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  • Abteilung 5
    27.08.2018
    Regierungspräsidium Stuttgart stellt neue Informationstafel im Naturschutzgebiet Greutterwald auf
    Regierungspräsident Wolfgang Reimer: „Besucher sollen wissen, warum hier eine Wildbienenweide angelegt wurde.“
     Foto der neuen Infotafel (Foto: RP Stuttgart/Ingo Depner)

    Das Regierungspräsidium hat vor Kurzem im Naturschutzgebiet Greutterwald im Stuttgarter Norden eine Informationstafel aufgestellt. Biegt man von der Grefstraße etwa 200 Meter vor dem Waldrand ins Naturschutzgebiet ab, weckt die schön gestaltete Tafel am Ackerrand Aufmerksamkeit. Bunte Wiesenblumen, verschiedene Wildbienenarten und ein Lebenszyklus der Roten Mauerbiene werden veranschaulicht. „Der Greutterwald wird als Naherholungsgebiet gern angenommen“, sagt Regierungspräsident Reimer. „Wir wollen den Erholungssuchenden hier anhand der Wildbienenweide zeigen, was wir für den Artenschutz tun. Damit wollen wir Interesse wecken und das Verständnis für Naturschutzbelange fördern. In Stuttgart sind 60 von ursprünglich 270 Wildbienenarten bereits ausgestorben.“

    „Hier blüht es für Wildbienen“, heißt es auf der Schautafel und tatsächlich sind im angrenzenden Acker auch jetzt im Spätsommer noch Blüten zu sehen. Doch warum muss hier extra nachgeholfen werden? Das Naturschutzgebiet Greutterwald ist ein bedeutender Lebensraum für Wildbienen, das ist schon lange bekannt. Experten haben hier 63 verschiedene Wildbienenarten bestimmt. Besonders die Streuobstwiesen im Nordwesten des Naturschutzgebiets sind ihnen eine wichtige Pollen- und Nektarquelle. Nebenbei bestäuben sie die Obstbäume und sorgen so dafür, dass wir Äpfel und Birnen ernten können. Nach der Obstbaumblüte wird das Blütenangebot für die Wildbienen allerdings von Jahr zu Jahr knapper. Ursache: Die Wiesenblumen werden weniger, sei es durch zu häufige Mahd oder zu starke Düngung, während die Gräser zunehmen. Für die Wildbienen – und natürlich auch für andere Insekten – hat dies fatale Folgen: Ihnen fehlt Nahrung für sich selbst und um ihre Brut aufzuziehen. Das kann lebensbedrohlich und ein Grund für das Insektensterben sein.

    Deshalb zögerte das Regierungspräsidium nicht lange, als sich im Norden der Streuobstwiesen die Möglichkeit bot, ein Maisfeld in eine Wildbienenweide umzuwandeln. Das Regierungspräsidium erarbeitete zusammen mit einem Wildbienenexperten einen Plan: Anstelle von Getreide werden einheimische Wildblumen und ökologisch produzierte Kulturpflanzen ausgesät. Damit soll das Nahrungsangebot vor allem für Wildbienen, aber auch für andere blütenbesuchende Insekten, verbessert werden. Bewirtschaftet wird die Fläche nach den Vorgaben des Regierungspräsidiums von der Diakonie der Evangelischen Brüdergemeinde Korntal. 

    Abbildung der Infotafel (pdf, 4 MB)

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