiet Weinbau im Regierungspräsidium Stuttgart bearbeite vielfältige Aufgaben. Ein wichtiges Themengebiet sei die Förderung von Investitionen in Qualität und Vermarktung. Im Regierungsbezirk Stuttgart und insbesondere im Landkreis Heilbronn spiele Weinbau seit jeher eine bedeutende Rolle. Rund 30 größere und kleinere Projekte würden hier derzeit mit finanzieller Unterstützung durch EU-Fördermittel realisiert. Für den Förderzeitraum 2014 bis 2018 stehen landesweit pro Jahr rund 10 Mio. Euro für Umstrukturierungsmaßnahmen und Investitionen zur Verfügung.

    Die aktuellen Entwicklungen in Kürze: Im Bereich des Bezeichnungsrechtes soll es künftig die Möglichkeit geben, auch die Namen einzelner Gewanne in die Liste der zulässigen Weinbergslagennamen eintragen zu lassen. Bisher war das Anbaugebiet lediglich in Bereiche, Großlagen und Einzellagen gegliedert. Die rechtlichen Details hierzu sind noch nicht abschließend geregelt. Das Regierungspräsidium Stuttgart bietet schon jetzt ein Vorverfahren an, damit Betriebe die Herkunft ihrer Weine noch stärker präzisieren und entsprechend kommunizieren können.

    Auf dem Gebiet des Anbaurechts stehen ebenfalls erhebliche Änderungen an. Die bisherige Pflanzrechtsregelung soll am 1. Januar 2016 in ein sogenanntes Authorisierungssystem überführt werden. Aller Voraussicht nach sind dann keine Pflanzrechtsübertragungen zwischen verschiedenen Betrieben mehr möglich, so dass derzeit besonders viele Anfragen beim Regierungspräsidium eingehen. „Das Regierungspräsidium Stuttgart wird alles tun, um eine zügige Bearbeitung der Anträge sicherzustellen“, versprach Schmalzl.

    Sehr positiv wertete der Regierungspräsident die vorgesehene Erhöhung der Steillagenförderung. Gleichzeitig sei er sich aber auch im Klaren, dass mit Geld nur ein symbolischer Beitrag zum Erhalt des Steillagenweinbaus geleistet werden könne. Die Pflege von Weinbergstrockenmauern gehöre nicht zur eigentlichen weinbaulichen Tätigkeit und sei immer mit einem großen Stück Idealismus für Naturschutz und Heimatpflege verbunden.

    Erfreut zeigte sich Schmalzl, dass die Förderung der biologischen Regulierung von Traubenwicklerarten durch den Einsatz von Verwirrungsverfahren mit Pheromonen weitergeführt werden soll. Insektizidaufwendungen können reduziert oder gar vermieden werden. „Dadurch wird ein Beitrag zum umweltschonenden Weinbau geleistet“, so Schmalzl. Das Land Baden-Württemberg werde künftig die Pheromonförderung „aus eigener Tasche“ (ohne EU-Fördermittel) bezahlen. Neu ist auch, dass künftig die Bewirtschafter von Rebflächen Zahlungsansprüche im Rahmen der Betriebsprämie beantragen können. „Das Jahr 2015 wird wohl als ein Jahr der Neuerungen in die Geschichte des hiesigen Weinbaus eingehen. Diese Neuerungen sind notwendig, um den Weinbau weiter zu entwickeln“, so der Regieungspräsident abschließend.

​​Pressestelle

Ruppmannstr. 21
70565 Stuttgart
Telefon 0711 904-10002
Telefax 0711 7846940


Katja Lumpp
Pressesprecherin
EMail pressestelle@rps.bwl.de

Matthias Kreuzinger

Pressereferent
EMail pressestelle@
rps.bwl.de

Désirée Bodesheim
Pressereferentin
EMail pressestelle@rps.bwl.de