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  • Abteilung 9
    02.01.2018
    Winterliche Grippewelle breitet sich in Baden-Württemberg aus: Influenzanachweise überall im Land
    Landesgesundheitsamt rät weiterhin zur Impfung
     Influenza-Meldungen nach Meldekreis Baden-Württemberg, Meldewoche 40-52, Stand: 02.01.2018, 10:00 Uhr, Quelle: RPS

    ​Entsprechend der winterlichen Jahreszeit breitet sich die Influenza in Baden-Württemberg landesweit aus. Aus nahezu allen Land- und Stadtkreisen sind mittlerweile Fälle gemeldet, einzig aus Baden-Baden wurden noch keine laborbestätigten Fälle von echter Virusgrippe übermittelt. Vom Säugling bis ins hohe Alter sind alle Altersgruppen betroffen. Die höchsten Neuerkrankungsraten werden derzeit bei Kindern im Kindergartenalter und bei Personen über 70 Jahren registriert. Leider sind auch erste Influenza-Todesfälle in Baden-Württemberg zu beklagen. Zwei Personen im achten Lebensjahrzehnt verstarben an Virusgrippe, eine Person war ungeimpft, in einem Fall konnte der Impfstatus bislang nicht erhoben werden.

    Die aktuelle Situation in BW entspricht damit dem aktuellen europaweiten Trend der Influenza-Nachweise. Aktuell werden europaweit Influenza A (H3N2) und Influenza B (Yamagata-Linie) als dominante Erreger beobachtet.
    Quelle: http://flunewseurope.org/

    Das Landesgesundheitsamt bekräftigt die Empfehlung, sich gegen Influenza impfen zu lassen. Nach der Influenza-Impfung benötigt der Körper 10-14 Tage bis er gezielt Abwehrkräfte mobilisiert und Antikörper gebildet hat.

    Bei Verdacht auf einen schweren Verlauf einer Influenza-Erkrankung oder wenn ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf besteht, wie hohes Lebensalter, Vorerkrankungen oder vorliegende Schwangerschaft, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden und eine antivirale Therapie erwogen werden. Eine Therapie mit antiviralen Arzneimitteln sollte so früh wie möglich, das heißt innerhalb von 48 Stunden nach Auftreten der ersten Symptome, begonnen werden.

    Hinweis: Auch in den traditionellen Urlaubszielen steigt die Influenzaaktivität an.

    Schweiz: Grippeähnliche Erkrankungen sind schweizweit weit verbreitet, mit zunehmender Häufigkeit.
    Quelle: https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/themen/mensch-gesundheit/uebertragbare-krankheiten/ausbrueche-epidemien-pandemien/aktuelle-ausbrueche-epidemien/saisonale-grippe---lagebericht-schweiz.html

    Aus Frankreich wird über eine starke Zunahme der Influenza berichtet. In France Métropolitaine = Mutterland ohne Überseegebiete herrscht A/H1N1 vor.
    Quelle: https://www.grippenet.fr/fr/nouveaute/2017/12/20/activite-grippe-201750/

    Spanien verzeichnet ebenfalls einen Anstieg. Aus den Provinzen am Mittelmeer und aus Nordostspanien wird von einer epidemischen Ausbreitung mit zunehmender Influenzaaktivität berichtet.
    Quelle: http://vgripe.isciii.es/inicio.do

    Hintergrundinformationen:

    Meldezahlen zu Influenza beziehen sich auf Influenzavirus-Nachweise und Influenza-Erkrankungen im epidemiologischen Zusammenhang. Es ist davon auszugehen, dass wird nur bei einem kleinen Teil von Patienten eine Influenza-Diagnostik veranlasst wird. Der Umfang hängt stark von der öffentlichen Aufmerksamkeit und dem diagnostischen Vorgehen ab, die beide in verschiedenen Jahren und Regionen sehr unterschiedlich sein können. Aus diesen Gründen spiegeln die Meldezahlen den zeitlichen Verlauf einer Grippewelle mit zusätzlichen wichtigen Einzelfallinformationen wider, aber nicht die regionale Verteilung der Krankheitslast in der Bevölkerung.

    Influenza-Fälle/100.000Einwohner Baden-Württemberg nach Altersgruppe Meldewoche 40-52, Stand: 02.01.2018, 10:00 Uhr, Quelle: RPS
     Influenza-Fälle/100.000Einwohner Baden-Württemberg nach Altersgruppe Meldewoche 40-52,
    Stand: 02.01.2018, 10:00 Uhr
    Influenza-Meldungen nach Erreger Baden-Württemberg Meldewoche 40-52, Stand: 02.01.2018 , 10:00 Uhr, Quelle: RPS
    Influenza-Meldungen nach Erreger Baden-Württemberg Meldewoche 40-52,
    Stand: 02.01.2018 , 10:00 Uhr
     

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