Befehle des Menübands überspringen
Zum Hauptinhalt wechseln
Sie sind hier: RP Internet »Karlsruhe »Pressemitteilung
Startwebsite des Internetauftritts des Regierungspräsidiums Karlsruhe
  • Abteilung 5
    19.08.2016
    Land fördert Erweiterung der Kläranlage des Zweckverbandes Gruppenkläranlage Seckachtal in Roigheim mit 4,35 Millionen Euro
    Umweltminister Franz Untersteller: „Die landesweit höchste Förderung einer Abwassermaßnahme des Jahres wird im Seckachtal zu einer modernen und zukunftsfähigen Abwasserbehandlung führen“
    Regierungspräsidentin Nicolette Kressl: „Investitionen in zukunftsweisende Abwasserprojekte stärken den ländlichen Raum“

     

    Das Regierungspräsidium Karlsruhe hat heute dem Zweckverband Gruppenkläranlage Seckachtal den Zuwendungsbescheid in Höhe von rund 4,35 Millionen Euro für die Erweiterung der Kläranlage in Roigheim zugesandt. Die Erweiterung der Kläranlage ist zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie notwendig geworden. Ziel ist es, in der Seckach und den nachfolgenden Gewässern einen guten ökologischen Zustand zu erreichen.

    Anlässlich der höchsten Einzelförderung des Landes im Jahr 2016 im Bereich Abwasser erklärte Umweltminister Franz Untersteller: „Eine moderne und zukunftsfähige Abwasserbeseitigung, wie sie nun auch das Seckachtal bekommen wird, schützt unsere Lebensgrundlage Wasser und dient der Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger. Die Landesregierung stellt den Städten und Gemeinden in Baden-Württemberg dieses Jahr daher knapp 46 Millionen Euro hierfür bereit.“

    Der Zweckverband Gruppenkläranlage Seckachtal betreibt in Roigheim eine Gemeinschaftskläranlage für die Gemeinden Osterburken, Adelsheim, Seckach und Roigheim. Nachdem die wasserrechtliche Erlaubnis zur Einleitung des gereinigten Abwassers aus der Kläranlage in die Seckach am 26. Juli 2016 durch das Landratsamt Heilbronn neu erteilt wurde, ist es jetzt erforderlich, die Kläranlage an die tatsächlichen Belastungen und Anforderungen anzupassen, damit die Einleitungswerte gesichert eingehalten werden können. In diesem Rahmen wird die Ausbaukapazität nahezu verdoppelt.
    Nach Durchführung einer Kostenvergleichsrechnung mit verschiedenen Verfahrensalternativen hat der Zweckverband beschlossen, die wirtschaftlichste Lösung mit dem Neubau von zwei Kombibecken mit Maschinenhaus neben der bestehenden Kläranlage auszuführen, wobei der Neubau ohne eine Beeinträchtigung des laufenden Betriebes erfolgen kann. Die Kombibecken beinhalten die Belebungsanlagen und die Nachklärung und eine zweistraßige Betriebsführung. Des Weiteren wird der Betrieb des Faulbehälters energetisch optimiert und mit dem erzeugten Gas soll in einem neuen Blockheizkraftwerk Strom produziert werden. Die jetzt noch betriebenen Belebungsbecken werden zukünftig als Filtratwasserspeicher umgenutzt. Die Kläranlagenerweiterung mit Gesamtkosten von 13,8 Millionen Euro soll in zwei Funktionsabschnitten ausgeführt werden.
    Regierungspräsidentin Nicolette Kressl führte hierzu aus, dass das Land Baden-Württemberg jetzt beim ersten Funktionsabschnitt mit Neubau der biologischen Stufe 60 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben übernimmt und somit weiterhin die Gemeinden im ländlichen Raum bei Investitionen in zukunftsweisende Abwasserprojekte maßgebend unterstützt. Mit der Baumaßnahme soll Ende des Jahres 2016 begonnen werden.

​​​Pressestelle

Schlossplatz 1 - 3
76131 Karlsruhe
Pressestelle@rpk.bwl.de


Pressesprecher

Uwe Herzel, Pressesprecher
Uwe Herzel
0721 926-4051

Stellvertretung


Irene Feilhauer
0721 926-6266 ​​​​​​​