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  • Abteilung 5
    02.10.2019
    Regierungspräsidium und Städtischer Forst führen Pflegearbeiten im Naturschutzgebiet „Glaswiesen und Glaswald“ durch

    ​Im Nordwesten von Alpirsbach liegt inmitten des weiten Glaswaldes ein kleines Wiesental, das zugleich auch Kern des seit 1989 ausgewiesenen Naturschutzgebietes  „Glaswiesen und Glaswald“ ist. Ab Oktober 2019 werden vom Regierungspräsidium Karlsruhe in Zusammenarbeit mit dem Städtischen Forst standortfremde Gehölze aus dem Gebiet und entlang des Baches entfernt. In einem weiteren Schritt plant die Höhere Naturschutzbehörde die von den Hängen einwachsenden Gebüsche zurückzuschneiden und die Flächen, die allmählich vom Adlerfarn eingenommen werden, wieder freizustellen. Bei den Gehölzarbeiten kann es zu Behinderungen entlang des gern und häufig besuchten Fußweges um die Glaswiesen kommen.

    Hintergrund
    Die Glaswiesen wurden noch bis Ende der 50iger Jahre zur Gewinnung von Heu und Stalleinstreu regelmäßig gemäht. Aufgrund dessen haben sich hier auf engstem Raum ganz unterschiedliche und vielfältige Formen der Wiesengesellschaften ausgebildet und führten zu einem für die Gegend einmaligen Strukturreichtum der Pflanzenwelt. So gab es einst hier größere Vorkommen von Trollblume oder auch Arnika, von denen heute leider nur noch ganz vereinzelt Pflanzen zu finden sind. Die enge Verzahnung der hängigen Berg-Glatthaferwiesen über Feucht- und Nasswiesen bis hin zu Sumpf- und Seggenrieden der Bachaue ist Grundlage des großen Reichtums an ökologischen Nischen. Hiervon profitieren viele Insekten und andere kleine Wirbellose, die wiederum Nahrung für zahlreiche Vogelarten, beispielsweise den seltenen Feldschwirl sind.

    Im Zuge des Pflegemanagements für das Naturschutzgebiet konnten die Mäharbeiten zunächst durch die Forstwirtschaft und dann durch einen ortsansässigen Landwirt übernommen werden. Doch längst nicht alle Wiesen konnten regelmäßig gepflegt werden und durch fehlende Nutzung wachsen viele Bereiche des einst offenen Wiesentals nach und nach mit Gehölzen und Gebüschen zu. Das bedeutet allerdings einen Lebensraumverlust für die teilweise seltenen und gefährdeten Tier- und Pflanzenarten.

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Das Bild zeigt Irene Feilhauer, Pressesprecherin des RP Karlsruhe, Copyright: www.studio-visuell

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