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  • Abteilung 1
    23.05.2019
    825.000 Euro für Braunsbach: Förderbescheide für den Neubau des Feuerwehrhauses und für den Wiederaufbau der Kanalisation von Geislingen über Braunsbach bis Döttingen (Landkreis Schwäbisch Hall)
    Regierungspräsident Reimer: „Land unterstützt die Gemeinde Braunsbach mit weiteren Geldern nach dem Unwetter 2016“

    ​Regierungspräsident Wolfgang Reimer übergab heute zwei Förderbescheide des Landes in Höhe von 825.000 Euro an den Bürgermeister der Gemeinde Braunsbach, Frank Harsch. Davon entfallen 325.000 Euro auf den Neubau des Feuerwehrhauses und 500.000 Euro auf den Wiederaufbau der Kanalisation von Geislingen über Braunsbach nach Döttingen.

    „In den vergangenen drei Jahren nach der Flutkatastrophe in Braunsbach hat das Land die Gemeinde tatkräftig beim Wiederaufbau und bei der Beseitigung der entstandenen Schäden unterstützt. Insgesamt wurden der Gemeinde Braunsbach aus Fachfördertöpfen, die allen Gemeinden offenstehen, rund 23,9 Millionen Euro bewilligt – beispielsweise für die Wiederherstellung der Wasserversorgung und der Abwasseranlagen sowie für städtebauliche Maßnahmen. Außerdem wurden aus Haushaltsmitteln des Landes für Gemeinden und Gemeindeverbände bisher weitere 11,78 Millionen Euro bewilligt“, sagte Regierungspräsident Wolfgang Reimer bei der Förderbescheidübergabe.

    Der Neubau des Feuerwehrhauses ist notwendig, da das alte Feuerwehrhaus durch das Unwetter am 29. Mai 2016 mit schweren Überschwemmungen stark beschädigt wurde. „Ich freue mich, diesen Bescheid heute persönlich zu übergeben und damit den Neubau des Feuerwehrhauses der Gemeinde unterstützen zu können“, betonte Reimer.

    Das Land fördert jährlich aus den Mitteln der Feuerschutzsteuer notwendige Investitionen der Feuerwehren wie den Bau von Feuerwehrhäusern und die Beschaffung von Fahrzeugen. Die Gemeinde Braunsbach konnte daraus 2016 für den zerstörten Mannschaftstransportwagen der Feuerwehr 12.500 Euro erhalten. Für den Neubau des Feuerwehrhauses wurden 2018 aus diesen Mitteln 218.750 Euro bewilligt. Außerdem wurden weitere Sondermittel in Höhe von 650.000 Euro bereitgestellt, von denen 325.000 Euro bereits im Jahr 2018 bewilligt wurden. Der zweite Teil dieser Förderung erfolgt nun mit der Übergabe des Bescheides in Höhe von 325.000 Euro.

    Regierungspräsident Wolfgang Reimer übergab Bürgermeister Frank Harsch außerdem einen Bescheid in Höhe von 500.000 Euro für den Wiederaufbau des an zahlreichen Stellen zwischen Geislingen über Braunsbach nach Döttingen beschädigten Abwassersammlers (Kanalisation). Insgesamt umfasst dieser eine Länge von rund 5.400 Metern. Der Wiederaufbau beinhaltet auch die Erneuerung der beschädigten Pumpstationen am Grimbach und am Ortseingang von Döttingen. Die neue Abwasserdruckleitung baut auf den bisherigen Abwassersammler auf, sodass das durchquerte Wasserschutzgebiet Grimmbachbrunnen geschützt wird und auf Aufgrabungen im FFH-Gebiet (Fauna-Flora-Habitat) verzichtet werden kann. „Mit diesem Konzept werden Bauarbeiten im FFH-Gebiet vermieden und die Sicherheit für die Trinkwasserversorgung im Wasserschutzgebiet erhöht“, erklärte der Regierungspräsident.

    „Die Gemeinde Braunsbach wurde zu jeder Zeit vom Land Baden Württemberg tatkräftig unterstützt. Dies gilt sowohl für die eigentliche Gefahrenabwehr unmittelbar nach der Sturzflut, wie auch für den nachhaltigen Wiederaufbau der öffentlichen Infrastruktur. Vielen Dank der Landespolitik, vielen Dank dem RP Stuttgart mit Herrn Regierungspräsident Reimer und seinen Mitarbeitern, vielen Dank dem Landratsamt Schwäbisch Hall und allen Helfern, die uns in der Gemeinde Braunsbach geholfen haben“, betonte Bürgermeister Frank Harsch.

    Hintergrundinformationen:
    Am Abend des 29. Mai 2016 wurde die 2.518 Einwohner zählende Gemeinde Braunsbach im Landkreis Schwäbisch Hall von einer heftigen Sturzflut getroffen. Die sonst nur wenig Wasser führenden Bäche Orlacher Bach, Reichenbach und Schlossbach schwollen innerhalb kürzester Zeit zu reißenden Strömen an und transportierten große Mengen Material in den Ort. Dabei wurden ganze Straßenzüge verwüstet und meterhohe Schuttberge aus Geröll, Holz, Autos und Schlamm aufgetürmt. Der Ortskern sowie große Bereiche der Infrastruktur wurden stark zerstört. Den stärksten Schadenseinfluss auf das Gesamtschadensbild hatte der Orlacher Bach.

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