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  • Abteilung 4
    28.10.2016
    Westtangente Pforzheim - Regierungspräsidentin Nicolette Kressl besucht Baustelle

    ​„Ich freue mich sehr, dass der Bau des Brückenbauwerks Heilbronner Straße nahezu abgeschlossen ist und die Vorbereitungen zum Weiterbau der Westtangente Pforzheim auf Hochtouren laufen“, so Regierungspräsidentin Nicolette Kressl heute (28. Oktober 2016) beim Baustellenbesuch in Pforzheim.

    Als Einstieg in die Baumaßnahme Westtangente Pforzheim wurde vor einigen Jahren mit dem Bau des Kreuzungsbauwerks der B 463 mit der B 10 begonnen. Nachdem im Sommer letzten Jahres die Haushaltsmittel vom Bundesverkehrsministerium für den Bauabschnitt von der Heilbronner Straße bis zur L 562, Dietlinger Straße, freigegeben wurden, konnte am 20. November 2015 der Startschuss für den Bau dieses Streckenabschnittes gegeben werden. Begonnen wurde mit dem ersten Brückenbauwerk an der Heilbronner Straße und die Fertigstellung dieses ersten von insgesamt vier Brückenbauwerken steht unmittelbar bevor. Sofern die Witterung für die noch auszuführenden Restarbeiten keinen Strich durch die Rechnung macht, kann das neue Überführungsbauwerk am
    7. November für den Verkehr freigegeben werden. Auch mit den Bauarbeiten für das zweite Bauwerk, der Unterführung des ehemaligen Römer Westweges, besser bekannt als Viehweg, konnte Anfang dieses Monats bereits begonnen werden. Es ist vorgesehen, die restlichen beiden Brücken im kommenden Jahr zu beginnen.

    Neben dem Bau von insgesamt vier Brückenbauwerken werden in diesem rund 1,1 Kilometer langen und etwa 20 Millionen Euro teuren Streckenabschnitt auch rund 225.000 Kubikmeter an Erdmaterial unter schwierigen geologischen Verhältnissen bewegt. Nach derzeitiger Planung wird dieser Bauabschnitt in der ersten Jahreshälfte 2019 fertiggestellt werden können.

    Vor einigen Wochen sind nun auch die Mittel für den Bau des weiteren Bauabschnittes von der Dietlinger Straße bis zur B 294 im Enztal mit dem Arlinger Tunnel vom Bundesverkehrsministerium freigegeben worden. Es ist vorgesehen, mit der baulichen Umsetzung dieses Tunnelbauwerks unmittelbar nach Fertigstellung des derzeit laufenden Bauabschnitts voraussichtlich Mitte 2019 zu beginnen. Die geologischen Untersuchungen sind nahezu abgeschlossen und momentan wird die Planung für den rund 1,3 Kilometer langen Tunnel erstellt. Durch diese Weiterführung der Westtangente bis in das Enztal kann die Stadt Pforzheim bereits deutlich entlastet werden.

    Der dann noch fehlende Abschnitt, welcher die überregionale Anbindung des Nagoldtals an die Autobahn A 8 umfasst, würde dann zu einer weiteren verkehrlichen Entlastung des Innenstadtbereiches von Pforzheims führen. Hinsichtlich der Aufnahme von Planungsaktivitäten für diesen Abschnitt muss zunächst der Bundesverkehrswegeplan von Bundestag verabschiedet werden. Sollte dieser Bauabschnitt im „weiteren Bedarf mit Planungsrecht“ bleiben, ist die landesweite Priorisierung abzuwarten.

    Hintergrund:

    Die verkehrliche Situation in Pforzheim ist, überwiegend bedingt durch die topographische Lage, schwierig, zumal im Westen von Pforzheim derzeit keine Umgehungsstraße existiert und drei Bundesstraßen durch das Stadtgebiet von Pforzheim führen. Der Verkehr aus dem Nagold- sowie dem Enztal in Richtung Gewerbegebiet Wilferdinger Höhe und Autobahnanschlussstelle Pforzheim-West ist gezwungen, durch das dicht bebaute Stadtgebiet von Pforzheim zu fahren. Dieser Durchgangsverkehr führt, zusammen mit dem Ziel- und Quellverkehr, in Pforzheim zu einer sehr hohen Belastung der Anwohner mit Lärm und Schadstoffen.

    Zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse und zur Entlastung von Durchgangsverkehr wurde vor rund 40 Jahren mit der Planung der Westtangente Pforzheim begonnen. Nachdem unterschiedliche Trassenführungen in der Bürgerschaft, der Verwaltung und den Gemeinden diskutiert wurden, entstand vor rund 25 Jahren der Vorentwurf für diese Maßnahme „B 463 Westtangente Pforzheim“, die als westliche Umgehungsstraße von Pforzheim das Nagoldtal und das Enztal (B 294) mit der B 10 und der BAB-Anschlussstelle Pforzheim-West verbinden soll.

    Die Planung der Westtangente Pforzheim wurde in Abschnitte aufgeteilt. Ein Abschnitt verläuft von der A 8-Anschlussstelle Pforzheim-West bis in das Enztal mit einer Anbindung zur B 294 und der zweite Abschnitt vom Enztal in das Nagoldtal bis zur B 463.

    Für den ersten Abschnitt der Westtangente von der Anschlussstelle Pforzheim-West bis in das Enztal erging der Planfeststellungsbeschluss am 8. Februar 1999. Nachträglich wurde im Jahr 2003 der Anschluss an die B 294 im Rahmen eines Ergänzungsverfahrens beschlossen. Nach Änderungen der Vorschriften und Richtlinien für die Planung und den Bau von Tunnelbauwerken musste zusätzlich ein Fluchtstollen geplant werden, welcher im Jahr 2015 Rechtskraft erlangte.

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