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Handwerk, Hightech, Forschung: Publikation gibt Einblicke in die denkmalgerechte Instandsetzung des Freiburger Münsterturms

Das neue Arbeitsheft 41 des Landesamts für Denkmalpflege (LAD) im Regierungspräsidium Stuttgart gibt Einblicke in die Instandsetzung der letzten Jahre und den denkmalpflegerischen Umgang mit diesem Wahrzeichen der Stadt.

Zeitungsstapel

Schlank und elegant erhebt er sich in den Himmel, gekrönt von einem filigranen Maßwerkhelm – der Freiburger Münsterturm. Das neue Arbeitsheft 41 des Landesamts für Denkmalpflege (LAD) im Regierungspräsidium Stuttgart gibt Einblicke in die Instandsetzung der letzten Jahre und den denkmalpflegerischen Umgang mit diesem Wahrzeichen der Stadt. Die Landesdenkmalpflege betreut das Bauwerk gemeinsam mit der Münsterbauhütte Freiburg und dem Erzbischöflichen Bauamt Freiburg.

„Es ist erstaunlich, dass dieser doch weithin geschätzte, einzigartige Turm bislang weder vollständig erforscht noch entsprechend dazu publiziert wurde“, so Münsterbaumeisterin Yvonne Faller. Zwar sei zu einzelnen Themen Literatur zu finden, eine gesamthafte Betrachtung und wissenschaftliche Aufarbeitung hätten jedoch bisher gefehlt.
Das nun vorliegende Arbeitsheft der Denkmalpflege schließt endlich eine Lücke in Richtung Gesamterfassung und Würdigung. Anhand der Sanierungsschritte der letzten Jahre und unter dem Blickwinkel des denkmalgerechten Umgangs mit der wertvollen gotischen Bausubstanz werden die einzelnen Bauteile des Freiburger Münsterturms umfassend beschrieben. „Das Besondere daran sind die unterschiedlichen Perspektiven der Autorinnen und Autoren, da diese ihre Themen mit profunder Kenntnis aus der Sicht ihrer jeweiligen Profession präsentieren“, so Yvonne Faller.

Von 2006 bis 2018 war der Münsterturm eine Hightech-Baustelle im Herzen der Stadt Freiburg. Um den Westturm für die Zukunft zu sichern, waren komplexe Spezialkenntnisse und individuelle Konzepte nötig. Die langjährige Turmbaustelle forderte gleichermaßen Vertrauen in traditionelles Handwerk und modernste Technologie; immer wieder wurde abgewogen zwischen der Weiterführung historisch bewährter Konzepte, handwerklicher Reparatur und restaurierender Konservierung. Aus faszinierenden Blickwinkeln und reich bebildert berichten die vorliegenden Beiträge vom Umgang mit den Gewerken Stein, Farbe, Holz und Metall. „Die an diesem Monument jeweils gefundenen Lösungen haben denkmalfachlich Beispielcharakter“, sagt Prof. Dr. Claus Wolf, Präsident des Landesamts für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart. Dokumentiert werde somit in vielerlei Hinsicht eine Erfolgsgeschichte sowohl für das Bauwerk selbst als auch für die Landesdenkmalpflege.

Die Publikation „Der Freiburger Münsterturm: Handwerk, Hightech, Forschung – Stein, Farbe, Holz, Metall“ ist als Arbeitsheft 41 des Landesamts für Denkmalpflege über den Buchhandel oder den Jan Thorbecke Verlag zu beziehen.