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  • Abteilung 4
    03.02.2016
    Bilanz Straßenbau 2015: Rund 248 Millionen Euro für die Straßeninfrastruktur im Regierungsbezirk Karlsruhe
    Regierungspräsidentin Nicolette Kressl: Funktionierende und intakte Straßeninfrastruktur ist unverzichtbar

    ​In die Straßeninfrastruktur im Regierungsbezirk Karlsruhe sind im vergangenen Jahr rund 248 Millionen Euro geflossen. Regierungspräsidentin Nicolette Kressl: „Eine gut ausgebaute und leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur ist für eine bedarfsgerechte Mobilität von Personen und Gütern unverzichtbar.“

    Für die Bundesfernstraßen im Regierungsbezirk Karlsruhe hat der Bund rund 161 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Das Land investierte knapp 57 Millionen Euro in den Landesstraßenbau. Aus dem Topf des sogenannten Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes (LGVFG) kamen rund 19 Millionen Euro.

    Auf den Autobahnen wurden auch im Jahr 2015 Fahrbahnschäden von Grund auf und nachhaltig behoben. So wurden zum Beispiel auf der A 5 bei Karlsruhe-Durlach (8,2 Millionen Euro), der A 5 bei Karlsdorf-Neuthard ( 9 Millionen Euro), auf der A 5 zwischen dem Weinheimer Kreuz und Hemsbach (4 Millionen Euro) und der A 5 im Bereich Heidelberg-Schwetzingen (7,4 Millionen Euro) kostenintensive Belagserneuerungen durchgeführt.

    „Die Fahrbahnen und die Brücken im Zuge der Autobahnen sind in die Jahre gekommen und Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur sind dringend geboten, um auch in Zukunft den Verkehr auf leistungsfähigen und sicheren Straßen bewältigen zu können“, so Regierungspräsidentin Nicolette Kressl.

    Im Bereich Neubau und Erweiterung der Bundesautobahnen lag der Schwerpunkt beim sechsstreifigen Ausbau der A 8. Im Juni 2015 wurde der sechsstreifig ausgebaute Streckenabschnitt der A 8 zwischen Karlsbad und Pforzheim-West (Gesamtkosten rund 150 Millionen Euro) offiziell für den Verkehr freigegeben. Zudem konnte an der A 6 die Südseite der Tank- und Rastanlage Kraichgau mit jetzt 288 Lkw-Stellplätzen freigegeben werden.
    „Die Fertigstellung der Tank- und Rastanlage Kraichgau Süd ist ein weiterer Schritt zu mehr Verkehrssicherheit und zur besseren Nutzbarkeit. Insbesondere für die LKW-Fahrer muss ausreichend Parkraum vorhanden sein, damit sie die gesetzlich vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten einhalten können“, betonte Regierungspräsidentin Nicolette Kressl.

    Bund und Land investierten auch im Jahr 2015 Millionenbeträge in den Bau von Ortsumgehungen, wie zum Beispiel in die B 292 - Ortsumgehung Adelsheim-Osterburken oder in die L 536 -Ortsumgehung Schriesheim mit dem Bau des Branichtunnels. „Ortsumgehungen sind wichtige Investitionen in die Verkehrssicherheit und in die Lebensqualität“, so die Regierungspräsidentin.

    Millionenbeträge flossen auch in den Um- und Ausbau der Bundes- und Landesstraßen. Besonders kostenintensiv waren unter anderem der Ausbau der B 462 Huzenbach-Schwarzenberg (3,5 Millionen Euro), der Umbau der B 294-Buchenkurve bei Höfen (rd. 1 Million Euro), die Hangsanierung und die Umbaumaßnahmen der B 14 bei Horb-Neckarhausen (2,6 Millionen Euro), der Umbau und die Erneuerung der L 560 bei Stutensee (2,6 Millionen Euro) und der Ausbau der L 527 zwischen Mosbach und Bergfeld (3,5 Millionen Euro).

