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  • Abteilung 5
    04.10.2019
    Regierungspräsidium Karlsruhe trägt zum Erhalt wertvoller Habitatbäume im Naturschutzgebiet Bremengrund bei

    Im Auftrag des Regierungspräsidiums Karlsruhe werden in den kommenden Wochen von einer Fachfirma, Baumpflege- und Sicherungsmaßnahmen im Naturschutzgebiet Bremengrund durchgeführt. Damit werden alte Habitatbäume, die als Lebensraum von seltenen Vogel- und Insektenarten dienen, erhalten. Bereits 1991 wurde mit der Gemeinde Au am Rhein vertraglich der Erhalt der bewohnten Bäume vereinbart. Die Bäume sind jedoch mittlerweile in der Alterungsphase und drohen zusammenzubrechen. Ziel ist es nun zu verhindern, dass die Bäume beim Umstürzen in den Altrhein und anschießend als gefährliches Treibgut in den Rhein gelangen, aber trotzdem weiterhin als Lebensraum für Insekten und weitere Tierarten dienen können. Vorgesehen ist deshalb, in Abstimmung mit der Gemeinde Au am Rhein und nach Durchführung eines Standsicherheitsgutachtens, die betroffenen Bäume in diesem Winterhalbjahr einzukürzen und teilweise mit Stahlseilen zu sichern. Das anfallende Totholz wird zudem als Lebensraum für Käfer und andere Insekten auf der Insel verbleiben.

    Mit seinen mosaikartig vernetzten Altrheinarmen, Schluten und Auenwäldern ist der Bremengrund ein typischer Ausschnitt aus der intakten Überflutungsaue des Rheins mit ausgeprägten Hoch- und Niedrigwasserperioden. Die vielseitige Vegetation wird in erster Linie von Auenwäldern geprägt und zeichnet sich durch einen ausgesprochenen Reichtum an Baumarten aus. Die Ursprünglichkeit der Vegetation ermöglicht das Vorkommen einer artenreichen und teilweise hoch spezialisierten Tierwelt. Unter den Insekten sind besonders die Käfer, Schmetterlinge und Libellen zu erwähnen. Die Auenwälder ziehen aber auch eine diverse Vogel- und Fledermauswelt an. Alte und teilweise abgestorbene Bäume haben für diese eine große Bedeutung. Vor allem in alte Pappeln und Weiden haben Spechte zahlreiche Höhlen gezimmert. Weißstorch, Schwarzmilan und Graureiher nutzen Altbäume für ihre Horste. Durch seine Insellage bietet der Bremengrund den Tieren besonderen Schutz, da nur Teile des Schutzgebietes bei niedrigem Rheinwasserstand über eine Furt für Besucher erreichbar sind. Störungen sind damit auf natürliche Weise reduziert. Ein faunistisches Gutachten im Auftrag des Regierungspräsidiums aus 2012 schätzt die Baumbestände als regional bis überregional bedeutend für verschiedene Arten ein. Die Bäume sollen deshalb so lange wie möglich erhalten bleiben.

    Die Baumpflege- und Sicherungsmaßnahmen werden von Lena Zech, Referat Naturschutz und Landschaftspflege im Regierungspräsidium Karlsruhe und vor Ort von Pflegemanagerin Cornelia Kropp begleitet.

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Das Bild zeigt Irene Feilhauer, Pressesprecherin des RP Karlsruhe, Copyright: www.studio-visuell

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