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  • Abteilung 5
    08.12.2017
    PFC-Projekt zur Verbrauchersicherheit wird fortgesetzt
    Vorerntemonitoring 2017 abgeschlossen; Regierungspräsidium Karlsruhe zieht positive Bilanz

    ​Das vom Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz finanzierte Projekt „Umgang mit PFC-belasteten Flächen - Lösungen für den Anbau von landwirtschaftlichen Produkten und zur vorbeugenden Verbrauchersicherheit“ wird auch die nächsten Jahre fortgesetzt. Das Ministerium stellt die erforderlichen Projektmittel weiterhin zur Verfügung.

    „Mit der Fortsetzung und weiteren Finanzierung des Projektes unterstreicht das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz die Bedeutung des Vorerntemonitorings für den Verbraucherschutz. Mit dem Vorentemonitoring werden wichtige zusätzliche Erkenntnisse gewonnen, um die Sicherheit der erzeugten Lebensmittel zu gewährleisten, aber auch um die Versuche des Landwirtschaftlichen Technologiezentrums zu ergänzen. Die Gesamtheit aller Ergebnisse bildet die Grundlage für die vom Regierungspräsidium erarbeiteten Anbauempfehlungen“, so Regierungspräsidentin Nicolette Kressl heute (Freitag, 8. Dezember 2017) in Karlsruhe.

    Das PFC-Vorerntemonitoring als wichtigstes Instrument für die Lebensmittelsicherheit und damit für den vorsorgenden Verbraucherschutz ist der wesentliche Teil des Projektes, welches außerdem Gefäß- und Feldversuche des Landwirtschaftlichen Technologiezentrums beinhaltet, um weitere Kenntnisse über das Verhalten von kurzkettigen PFC in Pflanzen und damit auch Lösungen für eine zukunftsfähige landwirtschaftliche Produktion in den betroffenen Regionen zu erhalten.

    Im Rahmen der Fortführung des Projektes sollen die betroffenen Betriebe künftig noch intensiver begleitet und beraten werden, damit neue Erkenntnisse umgehend in die Anbauplanung einfließen können. Ziel ist, nach Möglichkeiten und Hilfestellungen für die einzelbetriebliche Umsetzung der Anbauempfehlung zu suchen, um daraus auf die Betriebe angepasste Konzepte zu entwickeln.

    Ergebnisse Vorerntemonitoring 2017

    Das Vorerntemonitoring für das Jahr 2017 ist abgeschlossen. Die Ergebnisse und die daraus zu ziehenden Schlüsse wurden mit den betroffenen Landwirten diskutiert und künftige Strategien besprochen. Eine besondere Brisanz ergab sich durch die erhebliche Zunahme der belasteten Fläche in Mannheim auf nunmehr 244 Hektar. Zusammen mit aktuell 503 Hektar im Raum Rastatt/Baden-Baden sind damit 747 Hektar belastet und stellen die Bewirtschafter vor erhebliche Probleme.

    Der größte Teil der Ergebnisse der auf PFC untersuchten Proben war negativ bzw. lag unter der Bestimmungsgrenze und damit weit unterhalb der Beurteilungswerte für Lebensmittel. Dies ist letztlich darauf zurückzuführen, dass die Landwirte die Lehren aus den Erfahrungen der vorangegangenen Jahre gezogen haben und mit empfindlichen Kulturen auf unbelastete Flächen ausgewichen sind. Insgesamt wurden PFC bei sechs Gemüseproben, davon eine Probe größer dem Beurteilungswert und 63 Proben Getreide, davon 16 Proben über dem Beurteilungswert für Lebensmittel nachgewiesen. Diese Partien, die einen Beurteilungswert überschritten, wurden nicht als Lebensmittel vermarktet.

    Die Ergebnisse untermauern die bisherigen Erkenntnisse hinsichtlich des Aufnahmevermögens einzelner Pflanzen. Weizen zeigt sich weiter als besonders kritisch bezüglich der Aufnahme von PFC. Das Regierungspräsidium hat die Landwirte hierauf verstärkt hingewiesen und wird auf die Einhaltung der Anbauempfehlung hinwirken. Ziel ist es, dass Weizen künftig auf belasteten Flächen nicht mehr angebaut wird.

    In beiden Belastungsgebieten ist die Verfügbarkeit von Beregnungswasser von großer Bedeutung. Dadurch wird maßgeblich die Nutzbarkeit der Flächen für eine Vielzahl der Kulturen beeinflusst. Die für die Beregnung genutzten Brunnen stehen unter Beobachtung und werden regelmäßig auf PFC untersucht.

    Weitere Informationen und eine Zusammenfassung der aktuellen Ergebnisse 2017 finden Sie hier.

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