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  • Abteilung 4
    13.12.2017
    B 28 / Stuttgarter Straße in Freudenstadt jetzt 4-streifig - Regierungspräsidentin Nicolette Kressl: Die Straße ist jetzt leistungsfähiger und verkehrssicherer geworden

    ​Regierungspräsidentin Nicolette Kressl, Landrat Dr. Klaus Michael Rückert und Oberbürgermeister Julian Osswald haben heute (Dienstag, 12. Dezember 2017) in Freudenstadt die 4-streifig ausgebaute Stuttgarter Straße offiziell für den Verkehr freigegeben.

    „Die für die Stadt und die ganze Region so wichtige Bundesstraße 28 ist nunmehr in Freudenstadt vollständig ausgebaut. Mit der heutigen Verkehrsfreigabe machen wir einen großen Schritt zur Verbesserung der Verkehrssituation in Freudenstadt“, so Regierungspräsidentin Nicolette Kressl bei der Freigabe.

    Die Baumaßnahme war für alle Beteiligten eine Herausforderung. Aufgrund von fehlenden Umleitungsmöglichkeiten mussten nahezu alle Arbeiten unter Verkehr stattfinden. Damit der Verkehr mit rund 22.000 Fahrzeugen pro Tag auf der B 28 auch durchgehend rollen konnte, erforderten der Bauablauf und die Verkehrsführung eine Bauabwicklung in zahlreichen Teilabschnitten. So wurden die ursprünglich geplanten vier Bauabschnitte in 15 Unterabschnitte unterteilt.
    Lediglich Bohrpfahlarbeiten zur Baugrubensicherung und der Einhub der Brückenfertigteile fanden in den verkehrsschwachen Zeiten bei Nacht statt. Hier wurde der Verkehr weiträumig umgeleitet.

    Im Oktober 2008 wurde mit dem Bau des ersten 450 Meter langen Abschnitts begonnen. Anschließend erfolgten im Jahr 2010 die Arbeiten im zweiten Bauabschnitt. Dieser Abschnitt beinhaltete den Bau einer Geh- und Radwegbrücke und  wurde im Sommer 2011 fertig gestellt. Der dritte Bauabschnitt folgte im Herbst 2011. In diesem Bauabschnitt wurden unter anderem drei Brücken neu gebaut. Der Startschuss für den Bau der beiden Brückenbauwerke über die Bahn fiel im Frühjahr 2013 und wurde Ende 2014 abgeschlossen. Der Bau eines weiteren Brückenbauwerks über die B 294 erfolgte ab dem Jahr 2014. Der vierte und letzte Bauabschnitt (südöstlich der Bahn) schloss sich nahtlos an. Sämtliche Anschlüsse der Knotenpunkte im letzten Bauabschnitt wurden neu trassiert und angelegt. Da auch in diesem letzten Bauabschnitt der Verkehr weiterhin durchgehend rollen sollte, konnte immer nur ein Anschlussast nach dem anderen hergestellt werden. Daher mussten die Arbeiten alleine im vierten Bauabschnitt in insgesamt sieben Unterabschnitte unterteilt werden. Nach etwas mehr als neun Jahren Gesamtbauzeit ist die Baumaßnahme nun fertig.

    Während dieser langen Bauzeit konnten sich die interessierten Bürgerinnen und Bürgern in einem Info-Container detailliert über den Gesamtausbau der B 28 und über die aktuelle Bauausführung anhand der ausgehängten Pläne und einer Visualisierung in Form eines Filmes informieren.

    Der Ausbau der Stuttgarter Straße ist eine Gemeinschaftsmaßnahme. Die Gesamtkosten hierfür belaufen sich auf rund 26,7 Millionen Euro, von denen 22,6 Millionen Euro durch den Bund getragen werden. Die Stadt Freudenstadt ist mit 2,82 Millionen Euro und der Landkreis mit 1,28 Millionen Euro beteiligt. Zudem erhalten beide eine Förderung nach dem Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsprogramm für den Bau und Ausbau kommunaler Straßen.

    „Das sind stolze Summen, aber diese sind gut angelegt“, so Regierungspräsidentin Kressl.

     
    Projektdaten B 28 - Freudenstadt
     
     
    Umsetzung der Baumaßnahme
     
     
    Die B 28, Stuttgarter Straße, in Freudenstadt wurde auf einer Länge von rund zwei
    Kilometern vierstreifig ausgebaut. Jede Richtungsfahrbahn hat nun eine Breite von 6,50 Metern. Im Rahmen dieser Ausbaumaßnahme waren vier Brückenbauwerke zu errichten und zehn Kreuzungen/Einmündungen umzubauen.
     
    Im Oktober 2008 wurde mit dem Bau des ersten Abschnitts begonnen. Da geeignete Umleitungsmöglichkeiten fehlten, mussten die gesamten Bauarbeiten unter Aufrechterhaltung des Verkehrs erfolgen.
     
