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  • Abteilung 5
    22.10.2020
    Naturschutzgebiet „Hirschacker-Dossenwald“ - Weitere Lenkungsmaßnahmen zum Schutz von seltenen und gefährdeten Arten

    ​Ab kommenden Montag (26. Oktober 2020) setzt das Regierungspräsidium Karlsruhe im Naturschutzgebiet „Hirschacker-Dossenwald“ neben den bereits bestehenden Besucherlenkungen weitere Lenkungsmaßnahmen zum Schutz der störungssensiblen Tier- und Pflanzenarten um. Auf einer Länge von insgesamt 830 Meter werden neue Besucherleiteinrichtungen aufgestellt und 12 Trampelpfade mit Hilfe von querliegenden Bäumen gesperrt. Für die Besucher des Schutzgebiets bleiben die Hauptwege begehbar, so dass die besondere Natur und Landschaft weiterhin erlebt werden kann. Auch für Hunde gilt das Wegegebot, das heißt, dass sie nur angeleint und auf den Wegen mitgeführt werden dürfen.

    Die Maßnahmen sind erforderlich, da die bisherigen Regeln nicht konsequent eingehalten werden. Immer wieder verlassen Menschen die Hauptwege oder lassen ihre Hunde ohne Leine laufen. So werden stark gefährdete und störungsempfindliche Arten erheblich gestört. Die in Baden-Württemberg nur noch in wenigen Brutpaaren vorkommende Heidelerche zum Beispiel, ist zwingend auf störungsfreie Ruhezonen angewiesen. Nur mit einer wirkungsvollen Beruhigung kann das Naturschutzgebiet die vorgesehene Schutzwirkung auch entfalten.

    Bereits Anfang des Jahres wurden mehrere Besucherleiteinrichtungen im Teilgebiet Hirschacker aufgestellt. Die Maßnahme zeigt schon erste Erfolge: So hat das Kali-Salzkraut bereits einige der beruhigten Sandflächen neu besiedelt. Diese einjährige Pflanze stirbt im Sommer ab und wird dann als sogenannter Steppenroller vom Wind über offene Flächen geweht und verteilt dabei seine Samen. Häufig ohne den Namen dieser Art zu kennen, ist diese charakteristische Pflanze vielen Kinobesuchern bekannt, da sie in der typischen Kulisse von Westernfilmen über die Prärie rollt.

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