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  • Abteilung 3
    17.12.2015
    Landesregierung unterstützt die Arbeit der Tierheime im Land
    Stadt Karlsruhe erhält von Regierungspräsidentin Nicolette Kressl den Bescheid über einen Landeszuschuss für den Bau eines neuen Hundehauses beim Tierheim Karlsruhe-Daxlanden

    ​100.000 Euro Zuschuss erhält die Stadt Karlsruhe aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg für Baumaßnahmen zur besseren Unterbringung von Hunden. Die persönliche Übergabe des Bewilligungsbescheides für den dringend erforderlichen Neubau eines Hundehauses war Regierungspräsidentin Nicolette Kressl, selbst Halterin eines Hundes, ein wichtiges Anliegen. „Die Arbeit der Tierschutzorganisationen ist ein wertvoller und wichtiger Beitrag für die Allgemeinheit. Es gilt, das große ehrenamtliche Engagement anzuerkennen und die Arbeit so gut wie möglich zu unterstützen. Hierzu zählen finanzielle Zuwendungen für besondere Projekte, wie den Bau des neuen Hundehauses beim Tierheim Karlsruhe-Daxlanden“, sagte Nicolette Kressl bei ihrem Besuch des Tierheimes und der Besichtigung der Anlagen.

    Gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit gelte es, auf die besonderen Bedürfnisse der unterschiedlichen Haustierarten hinzuweisen und auf die Verantwortung der Menschen, den Tieren ein möglichst artgerechtes Leben zu bieten: „Tiere sollten nur dann verschenkt werden, wenn der Beschenkte ausreichend Sachkenntnis hat und sich seiner Verantwortung bewusst ist“. Damit wies die Regierungspräsidentin auf die Problematik von Tiergeschenken hin. Die „gut gemeinte Geschenkidee“ endet für zu viele Tiere nach den Feiertagen in einem Tierheim ohne den wichtigen Bezug zu einer Person.

    Im Rahmen der Tierheimförderung des Landes konnte Nicolette Kressl die Bewilligung für den Bau des neuen Hundehauses und den hierfür gewährten Zuschuss von 100.000 Euro an den Ersten Bürgermeister der Stadt Karlsruhe, Wolfram Jäger, und die Vorsitzende des Tierschutzvereines, Heinke Salisch, übergeben. Damit kann der Tierschutzverein Karlsruhe und Umgebung e.V. die dringend erforderliche Baumaßnahme zum Wohl der bis zu 100 im Tierheim lebenden Hunde durchführen und den Tieren ein noch artgerechteres Leben ermöglichen.

    „Mit dieser Förderung anerkennt die Landesregierung, dass Tierschutzvereine staatliche Aufgaben bei der Unterbringung und Versorgung herrenloser oder vernachlässigter Tiere übernehmen und mit viel ehrenamtlichem Engagement die Umsetzung des Staatszieles Tierschutz ermöglichen“, so Regierungspräsidentin Nicolette Kressl in Anbetracht der vielen Hunde, Katzen, Kleintiere und Exoten, die von den Tierschutzvereinen gepflegt und versorgt werden.

    Hintergrundinformationen:
    Im Gegensatz zu Wildtieren, die in ihrer Umgebung aufwachsen und mit den Unbilden der Natur umzugehen wissen, sind Haustiere so an den Menschen gewöhnt, dass sie ohne ihn nicht existieren können. Dem Menschen kommt deshalb eine besondere Verantwortung zu, die leider oft nicht wahrgenommen wird. Sei es durch übertriebene Tierliebe oder Vernachlässigung oder Missachtung der besonderen Bedürfnisse, fügen Menschen den Tieren Leiden und Qualen zu. Die Tiere selbst können sich kaum wehren.

    Der Tierschutz hat zwischenzeitlich in unserer Gesellschaft einen hohen Stellenwert. Für die Landesregierung ist der ethische Tierschutz eine Verpflichtung. Sowohl in der Landesverfassung als auch im Grundgesetz ist Tierschutz als Staatszielbestimmung verankert.

    Dabei ist die Arbeit der Tierschutzvereine und deren Möglichkeit, Tiere aufzunehmen und möglichst artgerecht zu pflegen und zu halten, ein wichtiger Aspekt bei der Umsetzung dieses Zieles.

    Das Land gewährt deshalb zur Unterstützung Zuwendungen für Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen im Zusammenhang mit der Unterbringung von Tieren oder dem Bau von neuen Tierheimen in Baden-Württemberg. Durch die Förderung soll die Unterbringung von Tieren verbessert und dadurch vermieden werden, dass notwendige Maßnahmen langfristig zurückzustellen sind.

    Die Zuwendung wird als Anteilsfinanzierung zur Projektförderung in Form eines Zuschusses gewährt. Der Fördersatz beträgt ein Drittel der Bausumme, höchstens jedoch 100.000 EUR pro Tierheim; eine Förderung ist ab Gesamtkosten von 5.000 EUR möglich. Die Förderungsbewilligung erfolgt an die jeweilige Trägerkommune, welche neben ihrem Teil an der Förderung den Zuschuss an den Träger des Tierheimes weiterreichen kann. Es ist dann Sache des Trägers, das restliche Drittel über Eigenmittel – auch durch Spenden – bereitzustellen.

    Das Verfahren läuft ähnlich anderer Strukturverfahren. Nach einer fachlichen Prüfung des Antrages im jeweiligen Regierungspräsidium, sowohl in tierschutz- als auch förderrechtlicher Hinsicht, wird der Antrag mit Begründung dem MLR vorgelegt. Dieses entscheidet darüber, ob der konkrete Antrag gefördert werden kann. Bei positiver Entscheidung bewillig das RP und führt die nach Landeshaushaltsordnung vorgeschriebenen Kontrollen durch.

    Im Rahmen des Förderprogramms kommen im Jahr 2015 zehn Projekte, für die das Land Baden-Württemberg insgesamt 500.000 Euro zur Verfügung stellt, zum Zuge. Von diesen Mitteln profitieren die Tierheimbetreiber unmittelbar und können so dringend benötigte Sanierungsmaßnahmen oder einen kompletten Neubau realisieren. Insgesamt wird in diesem Jahr landesweit ein Neubau- oder Sanierungsvolumen von rund 1,75 Millionen Euro auf den Weg gebracht.

    Im Regierungsbezirk Karlsruhe wurden 2015 die Projekte:

    • der Stadt Karlsruhe für den Tierschutzverein Karlsruhe und Umgebung in Höhe von 100.00 Euro und

    • des Landratsamtes Neckar-Odenwald Kreis für den Tierschutzverein Mosbach u.U. e.V. in Höhe von 29.963,38 Euro  in die Förderung aufgenommen.

    Seit Beginn der Förderung im Jahr 2011 werden damit im Regierungsbezirk Karlsruhe insgesamt 9 Projekte mit einem Fördervolumen von 372.024 Euro durch das Land bezuschusst und ermöglicht.

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