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  • Abteilung 4
    10.09.2020
    A 8 Enztalquerung - Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder erläutert Abgeordneten und Pforzheimer Oberbürgermeister die Gründe für die Kostensteigerung auf 340 Millionen Euro

    ​Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder hat heute (10. September 2020), auf Einladung von Gunther Krichbaum MdB, in einer Videokonferenz die Gründe für die Kostensteigerung auf 340 Millionen Euro bei der Maßnahme A 8 Enztalquerung erläutert. Neben Krichbaum nahmen an der Konferenz außerdem die Abgeordneten Stefanie Seemann, Katja Mast, Dr. Hans-Ulrich Rülke, Prof. Dr. Erik Schweickert sowie Oberbürgermeister Peter Boch, Stadt Pforzheim, teil.

    Nachdem das Regierungspräsidium Karlsruhe am 27. August 2020 in einer
    Pressemitteilung den Projektbegleitkreis der A 8 Enztalquerung und die Medien über eine erneute Verzögerung der Ausschreibung und eine Kostensteigerung auf 340 Millionen Euro informiert hatte, hatten die Abgeordneten um einen Termin mit der Regierungspräsidentin gebeten, um sich die genauen Gründe für die Kostensteigerung erklären zu lassen.

    Felder nannte in dem Gespräch drei wesentliche Gründe für die Steigerung um 190 Millionen Euro zu den bei der Planfeststellung im Jahr 2014 zunächst bezifferten 150 Millionen Euro:

    So wurde bereits im Planfeststellungsbeschluss festgehalten, dass die aus Gründen des Lärmschutzes für die unmittelbaren Bewohnerinnen und Bewohner, kurz vor Abschluss des Planfeststellungsverfahrens noch in den Planfeststellungsbeschluss aufgenommenen Trassenabsenkungen, die Kosten deutlich erhöhen würden. Diese liegen nun bei rund 65 Millionen Euro. Weiterhin haben sich die Gesamtkosten aufgrund der aktuellen Konjunkturlage und Baupreissteigerungen – wie auch bei anderen Bauvorhaben – innerhalb der letzten sechs Jahre seit der zweiten Kostenfortschreibung um rund 25 Prozent erhöht. Als dritten wesentlichen Faktor führte die Regierungspräsidentin an, dass der Markt für die gerade im Bereich der A 8 - Maßnahme notwendigen Gewerke, insbesondere dem Erdbau (Deponierung) und dem konstruktiven Ingenieurbau (hier: Brücken und Unterführungen) übersättigt sei, was zu einer Erhöhung der derzeit am Markt erhältlichen Baudienstleistungen führe. Die darauf zurückzuführenden Mehrkosten liegen bei rund 40 Millionen Euro. Mit weiteren verschiedenen Posten, wie beispielsweise erhöhten Kosten für die Baustelleneinrichtung und Straßenoberbau, seien nun die 340 Millionen Euro errechnet worden.

    Es hat sich im Laufe des Planungsprozesses abgezeichnet, dass es zu einer Kostensteigerung kommen wird. „Wir haben mit Bund und Land vereinbart, dass wir diese erst kommunizieren, wenn die dritte Kostenfortschreibung dem Bauherrn, also dem Bund, vorliegt“, so Felder. Sie zeigte Verständnis, dass die Öffentlichkeit von dieser Nachricht sicherlich überrascht war. Leider habe das Regierungspräsidium zu der im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung für dieses Frühjahr geplanten Projektbegleitkreissitzung aufgrund der Corona-Pandemie nicht einladen können. Deswegen sei auch der gerade bei diesem Vorhaben so notwendige Dialog mit allen an dem ehrgeizigen Projekt Beteiligten sicherlich zu kurz gekommen, was sie persönlich sehr bedaure, sagte die Regierungspräsidentin.

    Geplant ist jedoch ein abschließendes Treffen mit dem Projektbegleitkreis, wenn möglich in Form einer physischen Veranstaltung, bevor das Projekt im nächsten Jahr an die neue Autobahngesellschaft des Bundes übergeben wird. Bei dem Treffen wollen Felder und ihr Projektteam nochmals über den aktuellen Stand informieren.

    Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder zeigte sich trotz aller bisherigen Hürden bei dem Projekt A 8 Enztalquerung optimistisch: „Wir hoffen nun auf eine baldige wohlwollende Entscheidung des Bundes zu den Mehrkosten, damit wir sobald wie möglich das Hauptlos ausschreiben können und einem Baubeginn im nächsten Jahr nichts mehr im Wege steht.“


    Hintergrund
    Das Regierungspräsidium Karlsruhe plant den sechsstreifigen Ausbau der Bundesautobahn 8 (A 8) zwischen den Anschlussstellen Pforzheim-Nord und Pforzheim-Süd (Enztalquerung). Die Enztalquerung der A 8 ist einer von noch zwei verbliebenen Abschnitten für den sechsstreifigen Ausbau der gesamten A 8 in Baden-Württemberg. Die Maßnahme beinhaltet neben dem Ausbau der A 8 auf einer Länge von rund 4,8 Kilometern den vierspurigen Ausbau der B 10 im Bereich der Anschlussstelle Pforzheim-Ost, den Umbau der Anschlussstelle Pforzheim-Ost mit leistungsfähigen Zufahrten, den Ersatzneubau mehrerer Kreuzungsbauwerke, die Ersatzneubau der Enzbrücke, die Reduzierung der Steigung beziehungsweise des Gefälles, die Lärmschutzeinhausung auf 380 Metern und weiterer Lärmschutzwände und –wälle sowie die Abdichtung der Trasse und die Fassung und Reinigung des gesamten Oberflächenwassers.

    Weitere Informationen zum Projekt sind auf der Projektseite des Regierungspräsidiums Karlsruhe unter

    www.rp-karlsruhe.de Beteiligungsportal Aktuelle Baumaßnahmen  A 8, Enztalquerung zu finden.

    Direkter Link:

    https://rp.baden-wuerttemberg.de/rpk/Abt4/Ref473/Seiten/A-8-Enztalquerung.aspx

    Informationen zu aktuellen Straßenbaustellen im Internet, unter www.baustellen-bw.de. Die Verkehrslage in Baden-Württemberg - jederzeit und immer aktuell mit der „VerkehrsInfo BW“- App der Straßenverkehrszentrale Baden- Württemberg. Weitere Informationen zum Thema Verkehr und den Link zum kostenlosen Download finden Sie unter

    https://www.svz-bw.de

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