    Der Bauablauf und die Verkehrsführung erforderten eine Bauabwicklung in zahlreichen Teilabschnitten:
     
    Bauabschnitt 1:
    • Straßenbau von der Shell-Tankstelle bis zur Fa. Bürkle
     
    Bauabschnitt 2:
    • Straßenbau von der Fa. Bürkle bis zur „alten Bahnbrücke“ mit der Herstellung ei-ner Geh- und Radwegbrücke in Höhe Kaufland (architektonisch ansprechende, geschwungene Form mit LED beleuchtetem Edelstahlhandlauf; dient der Verbindung des Wohngebietes Vogelsang mit dem Industriegebiet Freudenstadt)
     
    Bauabschnitt 3.1:
    • Herstellung einer Einfeldbrücke über die Bahn mit einer Spannweite von rund
    28 Metern. Hierfür wurden Spannbetonfertigteilträger verwendet und jeweils in der Nachtsperrpause der Bahn mit zwei Autokranen eingehängt. Schwierig hier-bei war, dass das Einheben von einer Seite aus erfolgen musste und das jeweilige Fertigteil „schwebend“ über den Gleisen an den zweiten Autokran umgehängt werden musste, so dass dann beide Autokrane im Parallelhub das Fertigteil an seinen vorgesehenen Platz heben konnten. Außerdem wurde die Kreisstraße  4740 auf einer Länge von 200 Metern ausgebaut (einschl. Neubau einer Brücke über die Bahn und zwei neuen Kreisverkehren).
     
    Bauabschnitt 3.2:
    • Abriss und Neubau einer Einfeldbrücke über die Bahn mit einer Spannweite von
    ca. 47 Metern, wobei in der Mitte oberhalb der Bahn Spannbetonfertigteile mit ei-ner Länge von ca. 23 Metern eingehängt und mit den Kragarmen der Ortbetonwiderlager vergossen wurden. Um die Brücke bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung des Verkehrs bauen zu können, wurden Betonbohrpfähle mit einer Länge von bis zu 13 Metern in der verkehrsarmen Zeit in der Nacht durch die Fahrbahn gebohrt und im Erdreich verankert. Dadurch konnte unter Aufrechterhaltung des Verkehrs ein Baugrubenverbau hergestellt werden.
     
    Bauabschnitt 3.3:
    • Neubau einer Zweifeldbrücke über die B 294 mit einer Spannweite von 67 Metern und einem Mittelpfeiler zwischen den Fahrsteifen der B 294 auf der Strecke Loßburg/Besenfeld.
     
    Bauabschnitt 3.4:
    • Herstellung zweier Stützmauern entlang der Bahn in Stahlbeton mit 141 Metern und 149 Metern Länge. Da die Arbeiten sehr dicht am Gleisbereich der Bahn waren, mussten die Arbeiten permanent vom Sicherheitspersonal der Bahn überwacht werden.
     
    Bauabschnitt 4.1:
    • Neubau der Robert – Bosch – Straße auf einer Länge von rund 250 Metern.
    Dieser Lückenschluss bildet die Verbindung des Industriegebietes Freudenstadt mit dem Hauptbahnhof und wurde im Vorgriff auf den letzten Bauabschnitt 4.2 hergestellt. Diese Verkehrsbeziehung sollte bei den zahlreichen Verkehrsum-legungen während des letzten Bauabschnitts eine Schlüsselrolle einnehmen und das Bauen unter Verkehr ermöglichen.
     
    Bauabschnitt 4.2:
    • Sämtliche Anschlüsse der Knotenpunkte im letzten Bauabschnitt wurden neu trassiert und angelegt. Da auch in diesem letzten Bauabschnitt der Verkehr
    weiterhin durchgehend rollen sollte, konnte immer nur ein Anschlussast nach dem anderen hergestellt werden. Daher mussten die Arbeiten in insgesamt sie-ben Unterabschnitte untergliedert werden. Die Lichtsignalanlagen und die Weg-weisung wurden hierbei ebenfalls erneuert und eine Einfädelspur auf der B 294 hergestellt.
     
    Während der lang andauernden Bauzeit wurden detaillierte Informationen über den Ausbau der B 28 und über aktuelle Sachstände in der Bauausführung in einem Info-Container bereitgestellt, in welchem Pläne zur Ansicht aushängten und eine Visualisierung in Form eines Filmes über das Bauvorhaben informierte.
     
     
    Technische Daten:
     
    Länge B 28:   2,047 Kilometer
    Länge Anschlüsse:  1,250 Kilometer
     
    Fahrbahnbreite B 28: je Richtungsfahrbahn 6,50 Meter
    Fahrbahnaufbau:  75 Zentimeter
     
    Erdarbeiten:   ca. 40.000 Kubikmeter
    Asphalt:   ca. 60.000 Quadratmeter
     
     
    Kosten:
     
    Gesamtkosten:    26,7  Millionen Euro
     
     Anteil Bund:    22,6  Millionen Euro
     Anteil Landkreis Freudenstadt:   1,28  Millionen Euro
     Anteil Stadt Freudenstadt:    2,82  Millionen Euro
     
    Wesentliche Einzelkosten:
     
     Straßenbau:    10,21  Millionen Euro
     Brücke über die DB:    4,18  Millionen Euro
     Brücke über die B 294:    3,02  Millionen Euro
     Geh- und Radwegbrücke:    1,00  Millionen Euro
     Bepflanzung:      0,64  Millionen Euro 

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