    „Die Erhaltung des bestehenden Straßennetzes ist von besonderer Bedeutung und hat hohe Priorität. Im Regierungsbezirk Karlsruhe wurden im Jahr 2015 in die Erhaltungsmaßnahmen von Bundes- und Landesstraßen rund 74 Millionen Euro investiert“, so Regierungspräsidentin Nicolette Kressl.

    So wurden unter anderem die Fahrbahndecken der B 27 bei Hardheim (rd. 1 Million Euro), der B 36 bei Rheinstetten (rd. 2,7 Millionen Euro), der B 10-Ortsdurchfahrt Remchingen-Wilferdingen (rd. 1,6 Millionen Euro), der L 340 bei Bad Herrenalb (rd. 2 Millionen Euro) oder auch der L 79a „Wolfsschlucht“ (rd. 1 Million Euro) erneuert.

    Auch in neue Radwege wurde kräftig investiert. So läuft seit September 2015 der bautechnisch schwierige und kostenintensive zweite Bauabschnitt des Neckartalradweg-Lückenschlusses entlang der L 588 zwischen Haßmersheim und Neckarmühlbach (4,6 Millionen Euro). Der Radwegeabschnitt entlang der L 351 zwischen Kälbermühle und Enzklösterle kostete rund 550.000 Euro und der Ausbau des Radweges zwischen Mannheim-Seckenheim und Neu-Edingen rund 770.000 Euro.

    Ein wichtiges Investitionsprogramm für den kommunalen Straßenbau ist das Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz. Mit dem jährlich fortgeschriebenen Förderprogramm werden schwerpunktmäßig der Bau und der Ausbau von innerörtlichen und verkehrswichtigen Straßen der Kommunen bezuschusst. Ein erheblicher Teil der Fördermittel fließt auch in Vorhaben, die nicht nur für den Individualverkehr, sondern ebenso für den ÖPNV von großer Bedeutung sind, wie beispielsweise die Beseitigung von höhengleichen Bahnübergängen, Sicherungsmaßnahmen bei der Ertüchtigung von Bahnstrecken und in Geh- und Radwege. Im Jahr 2015 erhielten die Kommunen im Regierungsbezirk Karlsruhe Zuschussmittel in Höhe von rund 19 Millionen Euro.

    Hintergrund:

    Das Regierungspräsidium Karlsruhe steuert und koordiniert sowohl die Finanzplanung als auch die technische Planung im Straßen- und Brückenbau für Bundesautobahnen, Bundes- und Landesstraßen einschließlich des dazugehörigen Radwegenetzes für den Regierungsbezirk Karlsruhe.

    Zu den operativen Aufgaben gehören der Bau und Ausbau von Bundesautobahnen und Bundesstraßen in Auftragsverwaltung für den Bund und der Bau und Ausbau der Landesstraßen.

    Darüber hinaus ist die Abteilung Straßenwesen und Verkehr zuständig für die Unterhaltung und den sicheren Betrieb der Bundesautobahnen A 5, A 6, A 61,
    A 656 und A 8. Insgesamt sind etwa 300 Kilometer Bundesautobahnen und rund 3.100 Kilometer Bundes- und Landesstraßen zu betreuen.

    Besondere Schwerpunkte der Abteilung Straßenwesen und Verkehr sind:

    -  Die Erstellung und Fortschreibung von Straßenbau- und Finanzierungsplänen,

    - die Förderung des kommunalen Straßenbaus mit staatlichen Zuschüssen,

    - die technische Planung von Straßen sowie Brücken und Tunnelbauwerken einschließlich der erforderlichen Umweltverträglichkeitsstudien und landschaftspflegerischen Begleitpläne, Lärm- und Schadstoffuntersuchungen,

    - das Management des Betriebs- und Unterhaltungsdienstes der Bundesauto-bahnen,

    - die Baudurchführung und Vertragsabwicklung aller Baumaßnahmen für Bundesautobahnen, Bundes- und Landesstraßen einschließlich Prüfung der eingesetzten Straßenbaustoffe.

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