Pressemitteilung

Land fördert Hochwasserrückhaltebecken Schachen in Weinstadt (Rems-Murr-Kreis) mit 4 Millionen Euro

Regierungspräsident Wolfgang Reimer: „Wir müssen uns vermehrt auf extreme Wetterereignisse vorbereiten – hierfür sind neue Schutzanlagen ebenso wichtig wie die bauliche Anpassung bestehender Anlagen“

Übergabe Förderbescheid HRB Schachen am 4. Oktober 2021 (v.l.n.r. Regierungspräsident Wolfgang Reimer, Oberbürgermeister Michael Scharmann)

Übergabe Förderbescheid HRB Schachen am 4. Oktober 2021 (v.l.n.r. Regierungspräsident Wolfgang Reimer, Oberbürgermeister Michael Scharmann)

Regierungspräsident Wolfgang Reimer hat heute Michael Scharmann, Oberbürgermeister von Weinstadt, einen Förderbescheid von über 4 Millionen Euro für das Hochwasserrückhaltebecken Schachen übergeben. „Das Land investiert bereits seit Jahrzehnten, um die Hochwassergefahren in den Kommunen zu verringern – so auch in Weinstadt im Remstal mit dem Hochwasserrückhaltebecken Schachen. Da die alte Stauanlage technische Defizite aufweist und der Stauraum erheblich vergrößert werden muss, ist ein Neubau des Hochwasserrückhaltebeckens erforderlich“, sagte Regierungspräsident Wolfgang Reimer. „Ich freue mich, dass wir diese wichtige Hochwasserschutzmaßnahme durch eine Förderung nach den Förderrichtlinien Wasserwirtschaft unterstützen können. Gerade vor dem Hintergrund des Klimawandels stehen wir als verlässlicher Partner an der Seite der Kommunen“, so Reimer weiter.

Oberbürgermeister Michael Scharmann betonte: „Beim letzten Starkregenereignis rund um Strümpfelbach hat sich gezeigt, dass das vorhandene Hochwasserrückhaltebecken für solche Extremereignisse nicht ausgelegt ist. Das Rückhaltebecken Schachen war damals von den Wassermassen überströmt worden. Damit Strümpfelbach in Zukunft vor Fluten und Hochwasser besser geschützt werden kann, wird das Rückhaltebecken Schachen nun komplett neu gebaut. In Zeiten von immer häufiger werdenden Starkregenereignissen wird solch ein Schutz immer wichtiger. Die Stadt Weinstadt bedankt sich beim Regierungspräsidium Stuttgart für die große finanzielle Unterstützung bei diesem Projekt.“

Den überörtlichen Hochwasserschutz im Remstal hat der Wasserverband Rems als Aufgabe übernommen. In ihm haben sich das Regierungspräsidium Stuttgart, die Landratsämter Ostalb und Rems-Murr sowie zwölf Rems-Anliegergemeinden zusammengeschlossen. Seine vier Hochwasserrückhaltebecken zwischen Schwäbisch Gmünd und Winterbach können bis zu 3,5 Millionen Kubikmeter Wasser speichern und schützen auch die an der Rems liegenden Teilorte von Weinstadt.
Darüber hinaus dürfen die Gefahren durch Hochwasser an den zahlreichen Remszuflüssen nicht vernachlässigt werden. Das Hochwasserrückhaltebecken Schachen soll zukünftig den Teilort Strümpfelbach vor Hochwasser schützen, das aus dem Schurwald kommt.

An den Kosten in Höhe von 5,79 Millionen Euro für das Hochwasserrückhaltebecken Schachen beteiligt sich das Land mit 70 Prozent der förderfähigen Ausgaben. Das entspricht einer Förderung in Höhe von rund 4 Millionen Euro.

„Hochwasserrückhaltebecken sind für den Hochwasserschutz im Land unverzichtbar. Wie es sich leider Mitte Juli im Ahrtal und in Nordrhein-Westfalen gezeigt hat, ist der Hochwasserschutz von enormer Bedeutung. Daher ist es sehr wichtig, dass kritische Infrastrukturen auch bei Ausfall oder Überlastung von Hochwasserschutzanlagen weiter funktionieren“, sagte Reimer.

Hintergrundinformationen

Der Standort des Hochwasserrückhaltebeckens (HRB) Schachen liegt etwa 500 Meter südöstlich des Stadtteils Strümpfelbach der Stadt Weinstadt im Bereich des Schurwaldes. In das HRB mündet der Strümpfelbach, der am Beckenstandort ein Gesamteinzugsgebiet von 3,34 Quadratkilometern hat. Geplant ist ein kompletter Neubau am aktuellen Standort. Die Inbetriebnahme des Hochwasserrückhaltebeckens ist für das Jahr 2024 geplant.

Foto: Übergabe Förderbescheid HRB Schachen am 4. Oktober 2021 (v.l.n.r. Regierungspräsident Wolfgang Reimer, Oberbürgermeister Michael Scharmann), Quelle: Weinstadt/Claudia Leihenseder (jpg, 1.3 MB)