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  • Abteilung 4
    18.12.2020
    B 10: Neue Egelseebrücke bei Vaihingen an der Enz (Landkreis Ludwigsburg) ist fertiggestellt
    Verkehrsfreigabe Egelseebrücke erfolgt / Rückbau der Behelfsbrücke bis Mitte 2021
     Die Egelseebrücke kurz vor der Freigabe (Quelle: RPS)

    ​Seit Dezember 2019 liefen die Bauarbeiten für die neue Egelseebrücke bei Vaihingen an der Enz. Die alte Stahlbetonbrücke wurde durch eine Spannbetonbrücke mit einer Länge von 92 Metern und einer Breite von 12 Metern ersetzt. Die alte Stahlbetonbrücke wurde im Oktober 2019 gesprengt. Der Ersatzneubau – die neue Spannbetonbrücke – ist jetzt fertiggestellt. Damit kann der Verkehr nun über die neue Brücke geleitet werden – und nicht mehr über die zwischenzeitlich genutzte Behelfsbrücke.

    Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur Steffen Bilger MdB erklärte: „Die B 10 als vielbefahrene Bundesstraße ist einer besonderen Belastung ausgesetzt. Die Folgen der Belastung haben sich auch bei der Egelseebrücke bemerkbar gemacht. Die Investitionen des Bundes in Höhe von 7,6 Millionen Euro sind gut investiertes Geld. Nun ist es wichtig, dass wir auch beim Ausbau der B 10 von Enzweihingen bis Stuttgart zügig vorankommen.“

    Verkehrsminister Winfried Hermann MdL unterstrich: „Gerade Brückenbauwerke verschleißen durch eine intensive Nutzung und sind irgendwann irreparabel. Die 2019 gesprengte alte Egelseebrücke stammte aus den ersten Nachkriegsjahren und musste daher erneuert werden. Ich freue mich, dass wir sie durch eine ästhetische neue Brücke ersetzen konnten und diese noch vor Weihnachten für den Verkehr freigeben können – gut zwei Monate früher als geplant.“

    Regierungspräsident Wolfgang Reimer betone: „Die Egelseebrücke ist ein wichtiger Teil der B 10, die wiederum eine der zentralen Ost-West-Verbindungen im Stuttgarter Regierungsbezirk darstellt. Umso besser ist es, dass der Brückenneubau schneller fertiggestellt werden konnte. Ich danke allen Beteiligten für ihr großes Engagement und ihren Einsatz bei der zügigen Realisierung.“

    Reimer erklärte, dass die die Behelfsbrücke, über die der Verkehr seit dem Sprengabbruch im Oktober 2019 fließe, ab Januar zurückgebaut werde. Dies dauere etwa bis Mitte 2021.

    Freude herrscht auch bei Vaihingens Oberbürgermeister Gerd Maisch: „Mit der Verkehrsfreigabe für die neu gebaute Egelseebrücke gehört das seit Ende 2014 bestehende Nadelöhr an einer der wichtigsten Verkehrsachsen im Raum Vaihingen an der Enz endlich der Vergangenheit an.“ Maischs Dank gilt Anliegern wie auch Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern für das Verständnis während der Bauarbeiten, vor allem aber auch den am Bau Beteiligten für die hervorragende Arbeit.

    Der Bund investierte in den Abbruch der alten Egelseebrücke rund 1,2 Millionen Euro. Der Ersatzneubau wird etwa 6,4 Millionen Euro kosten. Damit liegen die Gesamtkosten bei 7,6 Millionen Euro.


    Hintergrundinformationen:
    Die ursprüngliche Egelseebrücke war eine Stahlbetonbrücke aus den ersten Nachkriegsjahren 1947 bis 1949. Bei einer routinemäßigen Hauptprüfung des Brückenbauwerks 2014 wurden teils starke Schädigungen des Überbaus sowie rechnerisch nachgewiesene Tragfähigkeitsdefizite festgestellt. Die Egelseebrücke wurde mit der Zustandsnote 3,4 bewertet.

    Im Jahre 2016 mussten zusätzliche Sofortmaßnahmen zur Entlastung der Egelseebrücke getroffen werden, um den sicheren Weiterbetrieb bis zur Errichtung des Ersatzneubaus zu gewährleisten. Hierzu wurde nördlich der bestehenden Brücke eine Behelfsumfahrung mit einer einfeldrigen Stahlfachwerkbrücke und entsprechenden Straßendämmen inklusive einem Durchlassbauwerk für die unterführte Walter-de-Pay-Straße hergestellt. Die Egelseebrücke konnte einspurig in Fahrtrichtung Stuttgart befahren werden, während der Verkehr in Fahrtrichtung Pforzheim über die Behelfsumfahrung lief.

    Das Regierungspräsidium Stuttgart hatte Anfang September 2019 mit den Vorarbeiten für den Sprengabbruch der bestehenden Egelseebrücke begonnen. Im Oktober 2019 wurde das bestehende Brückenbauwerk per Sprengung abgebrochen. Nach dem Abtrag des gesamten Abbruchmaterials wurde unverzüglich mit den sogenannten Gründungsarbeiten für das neue Brückenbauwerk begonnen, die im Frühjahr 2020 abgeschlossen werden konnten.


    Die Hauptbaumaßnahme umfasst zwei Bauphasen:

    Bauphase 1: Abbruch der bestehenden Enzbrücke Egelsee
    In der ersten Bauphase wurde die bestehende Egelseebrücke abgebrochen, um Platz für den Ersatzneubau zu schaffen. Der Abbruch erfolgte in Abstimmung mit der unteren Naturschutzbehörde durch eine Sprengung am 5. Oktober 2019. Hierzu musste die B 10 aus Verkehrssicherheitsgründen stundenweise voll gesperrt werden. Seit dem Abbruch verlief der Verkehr auf der B 10 einspurige und mit Ampelanlage über die bereits vorhandene Behelfsbrücke.

    Bauphase 2: Ersatzneubau der Enzbrücke Egelsee Hauptbaumaßnahme
    In der zweiten Bauphase wurde die neue dreifeldrige Spannbetonbrücke mit einer Länge von etwa 92 Metern und einer Breite von 12 Metern errichtet. Mit dem Ersatzneubau der Egelseebrücke wurde nach Abschluss der Abbrucharbeiten im Dezember 2019 begonnen. Die ursprünglich geplante Bauzeit von rund 1,5 Jahren konnte durch einen reibungslosen Bauablauf ohne wesentliche witterungsbedingte Verzögerungen verkürzt werden, sodass der Fertigstellungstermin und damit die Verkehrsfreigabe noch vor Weihnachten 2020 möglich ist. Ab Anfang 2021 wird die Behelfsbrückte zurückgebaut.

    Aktuelle Informationen über Straßenbaustellen im Land können Interessierte auf der Internetseite der Straßenverkehrszentrale des Landes Baden-Württemberg unter www.verkehrsinfo-bw.de abrufen. VerkehrsInfo BW gibt es auch als App (kostenlos und ohne Werbung) – Infos unter: www.verkehrsinfo-bw.de/verkehrsinfo_app. Unter www.svz-bw.de liefern an verkehrswichtigen Stellen auf Autobahnen und Bundesstraßen installierte Webcams jederzeit einen Eindruck von der momentanen Verkehrslage.

     

     

    Abbau der Verkehrssicherung an der Egelseebrücke (Foto: RPS)


    Abbau der Verkehrssicherung an der Egelseebrücke (Foto: RPS)

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