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Pressemitteilung

Renaturierung der Leinmündung in Abtsgmünd (Ostalbkreis)

​Der Landesbetrieb Gewässer im Regierungspräsidium Stuttgart führte seit Ende Juni 2019 Bauarbeiten zur Renaturierung der Leinmündung in Abtsgmünd durch. Zum Ende der Baumaßnahme weihten heute Rudolf Uricher, Leiter der Abteilung Umwelt des Regierungspräsidiums Stuttgart, zusammen mit Bürgermeister Armin Kiemel die Gewässerrenaturierung in Abtsgmünd ein.

Uricher lobt die gelungene Maßnahme im Mündungsbereich von Kocher und Lein: „Wir haben den beiden Flüssen ein naturnahes Gewässerbett zurückgegeben und wertvolle Lebensbereiche für Tier- und Pflanzenwelt im Wasser und an den Ufern geschaffen. Die Feinarbeiten überlassen wir dem Flusswasser. Die Menschen werden eine lebendige, sich verändernde Flusslandschaft mitten in Abtsgmünd erleben können.“

Mit dieser Maßnahme hat der Landesbetrieb Gewässer des Regierungspräsidiums Stuttgart ein deutlich breiteres und strukturreicheres Gewässerbett hergestellt. Kiesinseln und Steinbänke sorgen für mehr Strömung und Durchlüftung. Bäume, die der Verbreiterung weichen mussten, wurden als sogenanntes Totholz im Gewässer eingebaut und sind nun neben Flachwasserzonen und Stellen mit großer Wassertiefe Rückzugsmöglichkeiten sowie Laichplätze und Kinderstuben für Fische. An den Ufern wechseln sich Steilhänge mit flachen Böschungen ab. Mit Hilfe der neu gepflanzten Bäume soll sich ein gewässerbegleitender Ufergehölzsaum entwickeln.

Auf rund 500 Flussmetern wurden rund 30.000 Kubikmeter Erde entnommen. Davon konnten 6.000 Kubikmeter Erde als Untergrund für den von der Gemeinde Abtsgmünd vorgesehenen Bau eines Rettungszentrums auf der anderen Seite der Bundesstraße B 19 wieder eingebaut werden. Dadurch konnten Transport- und Entsorgungskosten sowie die Anlieferung von geeignetem Erdmaterial eingespart werden.

Der Landesbetrieb Gewässer hat insgesamt rund 1,3 Millionen Euro in diese Maßnahmen investiert. Die Gemeinde Abtsgmünd hat die Ufergrundstücke zur Verfügung gestellt.