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  • Abteilung 1
    17.06.2015
    Klimaschutz beginnt an der Haustüre
    Energieforum im Regierungspräsidium betont Chancen des neuen Wärmegesetzes in Baden-Württemberg

    ​"Auch im eigenen Haus können und müssen wir einen Beitrag dazu leisten, unseren ökologischen Fußabdruck umweltfreundlicher zu gestalten“ – mit diesem persönlichen Appell eröffnete Regierungspräsidentin Nicolette Kressl das Forum „Energiewende in Gebäuden“ am 16. Juni 2015 in Karlsruhe. Nicht nur das Thema, auch der Zeitpunkt des bereits dritten RP-Forums zur Energiewende waren gut gewählt: Zum 1. Juli 2015, also in wenigen Tagen, tritt in Baden-Württemberg das novellierte „Erneuerbare-Wärme-Gesetz“ (EWärmeG) in Kraft. Das Gesetz zielt darauf ab, bei der Heizung und Warmwasserbereitung in Gebäuden verstärkt fossile Brennstoffe einzusparen und damit zur Verbesserung des Klimaschutzes beizutragen.

    Vor einem Expertenkreis von Architekten, Planungsbüros sowie technischen und verwaltungsrechtlichen Fachleuten gaben die Beiträge des Forums einen Überblick über die Anforderungen und Handlungsoptionen nach dem weiterentwickelten Wärmegesetz. Nach dem Austausch oder dem erstmaligen Einbau einer zentralen Heizungsanlage sind die Hauseigentümer verpflichtet, mindestens 15 Prozent des jährlichen Wärmeenergiebedarfs durch erneuerbare Energien zu decken – bisher galt in Baden-Württemberg eine Zielvorgabe von 10 Prozent.

    „Wir dürfen über Klimawandel und Energiewende nicht nur reden, sondern wir müssen auch selbst mit anpacken, wenn sich etwas ändern soll“ – mit diesen Worten appellierte die Regierungspräsidentin an die geladenen Fachleute, das neue Wärmegesetz nicht als Hürde, sondern als Chance zu begreifen. Insgesamt stehe die Initiative und Kreativität aller Akteure von der Planung, dem Bau bis zum Erhalt eines Gebäudes im Vordergrund. Die im Grundgesetz verankerte Sozialbindung des Eigentums mache vor der Energiefrage nicht halt, angesichts der aktuellen Klimaentwicklung komme es nun auf jeden einzelnen an, bei der Energiewende mitzumachen.

    Im Vergleich zur bisherigen Regelung verlange die Novellierung nicht nur eine spürbare Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien bei der Wärmeversorgung eines Gebäudes, sondern biete auch eine breitere und flexiblere Anwendungspraxis, um für jeden Einzelfall eine passende Lösung zu finden. Die Neuregelung verbinde daher auch die gesteigerten Anforderungen mit einer breiteren Auswahl und mehr Kombinationsmöglichkeiten bei den Erfüllungsoptionen. Beispielsweise könne mit dem neuen Instrument des Sanierungsfahrplanes ein wertvoller Anstoß dazu gegeben werden, die energetische Umweltbelastung eines Gebäudes mit einer persönlichen Langzeitstrategie zu verbessern – das helfe der Umwelt, aber auch den Eigentümern und Bewohnern, bilanzierte die Regierungspräsidentin.

    Im Verwaltungsaufbau sind die unteren Baurechtsbehörden die ersten Ansprechpartner für die Bürgerinnen und Bürger, wenn es darum geht, die Anforderungen des Wärmegesetzes zu erfüllen. Aber auch das Regierungspräsidium stehe mit seiner Energieberatung bereit, um bei Rechts-und Einzelfragen Unterstützung zu leisten. Deutlich wurde bei den Vorträgen und bei den daran anknüpfenden Diskussionsbeiträgen, dass die Bereitstellung von Informationen und eine leicht zugängliche Beratung auf allen Ebenen die Grundlage für den Erfolg des neuen Gesetzes schaffen. Die Regierungspräsidentin verwies in diesem Zusammenhang auch auf die aktuellen Informationsangebote auf den Internetseiten des Umweltministeriums Baden-Württemberg, des Regierungspräsidiums, von „Zukunft Altbau“ sowie zahlreicher Energieagenturen in Baden-Württemberg.

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