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Pressemitteilung

A8/A81 – Rotes Steigle - Stahlbogenbrücke über A8/A81 erfolgreich eingehoben

Zwischen dem Dreieck Leonberg und dem KreuzStuttgart wurde in der Nacht von Samstag auf Sonntag der erste Teil einerStahlbogenbrücke eingehoben. Diese Brückenmaßnahme dient als Vorbereitung derFahrbahnverbreiterung und Herstellung eines Verflechtungsstreifens im Bereichder A8/A81.

Auf dem Parkplatz Sommerhofen wurdendie beiden Hälften der neuen Brückenkonstruktion aus Stahl hergestellt. Dieerste Hälfte wurde dieses Wochenende an ihren endgültigen Platz gebracht undeingebaut.
Ab 20:30Uhr wurde am vergangenenSamstag, 18. Juni, begonnen, dafür dieKräne aufzubauen. Dies dauerte bis ca. 00:00Uhr an.

Um 00:00Uhr wurde mit dem Transportdes ersten Brückenbogens vom Parkplatz Sommerhofen aus in Richtung RotesSteigle begonnen. Der Transport erfolgte dabei auf einem Schwerlasttransportfahrzeug(ein sogenannter „Tausendfüßler“). Gegen 01:00Uhr wurde dann mit dem Einhub desersten Brückenteils begonnen. Dies dauerte bis ca. 05:00Uhr morgens.
Gegen 09:00Uhr konnte die Sperrungnach Abbau der Kräne komplett aufgehoben werden.

Die Verkehrseinschränkungen konntenwie geplant rechtzeitig beendet werden. Der Verkehr auf den Umleitungsstreckenwurde kritisch evaluiert.

Da nur eine halbe Brücke eingehobenwurde, ruht diese nun auf einer Hilfsstütze in Fahrbahnmitte und wird amFundament außerhalb der Autobahn gesichert.

„Das hochkomplexe Einheben des erstenSegments der Brücke über die Autobahn hat geklappt. Ich danke allen Beteiligtenfür ihr Engagement und die hohe Professionalität, mit der sie diese Arbeiterledigt haben“, sagt Regierungspräsident Wolfgang Reimer und betont: „Ich hoffe,dass der zweite Teil der Brücke nächste Woche genauso problemlos eingehobenwird und wünsche allen Beteiligten dafür viel Erfolg.“

Am kommenden Wochenende wird dann daszweite Segment eingehoben. Dazu wird jedoch nur die Fahrtrichtung Karlsruhe vonSamstag, den 25. Juni um 21 Uhr bis Sonntag, den 26. Juni um 9 Uhr vollgesperrt. Die Umleitung erfolgt wie bei der ersten Sperrung über die B 14 unddie L 1187. In Fahrtrichtung München können zwei Fahrstreifen genutzt werden.

Fotos (pdf, 2.6 MB)

Hintergrund:

Auf der A/A81 herrscht einVerkehrsaufkommen von über 130.000 Fahrzeugen mit einem Schwerverkehranteil von21.000 Fahrzeugen. Für 2020 wird in diesem Streckenabschnitt ein Aufkommen vonungefähr 150.000 Kfz erwartet. Um den Verkehr im Bereich der Trennung der A8/A81 staufreier fließen zu lassen, wird ein Verflechtungsstreifen vom AKStuttgart bis zur AS Leonberg/Ost gebaut.

Im Bereich der in den Jahren 1936/37gebauten Wirtschaftsweg-Überführung „Rotes Steigle“ passt allerdings keine 4.Fahrspur unter der bestehenden Brücke hindurch.

Daher muss die alte, gestalterisch sehrgelungene Brücke trotz ihres noch tragfähigen Zustandes abgerissen und durchein neues Bauwerk ersetzt werden.

Die Brücke stellt für die Land- undForstwirtschaft, unter anderem für Holztransporte, eine wichtige Querung überdie Autobahn dar. Daher muss eine Ersatzbrücke zunächst fertiggestellt sein,bevor das alte Bauwerk abgerissen werden kann.

Dadie Brücke später von sehr vielen Autofahrern gesehen wird, wurde auf eine guteGestaltung großer Wert gelegt. Aus diesem Grund beauftragte man dasinternational bekannte und renommierte Stuttgarter Ingenieurbüro Schlaich,Bergermann und Partner (SBP) mit der Entwurfsbearbeitung.

DerStahlbogen wird als dichtgeschweißter Hohlkasten ausgeführt, ebenso dieschrägen Stahlstreben. Die Querschnitte ändern sich mit dem Verlauf des Bogensund der Streben, d.h. der Stahlbogenhohlkasten verjüngt sich in derSeitenansicht von den Kämpferfundamenten bis hin zum Bogenscheitel. Im Bereichdes Bogenscheitels verschmilzt der Stahlbogen mit dem Überbau.

Aufden Streben wird ein über die gesamte Länge durchgehendes, ca. 3,0 m breitesStahlblech mit oben liegenden Längssteifen angeordnet. Der Verbund zum Betonwird mit aufgeschweißten Kopfbolzendübeln hergestellt.

DerBogenfuß wird mittels einer wartungsfreien Edelstahlkippleiste gelenkig an dieBogenfundamente angeschlossen. Durch den gelenkigen Anschluss werden nur Druckkräftein das Bogenfundament eingeleitet.

DieBauwerksabmessungen betragen in der Gesamtlänge etwa 76,0 m, die Breite zwischenden Kappen 5,0 m. Die Bogenspannweite beträgt ca. 59,75 m.