Pressemitteilung

1,7 Millionen Euro Landeszuschuss für den Anschluss der Abwasserbeseitigung der Gemeinde Waldstetten an die Kläranlage in Schwäbisch Gmünd (Ostalbkreis)

Regierungspräsidentin Susanne Bay: „Die Verbesserung der Abwasserinfrastruktur im ländlichen Bereich ist von großer Bedeutung, daher unterstützen wir diese gezielt“

Übergabe des Landeszuschusses für den Anschluss der Abwasserbeseitigung der Gemeinde Waldstetten

Regierungspräsidentin Susanne Bay hat heute (28. September 2023) Michael Rembold, Bürgermeister der Gemeinde Waldstetten, einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 1.743.700 Euro für den Anschluss der Waldstettener Abwasserbeseitigung an die Kläranlage in Schwäbisch Gmünd übergeben. Mit den Fördermitteln wird so der Bau einer rund 1,2 Kilometer langen Freispiegelleitung für das in Waldstetten anfallende Abwasser bis zur Kanalisation von Schwäbisch Gmünd gefördert.

„Dem Land Baden-Württemberg ist die Verbesserung der Abwasserinfrastruktur im ländlichen Bereich ein wichtiges Anliegen. Größere Anlagen können wirtschaftlicher und energieeffizienter betrieben werden. Sie erzielen außerdem bessere Reinigungsleistungen. Daher ist die Förderung der Anschlüsse kleiner Kläranlagen an größere Einheiten einen Schwerpunkt der Förderung im Bereich ‚Abwasser‘“, sagte Regierungspräsidentin Susanne Bay bei der Übergabe des Förderbescheids.

Der Anschluss an die Kläranlage in Schwäbisch Gmünd ist der erste der insgesamt drei Abschnitte der Neustrukturierung der Abwasserbeseitigung in Waldstetten. Im Anschluss wird die Kläranlage in Waldstetten zurückgebaut und ein neues Regenüberlaufbecken auf der Kläranlage in Schwäbisch Gmünd errichtet.

„Die enormen Anstrengungen unserer Gemeinde im Abwasserbereich ist auch eine wichtige Investition in den Umweltschutz und in die Gewässerökologie. Der hohe Zuschuss des Landes hilft uns unglaublich, diese Herausforderung gut zu stemmen“, sagte Michael Rembold, Bürgermeister der Gemeinde Waldstetten.

Die Gemeinde Waldstetten betreibt seit rund 60 Jahren eine Sammelkläranlage. Da die Anlage die zulässigen Ammonium-Werte im Ablauf nicht mehr einhalten kann, hat die Gemeinde im Jahr 2021 ein Gutachten erstellen lassen, in dem vier verschiedene Varianten zur Verbesserung der Abwassersituation untersucht wurden. Das Gutachten wurde vom Land mit 17.000 Euro gefördert. Als wirtschaftlich, ökologisch und wasserwirtschaftlich beste Variante hat sich der Anschluss an die Kläranlage Schwäbisch Gmünd in Form einer Freispiegelleitung mit anschließender Stilllegung der Kläranlage Waldstetten herausgestellt. Durch die Überleitung des Abwassers wird eine Konzentration der Behandlung in der Kläranlage Schwäbisch Gmünd erreicht, die mit einer verbesserten Gesamtreinigungsleistung und so einer Entlastung des zuvor durch Ammonium zu stark belasteten Gewässers (Waldstetter Bach) einhergeht.

Hintergrundinformationen:

Unter einer Freispiegelleitung wird ein Rohr(abschnitt) verstanden, durch das Wasser von einem höher gelegenen Anfangspunkt zu einem tiefer gelegenen Endpunkt gelangt – gemäß dem Gesetz der Schwerkraft.

Zu den Themen „Kommunales Abwasser“ und „Förderung der kommunalen Abwasserbeseitigung“ können Sie Informationen auf dem gemeinsamen Themenportal der Regierungspräsidien Baden-Württemberg abrufen.

Anlage:

Übergabe des Landeszuschusses für den Anschluss der Abwasserbeseitigung der Gemeinde Waldstetten an die Kläranlage in Schwäbisch Gmünd (v. l.): Die stellvertretende Bürgermeisterin Beate Kottmann, Martin Mager (Freie Wählervereinigung), Regierungspräsidentin Susanne Bay, Bürgermeister Michael Rembold, Michael Weber (CDU) sowie Oliver Beyn (Unabhängige Bürger). Quelle: Gemeinde Waldstetten (jpg, 2 MB)