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  • Abteilung 4
    21.12.2020
    A 81 Engelbergtunnel: Beginn der zweiten Bauphase im April 2021 möglich / geplante Baukosten erhöhen sich nicht
    Land erzielt Ergebnis zum Weiterbau

    ​Ab der zweiten Bauphase muss in den laufenden Verkehr der Autobahn A 81 eingegriffen werden. Die Sperrung einzelner Fahrstreifen findet jedoch ausschließlich in der verkehrsärmeren Zeit von 20:00 bis 5:00 Uhr statt. Somit stehen tagsüber alle sechs vorhandenen Fahrstreifen zur Verfügung. Lediglich die Fahrstreifenbreiten sowie damit einhergehend die Geschwindigkeit werden eingeschränkt. Es werden keine Umleitungen in das nachgeordnete Straßennetz erforderlich.

    Um die Beeinträchtigungen für die Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer so kurz und gering wie möglich zu halten, erfolgt diese Verkehrsumlegung – und somit der Start der zweiten Bauphase – jedoch erst, wenn alle Voraussetzungen für den kontinuierlichen Bauablauf der zweiten Bauphase sichergestellt sind. Eine wichtige Voraussetzung sind dabei die vorproduzierten und für die Verstärkung der Tunnelinnenschale notwendigen Stahlbauteile. An diese rund 700 Stahlbauteile müssen hohe Qualitätsansprüche gestellt werden, die sich vor allem aus dem Einbau im Verkehrsraum und den besonderen Anforderungen des Engelbergtunnels ergeben. Die ersten 70 Stahlbauteile waren diesen Sommer an der Baustelle eingetroffen. Die detaillierte Überprüfung dieser Stahlbauteile auf der Baustelle zeigte jedoch, dass die Qualität nicht ausreichend war. Die Schweißnähte entsprachen in Teilabschnitten der fünf Meter langen Stahlbauteile nicht den geforderten Qualitätsansprüchen. Die Robustheit der Konstruktion wäre unter Umständen beeinträchtigt. Von einem anderen, von der Arbeitsgemeinschaft beauftragten Werk sind 70 neue Stahlbauteile auf der Baustelle eingetroffen. Diese sind in einer guten Qualität.

    Da die Verkehrssicherheit für das Land oberste Priorität hat, arbeiteten das Regierungspräsidium Stuttgart und die beauftragte Arbeitsgemeinschaft gemeinsam mit verschiedenen Stahlbauspezialisten daran, eine Lösung zu finden. Zwischenzeitlich konnte das Land ein Ergebnis zur Weiterführung der Hauptbaumaßnahme Engelbergtunnel erzielen. Rund 200 der bereits produzierten Stahlbauteile werden umfangreich nachgearbeitet, sodass sie den hohen Qualitätsansprüchen genügen. Die beauftragte Baufirma wird Sorge dafür tragen, dass die noch zu produzierenden rund 430 Stahlbauteile ebenfalls den geforderten Qualitätsansprüchen entsprechen. Hierfür wird die Produktion in zwei Werken noch engmaschiger durch die Baufirma mit zusätzlichen Qualitätssicherungsmaßnahmen überwacht.  

    Die Kosten der Hauptbaumaßnahme von rund 130 Millionen Euro werden sich nicht erhöhen. Mehrkosten entstehen für den Bund als Baulastträger durch die Qualitätsprobleme nicht. Jedoch wird sich aufgrund des verzögerten Starts der zweiten Bauphase, die zunächst für dieses Frühjahr geplant war, die Baumaßnahme um etwa ein Jahr verlängern. Dies lässt sich nicht vermeiden, da die entsprechende Qualität der Stahlbauteile sichergestellt werden muss. Außerdem ist der Aufbau der Verkehrssicherung für die Verkehrsumlegung in der zweiten Bauphase witterungsbedingt in den Wintermonaten schwer umsetzbar.

    Aktuelle Informationen über Straßenbaustellen im Land können Interessierte auf der Internetseite der Straßenverkehrszentrale des Landes Baden-Württemberg unter www.verkehrsinfo-bw.de abrufen. VerkehrsInfo BW gibt es auch als App (kostenlos und ohne Werbung) – Infos unter: www.verkehrsinfo-bw.de/verkehrsinfo_app.
    Unter www.svz-bw.de liefern an verkehrswichtigen Stellen auf Autobahnen und Bundesstraßen installierte Webcams jederzeit einen Eindruck von der momentanen Verkehrslage.

    Hintergrundinformationen:
    Mit der Hauptbaumaßnahme erfolgt eine umfangreiche bauliche und betriebstechnische Ertüchtigung des Engelbergtunnels. Im Zuge der baulichen Arbeiten werden die Tunnelinnenschalen auf einer Länge von jeweils etwa 175 Meter ertüchtigt. Durch die betriebstechnischen Arbeiten wird die komplette Sicherheits- und Betriebstechnik über die gesamte Länge beider Tunnelröhren auf 2.520 Meter erneuert. Außerdem werden alterstypische Schäden im Tunnel beseitigt. Die Baukosten betragen etwa 130 Millionen Euro und werden vom Bund als Baulastträger übernommen. Geplantes Bauende ist nun Mai 2025.

    Das Regierungspräsidium Stuttgart hat mit der Durchführung der Hauptbaumaßnahme des Engelbergtunnels eine Arbeitsgemeinschaft beauftragt, die aus zwei Firmen aus Baden-Württemberg sowie einer Firma aus Österreich besteht. Die Herstellung der Stahlbauteile im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft erfolgt durch zwei zertifizierte Werke in der Ukraine nach europäischer Norm. Die Qualität muss vor Ort bei der Produktion durch das zertifizierte Werk und auf der Baustelle durch die beauftragte Baufirma überprüft werden. Zusätzlich war ein vom Regierungspräsidium Stuttgart beauftragtes Prüfinstitut vor der Produktion für eine Überprüfung im Werk, um die Qualität sicherzustellen und sich vor Ort ein Bild zu machen.

    Ab 1. Januar 2021 übernimmt die Autobahn GmbH sämtliche Aufgaben in Bezug auf Autobahnen in Deutschland – das heißt Planung, Bau, Betrieb, Erhaltung, Finanzierung und vermögensmäßige Verwaltung. Die zuständigen Mitarbeitenden des Regierungspräsidiums Stuttgart werden ab dann als Mitarbeitende der Autobahn GmbH Niederlassung Südwest weiterhin die Hauptbaumaßnahme am Engelbergtunnel betreuen.

​​Pressestelle

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Telefax 0711 7846940


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Pressereferentin
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Pressereferent
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Assistenz der Pressestelle
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