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  • Abteilung 5
    18.07.2016
    Land fördert den Bau des Hochwasserrückhaltebeckens Richthofenstraße/Katzenbach in Filderstadt (Kreis Esslingen) mit 2 Millionen Euro
    Umweltminister Franz Untersteller und Regierungspräsident Wolfgang Reimer: „Der Bau solcher Schutzanlagen wie jetzt in Filderstadt hat für die Landesregierung auch in den nächsten Jahren eine hohe Priorität.“

    ​Mit einer Zuwendung des Regierungspräsidiums Stuttgart in Höhe von über zwei Millionen Euro kann das Hochwasserrückhaltebecken Richthofenstraße/Katzenbach in Filderstadt gebaut werden. „Damit beteiligt sich das Land mit einem Anteil von knapp 70 Prozent an den Kosten in Höhe von rund drei Millionen Euro für das dritte Becken des Zweckverbands Hochwasserschutz Körsch“, betonte Regierungspräsident Wolfgang Reimer. Weitere 4,3 Millionen Euro hatte das Land dem Zweckverband in den vergangenen sieben Jahren bereits für die Hochwasserrückhaltebecken Erbgraben in Leinfelden-Echterdingen und Rohrgraben in Ostfildern sowie Gewässerausbauten an der Körsch in Denkendorf bewilligt.

    Umweltminister Franz Untersteller erklärte anlässlich der Förderzusage des Landes: „Auf den Fildern zeigt sich beispielhaft, dass Hochwasserschutz in einem dicht besiedelten Land wie Baden-Württemberg einen erheblichen Aufwand sowohl bei der Planung als auch beim Bau erfordert. Dies alles geht nur mit finanzieller Unterstützung des Landes, das für die Hochwasserschutzmaßnahmen von Kommunen und Verbänden daher rund 40 Millionen Euro pro Jahr bereitstellt.“

    „Für den Hochwasserschutz werden meist hochwertige landwirtschaftliche Flächen in Anspruch genommen“, so Regierungspräsident Reimer weiter. „Um die Belastung für die Landwirtschaft zu verringern, können beim Hochwasserrückhaltebecken Richthofenstraße die vom Einstau betroffenen Grundstücke wie bisher weiter genutzt werden. Auf eine Umwandlung der im Stauraum liegenden Flächen in Grünland, wie dies andernorts üblich ist, wird hier verzichtet.  Damit kommt der Zweckverband den Landwirten entgegen.“

    „Technischer Hochwasserschutz bedeutet ein Stück mehr Sicherheit“, betonte der Regierungspräsident. “Allerdings muss man sich bewusst sein, dass der Hochwas-serschutz nur bis zu dem Schutzgrad reicht, für den die technischen Schutzanlagen bemessen sind. Daher sind auch weitere Maßnahmen der Hochwasservorsorge so-wie die Eigenvorsorge der Betroffenen wichtig, damit bei extremen Ereignissen finanzielle Verluste vermieden oder zumindest gering gehalten werden können.“

    „Unter Bezug auf die Starkregenereignisse der letzten Wochen wies  Umweltminister Untersteller daraufhin, dass auch solche  extreme Wetterereignisse die Existenzen von Privatleuten und Firmen gefährden können. Die Landesregierung habe daher gemeinsam mit Bayern eine Initiative gestartet, zu prüfen, ob eine Pflichtversiche-rung gegen Elementarschäden möglich ist. „Mit einer solchen Versicherung wären die Folgen von Starkregen und Hochwasser für den Einzelnen finanziell besser beherrschbar“, betonte Untersteller. 

    Regierungspräsident Reimer wird Ende August am Spatenstich für das Hochwasserrückhaltebecken teilnehmen.

    Hintergrundinformationen

    Bei dem Hochwasserrückhaltebecken Richthofenstraße/Katzenbach handelt es sich um ein gesteuertes Trockenbecken westlich von Filderstadt-Bernhausen am Katzen-bach. Der Abfluss aus dem Becken wird so geregelt, dass ein Abfluss von 034 m³ pro Sekunde nicht überschritten wird. Nur bei einem so genannten 50-jährlichen oder noch größeren Hochwasserereignis werden die gesamten vorgesehenen Stauflächen beansprucht. Aufgrund seiner Lage schützt das Becken Bernhausen und wirkt im Verbund mit den anderen Hochwasserrückhaltebecken des Zweckverbands.

    In hochwasserfreien Zeiten fließt der Katzenbach ohne Aufstau durch das Auslass-bauwerk, wodurch die im Rückhalteraum liegenden landwirtschaftlichen Flächen wie bisher genutzt werden können. Durch Hochwasser verursachte Schäden an Grund-stücken und Pflanzen in den Stauräumen werden vom Zweckverband entschädigt.

    Rahmendaten:

    • Einzugsgebiet: 3 km²
    • Ausgelegt auf HQ50
    • Zufluss bei HQ100: 9,8 m³/s
    • Zufluss bei HQ100,Klima: 10,9 m³/s
    • Regelabgabe: 0,3 m³/s
    • Gewöhnlicher Hochwasserrückhalteraum, ausgelegt auf HQ50: 30.2000 m³
    • Dammkronenlänge: ca. 200 m
    • Maximale Dammhöhe über Talsohle: 3,5 m
    • Schüttvolumen Damm: 5.500 m³


    Die zuwendungsfähigen Ausgaben für das Hochwasserrückhaltebecken Richthofen-straße/Katzenbach betragen 2.966.900 Euro, bei einem Fördersatz von 67,9 Prozent ergibt dies eine Förderung von 2.014.500 Euro.

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